NFL-Refs könnten bald Unterstützung von einem "Sky Judge" kriegen - Bildquelle: 2018 Getty ImagesNFL-Refs könnten bald Unterstützung von einem "Sky Judge" kriegen © 2018 Getty Images

München - Die Mehrheit der NFL-Coaches hat sich schon bei einem Meeting Ende Februar für die Einführung eines "Sky Judge" ausgesprochen - jetzt sind sie ihrem Wunsch einen Schritt näher gekommen. 

Wie die "Toronto Sun" unter Berufung auf Dan Blandino, dem ehemaligen "Head of Officiating" der NFL berichtet, hat das "Competition Committee" der NFL grünes Licht gegeben. Das Komitee setzt sich aus einigen Team-Eigentümern, Verantwortlichen, General Managern und Head Coaches zusammen. 

Die Baltimore Ravens und Los Angeles Chargers sollen zusammen zwei Vorschläge eingereicht haben. Einer sieht vor, einen zusätzlichen achten Schiedsrichter in einer Kabine sitzen zu haben, ähnlich wie es der Video-Assistant-Referee im Fußball macht, der sich das TV-Material und verschiedene Kamerawinkel anguckt und daraufhin Kontakt zu den Offiziellen auf dem Feld aufnimmt. 

Der zweite Vorschlag erwägt einen "Senior Technology Advisor to the Referee (STAR)", also einen technologischen Berater für das Schiedsrichter-Team. Dieser soll Erfahrung als Schiedsrichter auf dem Feld haben und in einer Kabine im Stadion mit Zugriff auf TV-Bilder sitzen. Er soll das Schiedsrichter-Team bei Bedarf in sämtlichen Fragen rund um das Spielgeschehen unterstützen und durchweg mit der Crew verbunden sein. 

"Sky Judge": Komitee lehnte Vorschlag im vergangenen Jahr ab

Der Vorschlag eines zusätzlichen "Sky Judge" wurde im vergangenen Jahr vom "Competition Committee" abgelehnt. Stattdessen wurde die Review-Regel bei Pass-Interference-Entscheidungen aufgrund des viel diskutieren "No-Calls" im NFC-Championship Game zwischen den Los Angeles Rams und den New Orleans Saints verstärkt. 

Dies sorgte im Nachhinein allerdings für noch mehr Verwirrung, da es bei einigen Schiedsrichtern Unklarheiten gab, ab wann eine Entscheidung auf dem Feld zurückgenommen werden sollte oder nicht. 

Beim jährlichen Meeting der Team-Eigentümer, das für den 19. und 20. Mai angesetzt ist, stimmen die Owner über diverse Regel-Änderungen für die neue Saison ab. Fraglich ist jedoch, ob das Treffen wie geplant stattfinden kann. Schließlich lässt die weltweite Corona-Krise aktuell keine größeren Meetings zu.

Mit der Einführung eines VAR-ähnlichen Offiziellen könnte die NFL ein neues Experiment wagen. Ob dieser für weniger Verwirrung sorgt oder, wie im Fußball, alles noch komplizierter macht, bleibt jedoch abzuwarten. Die Coaches dürften sich über das grüne Licht des Competition Committees jedoch vorerst freuen. 

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