Glücklich sieht anders aus: Eli Manning (Nummer zehn) konnte die Pleitenseri... - Bildquelle: Getty ImagesGlücklich sieht anders aus: Eli Manning (Nummer zehn) konnte die Pleitenserie seiner New York Giants gegen die Philadelphia Eagles nicht beenden © Getty Images

New York/München - Das womöglich letzte Hallo von Eli Manning in der NFL bot zwar jede Menge Dramatik, aber kein Happyend. In der Overtime des Division-Duells seiner New York Giants gegen die Philadelphia Eagles musste der zweimalige Super-Bowl-Sieger mit ansehen, wie die Gäste das siegbringende 23:17 erzielten.

Es war der erste Rückstand überhaupt für die "Big Blue" im Monday Night Game von Week 14 , das als eins besondereres Spiel in Erinnerung bleiben könnte. Eben weil es den Abschied von einer Klub-Legende auf dem Rasen gesehen haben könnte. Schließlich war Manning nur in die Rolle des Starters geschlüpft, weil Daniel Jones wegen einer Knöchelverletzung passen musste.

 

Manning wirft Touchdown-Pässe für 35 und 55 Yards

Und der First-Overall-Pick des Draft 2004 legte los, als wäre er nie weggewesen von seiner angestammten Position hinter der O-Line. Zu Beginn und zum Ende des zweiten Abschnitts warf Manning Touchdown-Pässe auf Rookie Darius Slayton - einmal für 35, dann sogar für 55 Yards. Es waren die Nummern 381 und 382 in der langen Karriere des dreifachen Familienvaters.

Der Routinier brillierte wie in guten alten Zeiten. Zur Pause standen bereits 179 Passing Yards zu Buche. Das Scoreboard zeigte eine 17:3-Führung. "Ich habe mich gut gefühlt, war in einem guten Rhythmus", sagte Manning später "SNY".

Er verteilte Lob. An Running Back Saquon Barkley. An seine Guards. An die Receiver, für deren blitzsaubere Routen. Um dann ratlos zu konstatieren: "Ich dachte, wir könnten das in der zweiten Hälfte fortsetzen."

Nur noch 24 Passing Yards in der zweiten Hälfte

Das allerdings gelang ganz und gar nicht. Ab dem dritten Viertel wirkten Manning, der am 3. Januar seinen 39. Geburtstag feiert, und seine Offense, als wäre ihnen der Stecker gezogen worden.

Plötzlich ging gar nichts mehr zusammen. Die Zahlen der zweiten 30 Minuten lesen sich wie eine Bilanz des Grauens: Der viermalige Pro Bowler brachte seine Giants durch die Luft nur noch um 24 Yards voran, in sechs Drives gelangen mickrige zwei neue First Downs.

 

Manning lobt Eagles-Defense: "Haben uns nicht darauf eingestellt"

So arbeiteten sich die noch um den Division-Titel kämpfenden Eagles wieder heran und glichen im vierten Viertel aus. "Sie haben eine gute zweite Hälfte gespielt und uns einige Möglichkeiten genommen und wir haben uns darauf nicht eingestellt", erkannte Manning die Steigerung der "Birds"-Defense an, nahm zugleich sich und seine Offense in die Pflicht: "Wir hätten unserer Defense helfen müssen, wir hätten punkten müssen."

Letztlich mussten sich die Giants doch noch zum neunten Mal nacheinander geschlagen geben - die aktuell mit Abstand schwärzeste Serie in der NFL. Manning selbst hat nun mehr Niederlagen als Siege in Regular-Season-Spielen der Liga auf dem Konto: Seine Statistik lautet seit diesem Monday Night Game 116 zu 117.

Manning oder Jones? Head Coach entscheidet Woche für Woche

Ob er diese Bilanz noch einmal wird aufbessern können? Das steht in den Sternen. Und hängt von Jones' Genesung sowie den weiteren Plänen von Pat Shurmur ab. Der glücklose Head Coach will nun von Woche zu Woche über die Starterrolle entscheiden. Seit dem dritten Spieltag vertraut er dem Rookie.

Manning nimmt es emotionslos hin: "Ich schaue immer nur auf die nächste Woche. Wir werden sehen, was mir die Coaches sagen, dann muss ich das umsetzen, um dem Team zu Siegen zu verhelfen."

Falls er das nochmal darf. Denn nach dieser Saison endet Mannings Vertrag, der ihm inklusive Boni 23,2 Millionen US-Dollar in die Kassen spült.

 

Manning in der Overtime zum Zuschauen verdammt

In der Overtime war er am Montagabend in "Philly" bereits wieder zum Zuschauen verdammt. Weil die Eagles den Ball bekamen und durch Zach Ertz direkt den entscheidenden Touchdown erzielten.

So war Mannings letzte Aktion das Abknien kurz vor Ende des vierten Viertels - um die Overtime abzusichern. Eigentlich ein unwürdiges Ende für einen Profi, der sich zwei Super-Bowl-Ringe anstecken darf und zum personifizierten Albtraum der New England Patriots avanciert ist.

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