Joanna Jockish kann gegen die Vikings ins Stadion. - Bildquelle: imago images / Icon SMIJoanna Jockish kann gegen die Vikings ins Stadion. © imago images / Icon SMI

München/Indianapolis – Der Bruder war es. Er hat sozusagen den Grundstein gelegt. Das Feuer, wenn man so will. Einmal entfacht, erlischt es normalerweise ein Leben lang nicht mehr.

Einmal Fan, immer Fan. Bei Joanna Jockish sind es die Indianapolis Colts. Dank Bruder Chris. Der damals 18-Jährige kaufte sich Dauerkarten, als die Colts aus Baltimore in die Stadt kamen. 

Joanna Jockisch: Mit 14 kam die große Liebe

Und entschied, seine 14 Jahre alte Schwester mitzunehmen. Bevor die Colts kamen, waren beide bereits regelmäßige Besucher des NBA-Teams Indiana Pacers.

Doch die Colts wurden zur Liebe ihres Lebens.

Seit 1984 (!) hat Jockish kein einziges Spiel verpasst. Das heißt etwas, sie hat viel gesehen und mitgemacht. "Ich wurde die ganze Zeit als Colts-Fan gehänselt, weil das Team nicht sehr gut war", sagte die 49-Jährige dem "Indy Star". 

Graues Mittelmaß war es anfangs, wenn überhaupt. "Es ist mir sehr wichtig, die Heimmannschaft zu unterstützen", ist ihre simple Begründung, warum sie sich das jahrelang bei Wind und Wetter antat. Als Fan versteht man das.

Als Fan kann man daher auch nachvollziehen, dass sie seit 1984 kein einziges Spiel verpasst hat. 36 Jahre lang.

300 Spiele in 36 Jahren

300 Spiele sind es bis heute, darunter auch der Super-Bowl-Sieg 2007 gegen die Chicago Bears - und die Niederlage 2010 gegen die New Orleans Saints. 

Dazu viele Erlebnisse und Geschichten, wie zum Beispiel die Rückkehr von Peyton Manning mit den Broncos, oder auch der Rücktritt von Andrew Luck.

Die Nervosität, das einzigartige Gefühl, das man vor einem Spiel verspürt, das hält bis heute an. 

Doch die Serie drohte zu reißen. Und das wegen Corona. "Es wird sich seltsam anfühlen, nicht im Stadion zu sein", sagte sie.  

Nur 2500 Fans gegen die Vikings

Denn zum Spiel am Sonntag (ab 19 im Livestream auf ran.de) gegen die Minnesota Vikings dürfen nur 2500 Fans ins Stadion. 

Jockish gehörte nicht dazu. Ihr Platz sollte erstmals seit 1984 das heimische Sofa sein.

Bis Colts-Besitzer Jim Irsay die Geschichte der treuen Anhängerin las.

Und für ein Happy End sorgt.

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