Während der Einsatz von Green Bays Aaron Rodgers (l.) noch fraglich ist, hof... - Bildquelle: imago/ran.deWährend der Einsatz von Green Bays Aaron Rodgers (l.) noch fraglich ist, hoffen die Vikings auf Kirk Cousins. © imago/ran.de

Green Bay/München – Aaron Rodgers hatte den Ball schon geworfen, als Anthony Barr den Quarterback der Green Bay Packers heftig zu Boden brachte.

Rodgers fiel auf seine rechte Schulter, der 115 Kilogramm schwere Barr rollte sich über den Quarterback ab. Das Schlüsselbein des Schlüsselspielers der Franchise aus Wisconsin brach, die Saison der Packers war gelaufen. Ohne Rodgers, der das Herz und die Seele von "The Green and Gold" ist, verpasste das Team erstmals nach acht Jahren sogar die Playoffs.

Dass mit Barr im vergangenen Oktober ausgerechnet ein Linebacker der Minnesota Vikings für die Verletzung des mittlerweile bestbezahlten NFL-Spielers verantwortlich war, fügte der seit Jahrzehnten andauernden Rivalität zwischen Packers und Vikings ein weiteres Kapitel hinzu.

Ohne den verletzten Rodgers kassierten die Packers knapp zwei Monate später im Lambeau Field eine demütigende 0:16-Klatsche gegen die Vikings, was auch nicht gerade für Entspannung sorgte. Vor der Neuauflage des ohnehin stets umkämpften NFL-Nordderbys am Sonntag ist also ordentlich Druck auf dem Kessel. Vielleicht sogar noch mehr als sonst (Sonntag, ab 19 Uhr live auf ProSieben MAXX und im Livestream auf ran.de).

Dirty Hit oder regelkonform?

Während das Tackling gegen Rodgers von den Packers als "dirty hit" bezeichnet wurde, ist sich Barr keiner Schuld bewusst. Der Hit sei völlig sauber gewesen, an eine persönliche Entschuldigung vor dem Spiel am Sonntag denkt er nicht. "Ich rede nie vor Spielen mit gegnerischen Spielern, also mache ich mir darüber gar keine Gedanken", erklärte der Linebacker:

Die NFL bewertete die Szene jedoch ähnlich wie die Packers und führte nach dem folgenreichen Tackling sogar eine neue Regel ein, die als "Aaron-Rodgers-Rule" bekannt wurde. Die Regel besagt, dass Verteidiger bestraft werden, wenn sie sich mit ihren vollem Körpergewicht auf einen Quarterback fallen lassen. Schützen konnte diese neue Regel Rodgers in der vergangenen Woche aber nicht, Chicagos Defensive End Roy Robertson-Harris krachte auf das Knie des Signal Callers. Rodgers musste zunächst vom Feld, kehrte dann aber zurück und führte die Packers nach einer grandiosen Aufholjagd noch zum Sieg.

Rodgers schaut von Tag zu Tag

Nun zittern die "Cheeseheads" weltweit, ob der Quarterback mit seinem verstauchten und geprellten Knie gegen die Vikings spielen können wird. "In den letzten Tagen tat es ziemlich weh", erklärte der 34-Jährige: "Ich schaue von Tag zu Tag, wie es anfühlt. Hoffentlich kann ich dann am Sonntag spielen."

Dass Rodgers tatsächlich nicht spielen könnte, glaubt aber kaum jemand. Auch nicht Mike Zimmer. "Er kann übers Wasser laufen. Also wird er auch spielen können", sagte der Head Coach der Vikings.

Zumal das Spiel nicht nur für die Fans eine große Bedeutung hat. Es geht um die Vorherrschaft in der NFC North, um ein mögliches Heimspiel in den Playoffs. Um große Ambitionen, und ob diese berechtigt sind. Beide Teams träumen schließlich vom Super Bowl.

Davante Adams trainiert nur eingeschränkt

Den Super Bowl nannte kürzlich auch Equanimeous St. Brown als Ziel. Am Sonntag könnte der Packers-Receiver zunächst aber erstmal einen persönlichen Eindruck von der Packers-Vikings-Rivalität bekommen. Zuletzt konnte Davante Adams wegen einer Schulterverletzung nur eingeschränkt trainieren. Sollte der Starter ausfallen, könnte dies dem deutsch-amerikanischen Receiver mehr Einsatzzeit verschaffen.

Aus deutscher Sicht würde dies einem außergewöhnlichen Spiel noch eine besondere Note hinzufügen.

Christian Stüwe

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