Verrenkungen für seine Fans: Von Miller liebt die NFL, hat aber mit der inne... - Bildquelle: Getty ImagesVerrenkungen für seine Fans: Von Miller liebt die NFL, hat aber mit der inneren Ausgeglichenheit eine neue Waffe für sich entdeckt © Getty Images

München - Auch wenn Von Miller seit 2011 in der NFL aktiv ist, steht der achtmalige Pro Bowler vor einem so genannten "Prove-it-year". Er muss sich neu beweisen, denn sein Vertrag bei den Denver Broncos endet nach dieser Saison. Von seinen Leistungen in den kommenden Monaten wird abhängen, wie viel er künftig absahnen kann.

Umso mehr, da der Star-Linebacker die vergangene Spielzeit mit einer Sehnenverletzung im Sprunggelenk komplett verpasst hat. Und deshalb womöglich auch bei den Broncos nun genauestens beäugt wird. Dass er seine komplette NFL-Karriere unbedingt in Colorado verbringen will - von diesem Plan ist Miller zumindest ein bisschen abgerückt.

Von Miller will in NFL bleiben - "ob bei Broncos oder woanders"

Zum Start des Training Camp zeigt er sich offen - Hauptsache, seine Zukunft liegt in der NFL. "Ich möchte gerne weiterhin spielen. Ob das nun hier bei den Denver Broncos oder woanders sein wird, damit habe ich meinen Frieden gemacht", zitiert "ESPN" den einstigen Second-Overall-Pick: "Ich möchte noch fünf bis sieben weitere Jahre spielen, ich denke, das habe ich vor einigen Wochen schon Mal gesagt."

Dafür muss der 32-Jährige vor seiner elften Saison beweisen, dass er nichts von seiner Spritzigkeit verloren hat und seinem Ruf als Quarterback-Jäger alle Ehre machen. Auch wenn Miller selbst beteuert: "Ich denke nicht wirklich darüber nach, dass es mein letztes Vertragsjahr sein wird oder ob ich bei den Broncos bleiben werde."

Von Miller hat eine Befreiung hinter sich

Allerdings gibt er zu, in dieser Hinsicht eine Wandlung durchgemacht zu haben: "Vergangenes Jahr ging mir das ehrlicherweise schon auf die Nerven. Ich wollte es wirklich, ich wollte es wirklich - natürlich möchte ich hier bleiben. Ich möchte den Rest meiner Karriere hier verbringen, aber das hinter sich zu lassen, ist eine Art Befreiung für mich."

Zwei langfristige Verträge unterzeichnete der gebürtige Texaner bislang bei den Broncos. 2011 unterschrieb er als Rookie für vier Jahre und 21 Millionen US-Dollar, nach einem Jahr unter der Fifth-Year-Option für knapp zehn Millionen US-Dollar gab es dann 2016 den 114,1 Millionen US-Dollar schweren Kontrakt über sechs Jahre - damals ein Rekorddeal für einen Defensivspieler.

 

Trotz Ausgeglichenheit nach wie vor hungrig

Den damit natürlich gestiegenen Erwartungen gerecht zu werden, war nicht immer einfach. "Das vergangene Jahr zu verpassen, hat mir dabei geholfen, meinen Frieden zu machen", hebt Miller das Positive seiner Zwangspause hervor und erklärt: "Seinen Frieden zu machen und zufrieden zu sein, sind zwei völlig verschiedene Dinge."

Auch mit der neuen Ausgeglichenheit sei er nach wie vor hungrig: "Ich habe das Gefühl, dass man mit allem, was so passiert, seinen Frieden schließen kann. Aber du willst noch immer da rausgehen und die Liga in Sacks anführen, Defensive Player of the Year werden, all diese verrückten Dinge erreichen, aber ich mache meinen Frieden mit allem, was passiert."

Entspannt statt verbissen - so scheint Miller auf die Gegenwart und die Zukunft zu schauen. Unterschätzen sollte ihn aber niemand: "Ich fühle mich großartig. Ich laufe noch immer so schnell, hebe so viel wie diese Jungs."

Und auch hinsichtlich der Zahl seiner noch ausstehenden NFL-Spielzeiten wechselt Miller im Redefluss in den Entspannungsmodus: "Ich möchte mich da auf keine Zahl festlegen - falls es weniger werden, werden es weniger. Ich bin mit mir im Reinen, dass ich so lange in der Liga gespielt habe. Ich bin seit elf Jahren dabei und jedes davon war ein Segen. Ich möchte noch lange spielen."

Auch beim SB-Triumph im letzten Vertragsjahr

Den Grundstein dafür muss Miller in dieser Saison legen. Als er letztmals in ein letztes Vertragsjahr ging, mischte er die ganze Liga auf. Am Ende gewannen die Broncos etwas überraschend den Super Bowl 50 gegen die Carolina Panthers - nicht zuletzt dank Miller, der mit sechs Tackles, 2,5 Sacks und zwei Forced Fumbles zum MVP des Spies gewählt wurde.

In Denver hat wohl niemand etwas gegen eine Wiederholung unter gleichen Vorzeichen.

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