Rams-Coach Sean McVay sagt, er habe sich vorab zu intensiv auf den Super Bow... - Bildquelle: GettyRams-Coach Sean McVay sagt, er habe sich vorab zu intensiv auf den Super Bowl gegen die Patriots vorbereitet. © Getty

München/Los Angeles - Im diesjährigen Super Bowl haben die Los Angeles Rams eine herbe Niederlage einstecken müssen. Bei der 3:13-Pleite im größten Sport-Event der Welt gegen die New England Patriots zeigten die Rams zwar eine starke Defense-Leistung. Die Offensive ließ aber extrem zu wünschen übrig.

Gut drei Monate nach der Niederlage hat nun Sean McVay in der "Sports Illustrated" über den rabenschwarzen Abend gesprochen. Der "Coach of the Year" aus der Saison 2017 nimmt die Schuld daran, dass sein Team im Finale gescheitert ist, besonders auf sich.

 

Mehr Vorbereitungszeit als Problem

Ohne Frage gehört Sean McVay zu den akribischsten Arbeitern im Profi-Football. Wohl wenige Head Coaches bereiten sich so intensiv auf jede Partie vor, wie er. Videos zeigen, wie er sich an Plays erinnert, die eine Saison alt sind - und das mit zugehörigem Personal auf dem Feld und dem genauen Ausgang des Spielzuges! Aber genau diese Akribie könnte dem Coach im Super Bowl zum Verhängnis geworden sein.

Über die Vorbereitungszeit vor dem Spiel sagte McVay: "Bei den Vorbereitungen hatte ich die gesamte Zeit im Hinterkopf, dass ich eine Woche mehr Vorbereitungszeit habe, als sonst", sagte McVay, der daraufhin wohl etwas zu viel Zeit in die genaue Analyse des Gegners gesteckt hat.

Zu intensives Video-Studium

"Dieser Druck, den Game Plan zu finalisieren, war nicht so sehr da und das hat mich dazu gebracht, so viele Videos zu schauen, dass es meinen Denkprozess wohl etwas verwässert hat. Du kannst so viele Videos schauen, dass du die Perspektive verlierst", so der Rams-Coach. McVay gibt an, sich im Vorfeld alle 18 Spiele der Patriots aus der Saison 2018 noch einmal ganz genau angeschaut zu haben. Außerdem analysierte er zusätzlich nochmal die vergangenen zwei Super Bowls der Franchise um Tom Brady und Co. gegen die Philadelphia Eagles und die Atlanta Falcons.

Natürlich sagt McVay auch, dass es nun mal in seinem Naturell, seinem Instinkt liegt, sich intensiv vorzubereiten, aber "du hast so viel Zeit, dass du dich übermäßig vorbereitest und einige Sachen vergisst, die dich überhaupt erst dort hin gebracht haben."

McVay: "Habe mich isoliert"

McVay nennt aber neben dem Videostudium noch einen weiteren Punkt, den er sicherlich bei einer erneuten Super-Bowl-Teilnahme anders machen würde: "Ich habe es nicht geschätzt. Ich wusste zu schätzen, was die Saison gebracht hat. Aber ich hätte die Woche und die gesamte Veranstaltung mehr zu schätzen wissen müssen. Ich habe mich irgendwie isoliert, da ich keine Ablenkung wollte."

Für McVay und sein Team heißt es nun, bloß kein Super-Bowl-Hangover in die neue Spielzeit mitzunehmen - um sich dann eine zweite Chance zu erspielen, die gemachten Fehler zu korrigieren.

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