Dwayne Haskins. - Bildquelle: imago images / Icon SMIDwayne Haskins. © imago images / Icon SMI

München – Die 55 Yards bis zu Robert Davis legte Dwayne Haskins hüpfend zurück. 

Die Freude war ihm nicht nur deshalb anzusehen. Der erste Touchdown-Pass in der NFL ist eben etwas Besonderes. Auch wenn es "nur" die Preseason ist.

 

Doch klar: Wenn man als Rookie bei seinem Debüt zwei Interceptions wirft, kitzelt erstmals der Druck. Mit einem sehenswerten 55-Yards-Pass auf David beim 13:23 bei den Cincinnati Bengals lenkte der Erstrundenpick den Fokus darauf, womit er in der Liga auftrumpfen will: seinen enormen Arm.

Es war eine Art Vorgeschmack. Ein Ausrufezeichen in einem Dreikampf um die Starterposition bei den Washington Redskins. 

Routinier Colt McCoy kam verletzungsbedingt noch nicht zum Einsatz, er hat Probleme an seinem operierten Bein. Zugang Case Keenum arbeitet noch an der Feinabstimmung und der Chemie mit seiner Offense, was dazu führt, dass sein Spiel noch unspektakulär ist. 

Haskins hingegen zeigte sich in seinem zweiten Einsatz vor allem verbessert. Der First-Rounder brachte sieben seiner 14 Würfe an den Mann, warf für 114 Yards und besagten Touchdown. Sein QB-Rating: 101,5. Beim Touchdown-Pass, beim 3rd-and-six, antizipierte er den Laufweg seines Receivers und kam auch mit dem Druck durch den gegnerischen Pass Rush gut klar. "Das hat mich beeindruckt, denn es war nicht einfach", sagte Head Coach Jay Gruden.

Nicht schon wieder eine Interception

Haskins hatte sich vorher wie ein Mantra immer wieder gesagt: "Ich werfe keine Picks. Nicht schon wieder." Hat funktioniert. "Ich war etwas gelassener als letzte Woche. Ich fühlte mich mehr in meinem Element." Die klassische Rookie-Entwicklung mit Höhen und Tiefen.

Der 22-Jährige war mit seinem Auftritt zufrieden. "Ich habe versucht, den Ball das Feld runterzuwerfen, kluge Entscheidungen zu treffen." Von Gruden wird er vor allem dabei beobachtet, wie er sich zeigt und gibt. Körpersprache. Wie Haskins mit sich selbst umgeht, die Spieler kontrolliert, den Huddle. Führungsqualitäten.

"Dwayne zeigt Highlights", sagte Gruden. Aber wie Coaches nun mal sind, reiten sie gerne und lange auf den Fehlern herum. Die Haskins freilich noch macht. Gegen die Bengals vergab er auch einige Gelegenheiten. "Aber das ist ein Lernprozess", weiß sein Coach: "Er wird besser und besser."

Ob es für den Starter-Job reicht, ist weiterhin offen. Ein Ausrufezeichen hat er aber schon mal gesetzt.

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