Aaron Rodgers (M.) glänzte, Matt Ryan (l.) und Patrick Mahomes verletzten si... - Bildquelle: imagoAaron Rodgers (M.) glänzte, Matt Ryan (l.) und Patrick Mahomes verletzten sich. © imago

München - Auch ohne seinen verletzten Star-Receiver Davante Adams hat Aaron Rodgers einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere geschafft.

Erstmals in seiner langen Karriere gelang dem Quarterback der Green Bay Packers beim 42:24-Sieg gegen die Oakland Raiders ein statistisch perfektes Spiel.

Fünf Touchdown-Pässe, ein selbsterlaufener Touchdown und 25 erfolgreiche Pässe für 429 Yards brachten dem 35-jährigen Routinier ein Passer-Rating von 158,3. Mehr geht nicht. Außerdem ist Rodgers nun der neunte Quarterback in der NFL-Geschichte mit mehr als 350 Touchdowns, insgesamt sind es 351 in 172 Spielen.

Zweimal war Rodgers bereits MVP, in dieser Form dürfte er erneut ein heißer Kandidat für die Auszeichnung als wertvollster Spieler der NFL sein. Und die Packers ein Anwärter für den Super Bowl.

 

Ryan und Mahomes verletzt

Während Rodgers seine Magie zeigte, erlebten mehrere andere Spielmacher ein Martyrium. Matt Ryan von den Atlanta Falcons zog sich bei einem Sack von Aaron Donald im vierten Viertel eine Knöchelverletzung zu und kehrte nicht mehr auf das Spielfeld zurück. Die Falcons mussten sich den Los Angeles Rams mit 10:37 geschlagen geben.

Bereits am Donnerstag sorgte Patrick Mahomes für einen Schreckmoment. Der MVP der vergangenen Saison blieb im Thursday Night Game seiner Kansas City Chiefs bei den Denver Broncos mit einer offensichtlichen Knieverletzung liegen und musste vom Feld gebracht werden. Später entpuppte sich die Verletzung glücklicherweise "nur" als eine herausgesprungene Kniescheibe, der 24-Jährige wird in drei bis fünf Wochen wieder auf dem Spielfeld zurückerwartet. Und gewinnen konnten die Chiefs auch noch, 30:6 endete die Partie gegen die Broncos.

Lamar Jackson stellt Russell Wilson in den Schatten

Einen unerfreulichen Abend erlebte auch Russell Wilson. Der Spielmacher der Seattle Seahawks warf 221 Pässe in Folge ohne eine einzige Interception. Als am Sonntag dann aber doch mal wieder ein Ball beim Gegner landete, trug Cornerback Marcus Peters von den Baltimore Ravens das Ei auch noch gleich in die Endzone der Seahawks zurück.

Wilson, bislang ebenfalls in MVP-Form, wurde am Sonntag vom jungen Ravens-Spielmacher Lamar Jackson überstrahlt. Dieser lief selbst für 116 Yards, was die Anzahl seiner Rushing Yards in dieser Saison auf 576 erhöht. Damit wackelt der Rekord für erlaufene Yards eines Quarterbacks von Michael Vick aus der Saison 2006 (1039) bedenklich. Dazu kamen 143 Passing Yards beim 30:16-Sieg der Ravens gegen die Seahawks.

 

49er mit bestem Saisonstart seit 29 Jahren

In der Aufzählung der besten Spielmacher darf auch Jacoby Brissett von den Indianapolis Colts nicht vergessen werden, der beim 30:23-Sieg gegen die Houston Texans für vier Touchdowns und 326 Yards warf. Währenddessen geht in Jacksonville die Minshew-Mania weiter, mit dem eigentlichen Backup-Quarterback Gardner Minshew II bezwangen die Jaguars die Cincinnati Bengals mit 27:17.

Weitaus weniger Punkte gab es in Washington zu sehen, die Redskins verloren in einer von starken Regenfällen geprägten Partie mit 0:9 gegen die San Francisco 49ers. Für das Team aus Kalifornien ist es der beste Saisonstart seit 1990. Damals war noch ein gewisser Joe Montana der Quarterback der 49ers.

Dalvin Cook war da noch längst nicht geboren. Der 24 Jahre alte Running Back der Minnesota Vikings erlief am Sonntag beim 42:30 gegen die Detroit Lions zwei Touchdowns und 142 Rushing Yards, mit insgesamt 725 Rushing Yards führt er die NFL in dieser Wertung an. Die Vikings stehen nun bei einer Bilanz von fünf Siegen und zwei Niederlagen.

Dolphins weiter sieglos

Noch besser sind die New Orleans Saints, die durch ein 36:25 gegen die Chicago Bears ihre Bilanz auf sechs Siege bei einer Niederlage verbesserten. Davon können die New York Giants nur träumen, nach der 21:27-Niederlage gegen die Arizona Cardinals steht das Team aus dem Big Apple bei zwei Siegen und fünf Niederlagen. Weiter auf den ersten Sieg warten müssen die Miami Dolphins, die beim 21:31 gegen die Buffalo Bills zwar die meisten Punkte dieser Saison erzielten, aber trotzdem erneut verloren.

 

In der Erfolgsspur bleiben die Dallas Cowboys, die das späte Spiel am Sonntag gegen die Philadelphia Eagles gewannen und die NFC East mit vier Siegen und drei Niederlagen anführen.

Parkey trifft schon wieder den Pfosten

Zu guter Letzt sei hier noch Cody Parkey erwähnt, der ein schlimmes Deja-vu erlebte. Noch als Kicker der Chicago Bears sorgte Parkey für den famosen "Double Doink", als er beim entscheidenden Field-Goal-Versuch in den Playoffs gleich zweimal das Gestänge traf und daraufhin entlassen wurde.

Jetzt ist Parkey zurück in der NFL, die Tennessee Titans nahmen den Kicker unter Vertrag. In seinem ersten Spiel am Sonntag setzte er aber wieder direkt einen Extra-Punkt-Kick an den Pfosten und wurde zum Opfer von Hohn und Spott. Immerhin konnte er sich damit trösten, dass sich die Titans trotzdem knapp mit 23:20 gegen die Chargers durchsetzen konnten.

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