Zwei Männer, zwei Ligen: Während Roger Goodell (l.) als Commissioner der NFL... - Bildquelle: Getty ImagesZwei Männer, zwei Ligen: Während Roger Goodell (l.) als Commissioner der NFL vorsteht, hat Bill Polian die AAF mitgegründet © Getty Images

San Francisco/München - Die Alliance of American Football (AAF) ist schon in ihren ersten Wochen der Premierensaison in aller Munde. Nun will sich offenbar auch die NFL diesen Hype zunutze machen. Einem Bericht der "USA Today" zufolge ist eine engere Verzahnung der beiden Ligen geplant.

Einer der Gründer der AAF verriet dem Blatt, dass NFL-Profis künftig möglicherweise in die neue Liga ausgeliehen werden könnten. "Wir intensivieren die Gespräche", wird Bill Polian zitiert. Zwar habe noch kein offizieller Austausch stattgefunden, doch "viele Leute aus der NFL haben sich aus diesem Grund mit uns zusammengeschlossen".

"Spieler aus zweiter Hälfte des Roster und Entwicklungsteams"

Als potenzielle Leihspieler gelten etwa dritte Quarterbacks sowie "Spieler aus der zweiten Hälfte des Roster oder den Entwicklungsteams". So soll gerade jüngeren Akteuren mehr Spielzeit ermöglicht werden - und das unter recht namhaften Coaches. "USA Today" zählt in diesem Zusammenhang Steve Spurrier, Mike Singletary, Rick Neuheisel und Mike Martz auf.

Die AAF-Klubs könnten demnach sozusagen zu den Farm-Teams der NFL-Franchises mutieren. Ein solches System nutzen die Pendants in der MLB, NBA und NHL, um Talente an das Niveau der Top-Ligen heranzuführen. Der wichtigste Unterschied: Dort verlaufen die Saisons der Farm-Teams parallel, so dass die Profis spontan hin- und hergeschoben werden können.

Umsetzung frühestens 2020 möglich

Die Verzahnung von NFL und AAF würde frühestens in einem Jahr erfolgen - wenn nach dem Super Bowl LIV die zweite Saison des Ablegers startet. Polian, 2015 in die Hall of Fame der NFL aufgenommen, kündigt die Fortsetzung der Gespräche an. Ob diese aber zu einem erfolgreichen Ende geführt werden, sei noch nicht absehbar. Es gebe noch "mehrere arbeitsrechtliche Hürden" zu überwinden.

Zum Problem könnte die Zahl der AAF-Teams werden. Denn in der Liga gibt es lediglich acht Klubs, in der NFL sind viermal so viele Franchises am Start. Entsprechend dürfte es schwierig werden, den Wünschen all dieser Teams bei der Vermittlung der Talente gerecht zu werden.

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