Baker Mayfield kann den Giants-Pick Daniel Jones nicht nachvollziehen - Bildquelle: imagoBaker Mayfield kann den Giants-Pick Daniel Jones nicht nachvollziehen © imago

München - Baker Mayfield wurde im Draft 2018 als Heisman-Trophy-Gewinner von den Cleveland Browns an erster Stelle ausgewählt. Eine Bürde, die dem 24-Jährigen in seiner Rookie-Saison so wenig ausmachte, dass er nicht nur den Rookie-Touchdown-Rekord der NFL brechen konnte, sondern es auch geschafft hat, den gescholtenen Cleveland Browns neue Hoffnung zu schenken. 

Die Browns gehen mit einer berechtigten Aussicht auf die Playoffs in die Saison. Etwas, das vor anderthalb Jahren noch unvorstellbar gewesen ist. Der Neuaufbau ist geglückt. Das schon berühmte Selbstvertrauen des Spielmachers färbte offenbar auf die Franchise ab, in der Offseason konnte man sogar Odell Beckham Jr. nach Ohio holen. Die Browns wollen endlich gewinnen - und zwar mehr als nur ein Spiel. Oder sieben Spiele.

Davon sind die New York Giants noch weit entfernt. Die "Big Blue" haben den Neuaufbau gerade erst gestartet, der langjährige Franchise-Quarterback Eli Manning wird immer älter, Franchise-Gesicht Beckham Jr. fängt nun die Pässe von Mayfield und im Draft waren es auf einmal nicht mehr die Browns, sondern die Giants, die sich mit dem sechsten Pick für einen neuen Quarterback entscheiden mussten.

Die Wahl fiel bekanntermaßen auf Daniel Jones. Der Mann von Duke wurde nach der wohl wichtigsten Nacht seiner Karriere mit viel Unmut der Fans und einiger Experten-Kritik konfrontiert. Jetzt muss er sie alle vom Gegenteil überzeugen. Unter anderem Baker Mayfield. Der gab kürzlich ein Interview mit der "GQ" und scheint ebenfalls nicht von dem Giants-Pick überzeugt zu sein - wenn man den Zitaten glaubt.

Mayfield: "Ich kann es nicht glauben"

"Ich kann nicht glauben, dass sich die Giants für Daniel Jones entschieden haben. Das bringt mich um den Verstand", so Mayfield angeblich.

Auf die Frage, warum einige Quarterback-Scouts und Experten wohl nicht mehr vorhersagen könnten, was einen guten NFL-Quarterback ausmache, antwortete Mayfield: "Einige Leute denken zu viel darüber nach. Das ist der Punkt, an dem sie falsche Entscheidungen treffen. Sie vergessen, dass es um das Gewinnen geht."

Für Mayfield entscheidet sich die Frage nach dem richtigen Quarterback vor allem über die Resultate. "Entweder hast du einen Quarterback, der in der Vergangenheit viel gewonnen hat und der richtige Mann für sein Team war, oder halt nicht."

Jones kommt mit einer Duke-Bilanz von 17-19 in die NFL. Mayfield hingegen beendete seine Zeit am College mit einer Bilanz von 39-9.

Der Signal-Caller der Browns meldete sich mittlerweile mit einem Statement in seiner Instagram-Story und behauptet, die Zitate würden nicht der Wahrheit entsprechen:

"Das ist nicht, was ich gesagt habe ... nur um das klarzustellen. Ich habe außerdem gesagt, dass ich überrascht war, an erster Stelle gedraftet worden zu sein. Dann habe ich über die Mängel in der Bewertung von Quarterbacks und die Wichtigkeit von Siegen geredet. Reporter und Medien machen alles dafür, eine Clickbait-Story zu puzblizieren. Ich habe bislang nur Gutes über Daniel gehört und ich wünsche ihm nur das Beste."

Mayfield und Jones scheinen zwar komplett unterschiedliche Charaktere zu sein, allerdings verbindet sie Eines. Beide wurden früher gedraftet, als es ihnen vorhergesagt worden war. Mayfield strotzt zwar vor lauter Selbstvertrauen, aber dass ihn die Browns zum ersten Pick des Drafts 2018 gemacht haben, kam auch für ihn überraschend: "Ich hätte nicht gedacht, dass jemand einem Quarterback eine Chance geben würde, der nur knapp über 1,80m groß ist."

Mayfield vor dem Draft: "Ihr habt nur den 17. Pick"

Trotzdem hatte er keinen Zweifel daran, schon früh am Abend eine neue Heimat zu finden. So offenbart er im Interview außerdem, dass er sich von vorneherein nur die Playbooks von Teams mit frühen Draft-Picks angesehen habe. "Sie haben es gehasst", erzählt Mayfield von einem Treffen mit den Los Angeles Chargers. "Sie haben mich gefragt: 'Meinst du das ernst', und ich sagte: 'Ja, ihr habt nur den 17. Pick'".

Jones wird sich das wohl nicht erlaubt haben. Immerhin wurde Giants-GM Dave Gettleman nach dem Draft dafür angegangen, Jones nicht erst mit dem 17. Pick, den die Giants ebenfalls innehatten, ausgewählt zu haben. Denn angeblich sei kein anderes Team zwischen Pick 6 und 17 an Jones interessiert gewesen. Einige Experten sahen in Jones sogar nur einen Zweitrundenpick.

Nun ist es also seine Aufgabe, sie alle eines Besseren zu lehren. So wie Mayfield es bei den Browns getan hat.

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