Nicht immer einer Meinung: Rob Gronkowski (re.) musste sich von Bill Belichi... - Bildquelle: Getty ImagesNicht immer einer Meinung: Rob Gronkowski (re.) musste sich von Bill Belichick offenbar ein paar deutliche Worte anhören © Getty Images

München/ Foxborough - Bill Belichick zählt zu den mächtigsten Männern in der NFL. Schließlich hat der 65-Jährige die New England Patriots zum erfolgreichsten Klub des 21. Jahrhunderts geformt, ist seit 18 Jahren ihr Head Coach und de facto auch General Manager.

Kurzum: "The Hoodie" gehört zu den Personen, mit denen man es sich auf keinen Fall verscherzen will. Doch neben Tom Brady scheint es auch Rob Gronkowski darauf anzulegen. Wie der "Boston Herald" berichtet, schwört der Tight End wie der "GOAT" auf die "TB12 Method" - und damit verbunden auch auf Alex Guerrero, Bradys Buddy und Personal-Trainer.

Vor versammelter Mannschaft gemaßregelt

Das wiederum schmeckt Belichick überhaupt nicht - weshalb er "Gronk" der Zeitung zufolge im frühen Stadium der vergangenen Saison auch vor versammelter Mannschaft gemaßregelt haben soll. Die Botschaft dahinter: Spieler der Patriots sollen einzig und allein mit dem Trainerstab des Klubs arbeiten.

Zur Erinnerung: Auch zwischen dem Erfolgs-Coach und Brady soll es laut "ESPN" wegen Guerrero während der Spielzeit 2017 gekracht haben - was von beiden Seiten hinterher stets bestritten wurde. Auch Gerüchte über eine Verbannung des Brady-Gurus vom "Pats"-Trainingsgelände halten sich seit einem Artikel des "Boston Globe" hartnäckig.

Ex-Coach kennt Belichicks Situation

Das wiederum wäre laut Brian Billick der völlig falsche Weg. Der ehemalige Head Coach der Baltimore Ravens und heutige NFL-Experte hatte schon zu seiner Zeit mit diversen Profis zu tun, die ihren eigenen Trainer anschleppten. "Jeder möchte seinen persönlichen Unterstützer haben. Das zeigt sich jetzt auch bei Gronk", erklärt der 64-Jährige im "Boston Herald".

Der Gewinner des Super Bowl XXXV erinnert an seine Zeit als Coach: "Wir haben das angenommen, sie auf das Gelände und mit ihren Schützlingen arbeiten lassen. So konnten wir zumindest alles überwachen." Er verweist aber auch auf die damit eintretenden Schwierigkeiten: "Man muss dabei aber auch eine Grenze ziehen, wie viel Wissen von außerhalb aufgenommen werden soll." Natürlich gehe es nicht an, dass sich am Ende 53 Personal-Trainer auf dem Gelände tummeln würden.

Gronkowski hat rund zwei Kilo abgespeckt

Doch zurück zu den Patriots. Belichicks Schimpf-Tirade scheint Gronkowski nicht wirklich zu tangieren. Aktuelle Fotos zeigen ihn schlanker als jemals zuvor in seiner NFL-Zeit. Knapp 118 Kilo soll sein Kampfgewicht betragen - rund zwei weniger als in der vergangenen Saison. Da hat sich offenbar jemand in die "TB12 Method" verguckt.

Shannon Sharpe kann sich gut in den 28-Jährigen hineinversetzen. Der Tight End gewann drei Mal den Super Bowl. Zwei Mal mit den Denver Broncos und ein Mal mit den Ravens. Unter Billick war der Hall of Famer einer der Spieler, die das Privileg genossen, mit einem Personal-Trainer arbeiten zu dürfen.

"Gronk muss sich wohlfühlen"

Im "Boston Herald" schätzt der heutige Radio- und TV-Moderator die Situation bei den Patriots so ein: "Es kommt darauf an, dass sich Gronk wohlfühlt. Ich sehe da kein Problem, wenn jemand alle Möglichkeiten ausschöpft - etwa durch eine Diät oder durch besondere Übungen."

Der 49-Jährige zieht einen Vergleich zu seiner eigenen Karriere: "Ich hatte nicht die Maße von Gronk, aber ich wollte ab Jahr sechs oder sieben immer ein oder zwei Pfund pro Saison abspecken."

Gegner umkurven statt Tackles zu brechen

Möglicherweise wolle der Second-Round-Pick des Draft 2010 auf diesem Weg die Zahl der einzusteckenden Hits minimieren. Die Rechnung könnte so einfach wie logisch sein: Statt immer wieder Tackles durchbrechen zu müssen, könnte Gronkowski durch ein Plus an Geschmeidigkeit die Gegner leichter umkurven.

Für Sharpe würde sich mit "Gronk 2.0" aber nicht allzu viel ändern: "Er wird so effektiv wie immer sein, wenn Brady ihn anvisiert. Er wird bereit sein." Auch Billick macht der Konkurrenz wenig Hoffnung: "Man kann sich jetzt sicher Gedanken machen über seine Effektivität als Blocker, aber er ist nach wie vor stark und zäh."

Gronkowski 2017 nur eine Partie verletzt

Dafür spricht auch, dass sich "Gronk" schon während der vergangenen Saison damit gebrüstet haben soll, dass er sich so fit fühle. Tatsächlich verpasste der anfällige 1,98-Meter-Hüne nur eine Partie verletzt. 

Vom "TB12"-Weg scheint sich der fünfmalige Pro-Bowler jedenfalls nicht mehr abbringen zu lassen - trotz des vermeintlichen Ärgers mit Belichick. 

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