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München - Die Raiders spielen auch in dieser Saison in Oakland. So viel ist sicher. Doch die weitere Zukunft des dreimaligen Super-Bowl-Siegers steht in den Sternen.

 

Neben einer Rückkehr nach Los Angeles, wo "The Silver and Black" schon zwischen 1982 und 1994 beheimatet waren, scheint auch ein Umzug nach Las Vegas immer realistischer zu werden.

NFL-Offizieller spricht über Las Vegas

Nach dem jährlichen NFL-Meeting warnte jedenfalls ein hochrangiger Offizieller der Liga im Gespräch mit der "Los Angeles Daily News" davor, die "Sin City" als Standort völlig auszuschließen: "Natürlich müsste erst die Finanzierung stehen. Aber dann könnten sich die Raiders die Vorteile von Las Vegas zunutze machen."

Und dann stellt der NFL-Mann die möglicherweise alles entscheidende Frage: "Wollen die Raiders sich Los Angeles teilen oder Las Vegas für sich alleine haben?" Hintergrund: In der "Stadt der Engel" sind künftig die Rams zu Hause. Deren Besitzer Stan Kroenke plant ein 2,6 Milliarden US-Dollar (gut 2,3 Milliarden Euro) teures Stadion, in dem dann ab 2018 auch ein zweiter Football-Klub seine Heimspiele austragen könnte.

Chargers wären erste Wahl für Los Angeles

Auf der Pole Position stünden jedoch die San Diego Chargers, die möglicherweise ebenfalls einen Umzug anstreben. Der Klub von Dean Spanos besitzt eine Option auf den Standort-Wechsel innerhalb Kaliforniens, müsste diese bis Januar 2017 ziehen.

Die Raiders können also vorerst nur abwarten - und möglicherweise auch San Diego als künftige Heimat ins Auge fassen. "Wir werden Dean und den Chargers alle Zeit lassen, die sie benötigen", bleibt Boss Mark Davis gelassen: "Das ist nicht frustrierend, sondern Teil des Prozesses."

Zahlen zu Vegas-Stadion sind bekannt

Dennoch könnte die (Nicht-)Entwicklung in L.A. seinen Klub ins Spieler-Paradies treiben. Schon im Januar wurden Pläne für ein Stadion in Las Vegas vorgestellt. Die potentielle neue Raiders-Heimat würde 65.000 Fans Platz bieten und soll Baukosten von 1,2 Milliarden US-Dollar (knapp 1,1 Milliarden Euro) verschlingen.

Die Arena soll direkt am Strip entstehen - neben den weltberühmten Casinos und Luxushotels. Für die NFL wäre das trotz ihrer Anti-Glücksspiel-Politik wohl kein Problem. "Wir müssen verstehen, welchen Einfluss das auf uns haben könnte", gibt NFL-Commissioner Roger Goodell zu bedenken: "Die Klub-Besitzer müssten sich damit genauso arrangieren wie die Liga."

Noch in dieser Woche sollen die Pläne für den Neubau vorangetrieben werden - unabhängig von der Entscheidung der Raiders. Davis versprach aber schon einmal: "Die Raiders könnten Las Vegas eine Menge geben."