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München/Denver – Demaryius Thomas war zufrieden. Nur fünf Tage nachdem er am Deadline-Day von den Denver Broncos zu den Houston Texans getradet worden war, verhalf er seinem neuen Team mit drei Catches und 61 Receiving Yards zum Sieg über sein ehemaliges Team. Eine Genugtuung für den Mann, der in seiner NFL-Karriere zuvor nie ein anderes Trikot getragen hatte und der den Umgang mit ihm in Denver als respektlos empfunden hatte.

"Das war echt hart", sagte Thomas über die Tage vor der Deadline gegenüber "Orange & Blue radio", einer Radio-Station in Denver. Der Wide Receiver war vor allem nicht damit einverstanden, wie die Broncos mit ihm vor dem Trade umgingen. Vor dem Spiel der Broncos gegen die Kansas City Chiefs, zwei Tage vor dem Trade, hätte ihm sein Trainer Vance Joseph noch versichert, die Trade-Gerüchte seien nicht wahr.

Thomas sollte für die Rookies kürzer treten

Der 30-Jährige hätte sich mehr Offenheit vom Management um John Elway gewünscht, wenn es um seine Zukunft in der Organisation geht: "Ich dachte, wir gehen damit um wie Männer. Ich dachte mir schon, dass etwas passieren würde. Ich musste aber die Zähne zusammenbeißen und weitermachen, weil ich keine Gewissheit hatte", erzählte Thomas.

Schon vor dem Trade fühlte sich der Wide Receiver demnach vom Team nicht hinreichend wertgeschätzt. In der Saison haben sich bei den Broncos mit Courtland Sutton und DaeSean Hamilton zwei vielversprechende junge Receiver hervorgetan. Deshalb wurde Thomas offenbar darum gebeten einen Schritt kürzer zu treten, um den Rookies mehr Spielzeit zu verschaffen. Klar, dass der Erstrundenpick von 2010 darüber gar nicht begeistert war: "Ich habe mir gedacht: Mann, ich bin hier seit neun Jahren und du fragst mich und nicht die anderen Receiver? Das war echt respektlos, weil ich alles in dieses Spiel investiert habe und sie wollten mich für einen Rookie rausnehmen?"

"Das hat wehgetan"

Als einer der dienstältesten Spieler im Broncos-Kader hätte sich Thomas außerdem gewünscht, zu einem Kapitän des Teams ernannt zu werden, doch diesen Wunsch erfüllten ihm die Broncos nicht. Der 30-Jährige hatte zudem das Gefühl, er wäre als Sündenbock für die kriselnde Broncos-Offensive dargestellt worden. "Ich habe so viel für diese Organisation getan und nie ein böses Wort über jemanden gesagt. Ich war einfach professionell und habe meinen Job gemacht. Als sie gesagt haben, dass ich das Problem in der Offense war, hat das wehgetan."

Letztendlich zeigte sich Thomas doch noch versöhnlich und bedankte sich bei Fans und Verantwortlichen der Broncos für seine Zeit in Denver. Doch es wird wohl noch eine Weile dauern, bis er seinen unrühmlichen Abschied verdaut hat.

Julian Huter

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