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UFC-Titelfight: Aldo vs. McGregor

Conor McGregor: Vom Klempner zum König des Käfigs

In der Nacht vom 12. auf dem 13. Dezember greift Conor McGregor im Kampf gegen den unbesiegten Champion Jose Aldo nach dem UFC-Federgewichtstitel. Der exzentrische Ire mit den schnellen Fäusten nimmt im Vorfeld den Mund gewohnt voll. Den Kampf gibt es LIVE auf ranFIGHTING.de zu sehen.

01.12.2015 15:55 Uhr / ran.de/Christian Stüwe
Conor McGregor
Conor "Notorious" McGregor (l.) provoziert im Kampf gegen Dennis Siver im Januar. © imago/ZUMA Press

Las Vegas/München - Conor McGregors Eltern waren ziemlich wütend, als sich ihr Sohn vor einigen Jahren entschied, die Ausbildung zum Klempner abzubrechen und sein Glück als professioneller MMA-Kämpfer zu versuchen.

"Es wird euch leid tun, wenn ich erst Milllionär bin", sagte McGregor zu seinen Eltern: "Ich verspreche euch, mit 25 Jahren werde ich Millionär sein."

Damals lachten seine Eltern, doch er hielt sein Versprechen. Mittlerweile ist McGregor 27 Jahre alt, trägt bevorzugt Designeranzüge und postet bei Instagram Bilder mit bündelweise Geldscheinen oder seiner Sportwagen-Sammlung. Und die Eltern sind nach eigener Auskunft ziemlich stolz auf ihren Sohn.

McGregor greift am 12. Dezember nach dem Titel

Nachdem Ronda Rousey von Holly Holm entzaubert wurde und Jon Jones noch nicht wieder zurückgekehrt ist, ist der exzentrische Ire der Superstar der UFC.

Doch eines fehlt McGregor noch: Der Weltmeistertitel im Federgewicht. Den Gürtel will er sich nun endlich in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember im mit Spannung erwarteteten Titel-Fight gegen den unbesiegten Champion Jose Aldo holen. (ab etwa 5 Uhr LIVE auf ran FIGHTING)

"Wenn er da sein wird, werde ich ihn in der erste Runde K.o. schlagen", kündigte McGregor gewohnt vollmundig an. Dass Aldo tatsächlich zum Kampf erscheinen wird, ist für McGregor jedoch keineswegs selbstverständlich.

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Aldo sagte Titelkampf im Juli ab

Denn der Brasilianer musste den eigentlich für den 11. Juli angesetzten Titelkampf kurzfristig wegen einer Rippenverletzung absagen. McGregor unterstellte ihm jedoch Angst zu haben und eine Verletzung zu simulieren.

McGregor: "Ich spüre, dass er Angst hat. Ich habe ihn auf mentaler Ebene besiegt, bevor wir überhaupt gekämpft haben."

Aldo veröffentlichte daraufhin Bilder der angeblich gebrochenen Rippe, doch die Kontroverse ging weiter. Die Bilder würden eine alte Verletzung zeigen, vermutete selbst UFC-Präsident Dana White - stattdessen habe Aldo Schwierigkeiten gehabt, dass Gewichtslimit von 65 Kilogramm zu schaffen.

McGregor sichert sich den Interimstitel

Wie auch immer, McGregor kämpfte im Juli anstatt gegen Aldo gegen Chad Mendes, besiegte diesen durch K.o. in der zweiten Runde und sicherte sich den Titel des Interimschampion. Nun will der beliebteste Sportler Irlands den richtigen Titel – und hat mit der psychologischen Kriegsführung längst begonnen.

"Wach auf, Jose. Alles ist vorbei", twitterte der Ire knapp zehn Tage vor dem Kampf in Richtung des Champions. Für McGregors Verhältnisse ist eine solche Aussage fast schon zurückhhaltend, wie die Vorfälle im Januar vor dem Kampf gegen den deutschen Fighter Dennis Siver zeigen.

Keiner polarisiert wie McGregor

McGregor twitterte im Vorfeld ein Bild der Kontrahenten mit der Überschrift: "Küss meine Füße, Nazi." Offenbar wurde McGregor von einem Berater oder vielleicht auch von der UFC auf sein skandalöses Fehlverhalten hingewiesen. Er löschte den Tweet, zeigte sich aber nicht sonderlich einsichtig.

"Das tut mir leid. Was ist jetzt mit den Füßen?", schrieb McGregor in seinem nächsten Tweet in einer Mischung aus Slang und Deutsch.

Im Ring zeigte er sich dann arrogant wie immer. Schon vor der zweiten Runde ließ er sich von seinen Fans feiern und schlug Siver dann tatsächlich K.o.. Im Anschluss kletterte er blitzschnell aus dem Käfig, um den in der ersten Reihe sitzenden Jose Aldo aus kürzester Entfernung ins Gesicht zu schreien.

Wegen dieses Verhaltens polarisiert McGregor wie kein zweiter Kämpfer der UFC. Die eine Hälfte der Fans liebt ihn, die andere Hälfte will ihn am Boden sehen.

7.000 Iren in Las Vegas erwartet

In Irland ist McGregor ein Volksheld, 7.000 Fans werden ihren Landsmann nach Las Vegas in die ausverkaufte MGM Grand Garden Arena begleiten, die UFC rechnet mit einer Million Pay-per-View-Verkäufen.

Doch einfach dürfte es für McGregor nicht werden. Der 29-Jährige Aldo ist seit zehn Jahren unbesiegt und hält den Gürtel, seit die UFC 2010 eine Federgewichtsklasse einführte. Buchmacher und Experten sehen McGregor nur leicht im Vorteil.

"Notorious" McGregor prophezeit dennoch einen schnellen Knockout, sein Trainer John Kavanagh glaubt, dass der Kampf nicht länger als 60 Sekunden dauern wird. Am frühen Morgen des 13. Dezember wird sich zeigen, ob Conor McGregor sein Versprechen auch diesmal halten kann.

Mehr zum Kampf zwischen Aldo und McGregor sowie Infos zu Kampfsport live und zum ran FIGHTING-Abo gibt es auf  www.ranfighting.de

  • Verfügbarkeit: Der UFC-Kampfabend ist bei ran FIGHTING bis zum 11. Januar 2016, 23:59 verfügbar und kann bis zum 10. Januar 2016, 23:59 Uhr erworben werden.
  • Preis: Das UFC-Event ist für nur 14,99 Euro erhältlich.

Christian Stüwe

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