Motorsport

DEKRA übernimmt den Lausitzring - Motorsport-Zukunft fraglich

Der Lausitzring wechselt den Besitzer und dürfte damit in Zukunft nur noch am Rande als Motorsport-Standort genutzt werden.

17.07.2017 13:48 Uhr / SID
Der Lausitzring wird vermehrt als Teststrecke genutzt
Der Lausitzring wird vermehrt als Teststrecke genutzt © PIXATHLONPIXATHLONSID

Klettwitz (SID) - Der Lausitzring wechselt den Besitzer und dürfte damit in Zukunft nur noch am Rande als Motorsport-Standort genutzt werden. Die Sachverständigenorganisation DEKRA übernimmt die Rennstrecke in Klettwitz zum 1. November dieses Jahres von den aktuellen Betreibern, das gaben beide Seiten am Montag bekannt.

Künftig soll der Lausitzring schwerpunktmäßig als Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren dienen. Zu diesem Zweck wird DEKRA am Standort in Brandenburg einen zweistelligen Millionenbetrag investieren.

Die EuroSpeedway Verwaltungs GmbH, bisheriger Betreiber, wolle mit diesem Schritt "langfristig den Erhalt des Lausitzrings sichern, auch wenn sich damit der Schwerpunkt der Nutzungsart verschieben wird", hieß es in der Mitteilung: "Wir hoffen sehr, dass auch weiterhin Veranstalter das Angebot des neuen Eigentümers nutzen und starke Zuschauerveranstaltungen mit packendem Motorsport auf dem Lausitzring durchführen."

Eine der derzeit größten jährlichen Veranstaltungen auf dem Lausitzring ist das "Motorsport-Festival", bei dem unter anderem die DTM und das ADAC GT Masters ein gemeinsames Rennwochenende veranstalten. Ob dieses Event dem Lausitzring erhalten bleibt, war zunächst unklar. Das gilt auch für die Superbike-WM, die dort seit dem vergangenen Jahr wieder fährt.

Die bisherigen Eigentümer hatten die im Jahr 2000 erbaute Strecke 2009 übernommen. Nach anfänglichen Verlusten konnte der Betrieb in der Folge zumindest stabilisiert werden. Die Bildung von Rücklagen war aber nicht möglich, dadurch seien die nun notwendigen Sanierungen und Modernisierungen nicht realisierbar gewesen.

Es habe zuletzt zwar "auch in Brandenburg wieder eine zumindest kleine Bereitschaft" zur Unterstützung durch die Öffentliche Hand gegeben, teilten die EuroSpeedway-Betreiber mit: "Dennoch war es der zuständigen Politik nicht möglich, der Betreibergesellschaft einen ausreichenden Umfang an Unterstützung verbindlich zuzusagen, beziehungsweise zur Verfügung zu stellen."

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