Die deutsche Biathletinnen enttäuschten in Hochfilzen - Bildquelle: APAAPASIDSTEFAN ADELSBERGERDie deutsche Biathletinnen enttäuschten in Hochfilzen © APAAPASIDSTEFAN ADELSBERGER

Hochfilzen (SID) - Einen Tag nach dem Debakel im Sprint haben die deutschen Biathletinnen beim Weltcup in Hochfilzen die nächste historische Blamage erlitten. In der Staffel über 4x6 km kamen Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld), Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Vanessa Hinz (Schliersee) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) am Samstag nur auf Platz zwölf - noch nie war ein Frauen-Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) so schlecht klassiert.

Verfolgungs-Weltmeisterin Herrmann machte als zweite Läuferin alle Chancen auf eine Topplatzierung mit einem katastrophalen Stehendschießen zunichte. Von acht Patronen fanden nur zwei das Ziel, Herrmann musste gleich drei Strafrunden drehen. Der Rückstand auf die siegreiche norwegische Staffel betrug am Ende 3:05,6 Minuten. Auf die Plätze zwei und drei liefen Russland und die Schweiz.

"Es war ein miserabler Anschlag stehend", sagte Herrmann am ARD-Mikrofon: "Ich habe die Waffe einfach nicht ruhig gekriegt und hatte wirklich zu tun, überhaupt eine Scheibe zu treffen." Beim Weltcup-Auftakt in Östersund hatten die DSV-Frauen das Podest als Vierte noch knapp verpasst.

Schon am Freitag hatten die Biathletinnen im Sprint ein historisch schwaches Rennen abgeliefert, Herrmann war beim schlechtesten Weltcup-Abschneiden jemals als 41. beste Deutsche. Aufgrund der hohen Hypothek droht im Verfolger über 10 km am Sonntag (12.00 Uhr/ARD und Eurosport) die nächste Enttäuschung.

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