WM in Whistler: Mariama Jamanka auf Goldkurs - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDWM in Whistler: Mariama Jamanka auf Goldkurs © PIXATHLONPIXATHLONSID

Whistler (SID) - Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka (Oberhof) darf ein Jahr nach ihrem Sensationstriumph von Pyeongchang auf den nächsten großen Sieg hoffen. Zur Halbzeit der WM im kanadischen Whistler liegt die 28-Jährige mit Anschieberin Annika Drazek in Führung, 13 Hundertstelsekunden beträgt der Vorsprung auf Titelverteidigerin Elana Meyers Taylor aus den USA. Die Entscheidung fällt am Sonntagabend deutscher Zeit (ab 20.30 Uhr) in den Läufen drei und vier.

Die Olympia-Vierte Stephanie Schneider (Oberbärenburg) kämpft mit Anschieberin Ann-Christin Strack aussichtsreich um die zweite WM-Medaille ihrer Karriere. Schneider ist nach zwei Läufen Dritte, der Abstand zur Spitze beträgt allerdings schon 0,47 Sekunden. Anna Köhler (Winterberg/+1,07) ging mit Leonie Fiebig auf der schnellsten Bahn der Welt als Siebte in die Halbzeit.

Jamanka bestätigt damit auch auf der WM-Bühne bislang ihren Status als derzeit vielleicht weltbeste Pilotin - eine Entwicklung, die vor etwas mehr als einem Jahr noch nicht absehbar war. Ohne einen einzigen Weltcupsieg war sie zu den Winterspielen 2018 in Pyeongchang gereist, dort holte sie sensationell Gold. In diesem Winter folgten dann gleich vier Weltcupsiege in acht Rennen und am Ende der Gewinn der Gesamtwertung.

Allerdings zeigt Elana Meyers Taylor, dass sie auch im Alter von 34 Jahren noch das internationale Niveau mitbestimmt. Kurz vor der WM gewann die Weltmeisterin von 2015 und 2017 die Weltcups in St. Moritz und Lake Placid, sie kam damit rechtzeitig in Schwung.

Im ersten WM-Lauf von Whistler legte Jamanka dann zwar einen Bahnrekord vor, diesen unterbot Meyers Taylor aber gleich um eine Zehntelsekunde und führte zunächst. Im zweiten Durchgang bot Meyers Taylor dann vor allem durch einen ungewohnt schwachen Start aber Angriffsfläche, und Jamanka zog vorbei.