Cruisergewichtler Leon Harth verpasst in Polen Überraschungssieg - Bildquelle: imagoCruisergewichtler Leon Harth verpasst in Polen Überraschungssieg © imago

München - Es hätte der größte Triumph seiner Karriere werden sollen, doch der Detmolder Leon Harth hat die Chance verpasst, sich mit einem Sieg gegen einen ehemaligen Weltmeister für höhere Aufgaben zu empfehlen, sich selbst zum Anwärter für einen EM-Fight zu machen. 

In der Box-Samstagnacht vom 10. Dezember im polnischen Breslau hatte Krzysztof "Diablo" Wlodarczyk zwei entscheidende Vorteile auf seiner Seite: Das Heimpublikum und seine unglaubliche Routine von mehr als 50 Profikämpfen. Dabei hielt Harth anfangs gut mit, konnte den mit einem leichten Größenvorteil ausgestatteten auf Distanz halten. 

Harth: defensiv top, offensiv flop 

Allerdings machte der 28-Jährige insgesamt zu wenig, flüchtete sich immer wieder in die Umklammerung, um so den Schlägen seines Kontrahenten auszuweichen. "Diablo" konnte dennoch immer wieder einige Treffer landen, allerdings ohne nachhaltige Wirkung. 

In einem kräftezehrenden Kampf schenkten sich die beiden wenig, beide hatten auch mit kleineren Blessuren, Diablo an der Nase, Harth unter dem rechten Auge, zu tun, aber letztlich konnte Wlodarczyk, der sowohl IBF- als auch WBC-Weltmeister war, seinen Vorsprung Runde um Runde ausbauen. 

"Diablo" schnappt sich IBF-Interconti-Titel 

Am Ende fällten die Punktrichter ein einstimmiges Urteil (116:112, 115:113, 116:112). Somit ging der IBF-Interconti-Titel Im Cruisergewicht an den Polen. 

Um siegen zu können, hätte Harth seine Prophezeiung wahr machen und "den Teufel zurück in die Hölle schicken" müssen. Doch von einem Knockout war der Deutsche leider meilenweit entfernt. 

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