Danho, Hein und Ayari (v.l.n.r.) vertreten Deutschland bei UFC Hamburg - Bildquelle: Getty ImagesDanho, Hein und Ayari (v.l.n.r.) vertreten Deutschland bei UFC Hamburg © Getty Images

München - Die UFC kommt am 3. September 2016 zum fünften Mal mit einem Live-Event nach Deutschland. Die UFC Fight Night in Hamburg ist seit Wochen ausverkauft - ein Beweis für den wachsenden Erfolg des Kampfsport-Giganten aus Las Vegas. Am Kampfabend werden mehr als 10.000 Zuschauer in der Hansestadt erwartet.

Der TV-Sender ProSieben MAXX strahlt die Highlights in der Nacht zum 4. September ab 1:00 Uhr aus. Somit ist die UFC erstmals seit fünf Jahren wieder im deutschen Free TV zu sehen. ranFIGHTING.de zeigt das Hauptprogramm von Deutschlands Kampfsport-Event des Jahres am Samstag, dem 3. September, ab 21:00 Uhr live und exklusiv im Black Pass.

Im Hauptkampf von UFC Hamburg treffen die ehemaligen Schwergewichts-Champions Andrei Arlovski und Josh Barnett aufeinander. Zuvor steigen die schwedischen Stars Alexander Gustafsson und Ilir Latifi ins Octagon. Für Deutschland treten die Veteranen Nick Hein und Peter Sobotta sowie die Neulinge Jarjis Danho und Jessin Ayari an.

Die UFC in Deutschland

Die UFC hat hierzulande seit jeher einen schweren Stand. Ein strenger Jugendschutz sowie heftige Kritik an den sogenannten "Mixed Martial Arts" - von Politikern, Medien und manchen Teilen der Bevölkerung - erschwerten den amerikanischen Kampfsport-Veranstaltern den Zugang zum deutschen Markt.

Der Mixed-Martial-Arts-Sport wird jedoch von Jahr zu Jahr beliebter und mit ihm auch die UFC. Der Mainstream befindet sich in Reichweite, denn heutzutage berichten immer mehr Sport- und Online-Medien über den Marktführer in Sachen MMA.

Die Anfänge der UFC im deutschen TV

In den ersten elf Jahren nach der Gründung der UFC kamen deutsche Kampfsport-Fans nur über VHS-Kassetten aus dem Ausland in den Genuss hochklassiger MMA-Kämpfe. Am 31. Januar 2004 übertrug der Bezahlsender Premiere erstmals ein UFC-Event live: UFC 46 mit dem WM-Kampf der lebenden Legenden Randy Couture und Vitor Belfort.

Nur zwei Jahre später nahm Premiere die UFC-Events nach fehlgeschlagenen Verhandlungen mit der UFC aus dem Programm. UFC 57 war am 4. Februar 2006 der vorläufig letzte Pay-Per-View im deutschen TV.

Der erste deutsche UFC-Fighter

Während die hiesigen UFC-Fans in die Röhre guckten, kämpfte Dennis Siver, ein Landesmeister im Kickboxen, als erster Deutscher in der UFC. Am 21. April 2007 feierte der Mannheimer bei UFC 70 sein Octagon-Debüt. Neun Jahre später ist er immer noch ein Teil der UFC: 20 Kämpfe hat er bislang für die Organisation bestritten.

Erst letztes Jahr hatte Siver die bedeutende Chance, gegen den Superstar Conor McGregor anzutreten - im Hauptkampf der UFC Fight Night in Boston. Siver verlor die Begegnung vorzeitig, doch mit seinem professionellen Auftreten gegenüber dem provokanten Iren verdiente er sich den Respekt der Fans.

UFC debütiert in Deutschland

2009 sollte das Jahr werden, in dem der UFC in Deutschland der Durchbruch gelingt. Im März begann das DSF, drei UFC-Formate auszustrahlen: die Reality-Show "The Ultimate Fighter", die Highlight-Sendung "UFC Unleashed" sowie unter dem Namen "UFC Fight Night" die eigentlichen Events - jeden Samstag ab 23 Uhr.

Der TV-Vertrag war die Basis für das Live-Debüt. Trotz heftigen Gegenwinds von Politik und Medien organisierte die UFC am 13. Juni 2009 ihre erste Veranstaltung auf deutschem Boden: UFC 99 in Köln. Fast 13.000 Zuschauer jubelten den MMA-Legenden Rich Franklin und Wanderlei Silva zu, die den Hauptkampf bestritten.

BLM verbietet UFC-Formate

Die Freude über UFC-Sendungen im deutschen TV währte nicht lange. Die für das DSF zuständigen Medienwächter der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) verboten im März 2010 nach erneuter Prüfung genau die UFC-Formate, gegen die sie ein Jahr zuvor nichts einzuwenden hatten.    

Auf das TV-Verbot reagierte die UFC mit einer "Jetzt erst recht"-Einstellung. Bereits am 13. November 2010, nur wenige Monate nach dem TV-Verbot, kehrte die UFC mit einem Live-Event zurück: UFC 122 in Oberhausen. Trotz minimaler Werbung fanden über 8.000 Zuschauer den Weg in die Halle. Dennis Siver erzielte im Co-Hauptkampf gegen den Engländer Andre Winner einen der größten Siege seiner Laufbahn.

Die UFC Fight Nights in Berlin

Nach UFC 122 konzentrierte sich die UFC zunächst auf leichter zugängliche Märkte, während sie versuchte, Klarheit vor Gericht zu schaffen. Fast vier Jahre dauerte es bis zu ihrem Comeback in Deutschland. Am 31. Mai 2014 fand in Berlin eine UFC Fight Night statt, bei der die deutschen Starter Nick Hein und Peter Sobotta mit Punktsiegen überzeugten.

Nur 13 Monate später, am 20. Juni 2015, richtete die UFC bei der zweiten UFC Fight Night in Berlin ihren ersten WM-Kampf in Kontinentaleuropa aus. Joanna Jedrzejczyk, die polnische Weltmeisterin im Strohgewicht, verteidigte ihren Titel im Hauptkampf des Events gegen Jessica Penne - und die Lokalmatadore Hein und Sobotta fuhren erneut Siege ein. Bei der UFC Fight Night in Hamburg wollen die beiden Deutschen die Zuschauer wieder von den Sitzen reißen.

UFC auf ran FIGHTING

Seit Dezember 2015 ist die UFC auf ran FIGHTING zu sehen, einem Web-TV-Angebot von ProSiebenSat.1. ranFIGHTING.de überträgt die Hauptprogramme aller PPV-Veranstaltungen sowie ausgewählter UFC Fight Nights aus Europa und den USA. Mit den beiden Events in Berlin sowie der Partnerschaft mit ran FIGHTING hat die UFC gezeigt, dass sie weiterhin an den deutschen Markt glaubt - und die Weichen für eine noch erfolgreichere Zukunft gestellt.

Mehr Infos zu UFC Hamburg sowie Kampfsport rund um die Uhr findest du auf ranFIGHTING.de

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