Floyd Mayweather (l.) im Kampf gegen Manny Pacquiao - Bildquelle: SID-SID-AFPJOHN GURZINSKIFloyd Mayweather (l.) im Kampf gegen Manny Pacquiao © SID-SID-AFPJOHN GURZINSKI

Washington - Box-Superstar Floyd Mayweather (USA) hat einen seiner Titel verloren. Die World Boxing Federation WBO erkannte dem 37-Jährigen den WM-Gürtel ab, da er der obligatorischen Zahlung von 200.000 Dollar (180.000 Euro) bis zum Ablauf der Frist am vergangenen Freitag nicht nachkam. Maywather hatte sich den Gürtel am 2. Mai im Mega-Fight gegen Manny Pacquiao (Philippinen) gesichert. 

Die WBO-Regeln besagen, dass siegreiche Boxer nach dem Titelgewinn drei Prozent der Kampf-Börse an den Verband abtreten müssen, die Höchstgrenze liegt bei eben jenen 200.000 Dollar. Mayweather hatte für den Sieg gegen Pacqiao geschätzte 220 Millionen Dollar (200 Millionen Euro) kassiert.    

Allerdings hatte Mayweather bereits kurz nach seinem Sieg gegen Pacquiao angekündigt, seine Gürtel abgeben zu wollen. Laut Mayweathers Management sei dies ein Schritt, um jungen Boxern schneller eine Chance auf einen Gürtel zu geben. "Es geht darum, anderen eine Möglichkeit zu bieten", sagte Leonard Ellerbe, Geschäftsführer von Mayweather Promotions, der Washington Post. 

Mayweathers bewusste Entscheidung, auf seine Gürtel zu verzichten, könnte aber auch noch einen anderen Hintergrund haben. Der Box-Superstar ist vertraglich dazu verpflichtet, noch einen Kampf zu bestreiten. Da er bereits alle Titel gewonnen hat, die man als Boxer in seiner Gewichtsklasse gewinnen kann, wird spekuliert, dass Mayweather seinen letzten Kampf nicht als Titelkampf austragen möchte. 

Boxen-Videos