Nils Petersen schreibt Geschichte: SC Freiburg gegen 1. FC Nürnberg in Ballerlaune
- Aktualisiert: 27.07.2015
- 22:51 Uhr
- SID / ran.de
Der SC Freiburg legt dank seines Topstürmers Nils Petersen einen Start nach Maß in die Spielzeit hin. Allerdings müssen die Breisgauer trotz einer 4:0-Führung gegen den 1. FC Nürnberg noch arg zittern.
Freiburg - Nils Petersen hat am 1. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga Geschichte geschrieben. Der Stürmer des SC Freiburgs erzielte beim 6:3-Sieg der Breisgauer den frühesten Hattrick in der Historie des eingleisigen Unterhauses.
Der von Werder Bremen verpflichtete Stürmer verwandelte in der 8. und 11. Minute jeweils einen Foulelfmeter, ehe er aus einer Abseitsposition mit einem Rechtsschuss (13.) erfolgreich war. Keinem Spieler war es zuvor gelungen, seine Mannschaft so früh mit drei Toren in Führung zu schießen.
Schnellsten Hattrick knapp verpasst
Den schnellsten Hattrick verpasste Petersen allerdings knapp. Helmut Hampl für Hessen Kassel (1983) und Werner Lenz für Union Solingen (1979) waren um eine Minute schneller.
"Die drei Tore freuen mich ungemein. Damit konnte keiner rechnen, ich auch nicht. Aber das Tor zum 5:3 war angesichts dieses Spielverlaufs viel wichtiger", sagte Petersen bei "Sky". Nürnbergs Torschütze Kevin Möhwald entschuldigte sich derweil bei den mitgereisten Fans: "Sechs Gegentore, das ist einfach nur peinlich."
Trotz des Blitzstarts musste der Bundesliga-Absteiger aus Freiburg um seinen Auftaktdreier zittern, obwohl sie zwischenzeitlich mit 4:0 führten. Mike Frantz (41.) sorgte in einer turbulenten Partie gar für das 4:0, ehe es noch einmal spannend wurde. Kevin Möhwald (44.), Hanno Behrens (47.) und Alessandro Schöpf (53., Foulelfmeter) verkürzten für den Club auf 3:4. Erst Maximilian Philipp (61.) beruhigte mit dem 5:3 die Nerven der 23700 Fans. Julian Schusters 6:3 (90.+1) brachte die endgültige Entscheidung.
In der Schlussphase sah Nürnbergs Dave Bulthuis (84.) wegen einer Schiedsrichterbeleidigung zudem noch die Rote Karte.
Freiburg legt furios los
Vor 23.700 Zuschauern schien die Begegnung nach Petersens Turbo-Gala eigentlich entschieden. Der Torjäger, den Freiburg erst im Sommer fest von Werder Bremen verpflichtet hatte, weckte mit seinem Dreierpack Erinnerungen an sein Debüt im Breisgau. Ende Januar hatte die damalige Leihgabe im ersten Spiel für den SCF gegen Eintracht Frankfurt (4:1) ebenfalls drei Tore erzielt, damals benötigte er 24 Minuten.
Nun brauchte er ganze fünf Minuten für drei Tore. Freiburg waren die Umbauten der Sommerpause mit 15 Neuzugängen und zwölf Abgängen kaum anzumerken, auch die zwischenzeitliche Aufholjagd der Gäste warf das Team von Trainer Christian Streich nicht aus der Bahn.
Aufstiegsaspirant Nürnberg wartet nun bereits seit dem 23. März 2009 auf einen Sieg gegen Freiburg und findet sich zunächst am Tabellenende wieder.