Der ambitonierte Aufsteiger Uerdingen droht den Aufstieg in die 2.Bundesliga... - Bildquelle: Getty Der ambitonierte Aufsteiger Uerdingen droht den Aufstieg in die 2.Bundesliga zu verpassen. © Getty

München/Halle - Namhafte Verstärkungen und Trainerwechsel, all das hat nichts gebracht.

Die Startruppe des KFC Uerdingen hinkt in der der 3. Liga seinen Ansprüchen deutlich hinterher. Die vor der Saison als Mitfavorit für den Aufstieg in die 2. Liga gehandelten Uerdinger stecken mächtig in der Krise. Hinten zu anfällig, vorne zu harmlos. Die Aufstiegsplätze in weiter Ferne.

Das 0:4 in Halle war der nächste Offenbarungseid und die zweite vier Tore-Klatsche in der Rückrunde. Den letzten Sieg gab es am 17. Dezember gegen Wehen Wiesbaden, im Kalenderjahr 2019 stehen drei Niederlagen und zwei Unentschieden auf der Zwischenrechnung.

Millionen-Investitionen im Winter 

In insgesamt sieben Rückrundenpartien kassierte der Klub von Weltmeister Kevin Großkreutz 18 Gegentore.

Dazu klemmt es in der Offensive: Zwar führen die Ex-Bundesliga-Profis Maximilian Beister (7 Tore) und Stefan Aigner (6 Tore) die interne Torschützenliste an, dennoch sind die ambitionierten Krefelder für ihre Ansprüche zu harmlos vor dem Tor. 31 Saisontreffer sind der zweitschlechteste Wert der Top 10-Teams in der 3. Liga. In der Rückrunde gab es erst fünf Treffer.

Dabei verstärkten sich die Rheinländer in der Wintertransferperiode dank der Millionen von Investor Michail Ponomarew mit namhaften Spielern.

Neben den Ex-Bundesliga-Profis Adam Matuschyk (ehemals Köln) und Assani Lukimya (ehemals Bremen) wurden die beiden Angreifer Osayamen Osawe (FC Ingolstadt) und Adriano Grimaldi vom Ligarivalen 1860 München geholt. Letzterer kann der Mannschaft verletzungsbedingt nicht helfen. Von Europa League-Teilnehmer FC Zürich kam außerdem Roberto Rodriguez.

Der Gesamtmarktwert des Kaders beläuft sich auf knapp 8,5 Millionen Euro, der mit Abstand teuerste Kader der Liga.

Zum Vergleich: Wehen Wiesbaden liegt mit 6,9 Millionen auf Platz zwei. Tabellenführer Osnabrück hat einen Kader-Marktwert von 5,8 Millionen.

Vor Krämer-Entlassung auf Platz 3

Aufstiegs-Coach Stefan Krämer war zu Beginn der sich anbahnenden Talfahrt Ende Januar als Trainer freigestellt worden, zu diesem Zeitpunkt war der ehemalige Bundesligist auf Platz 3. Norbert Meier sollte den DFB-Pokalsieger von 1985 wieder auf Kurs bringen.

Doch unter Meier blieb die erhoffte Wende aus, im Gegenteil: der KFC verlor in der Tabelle weiter den Anschluss an die angepeilten Aufstiegsplätze. Nach der Niederlage gegen Halle steht Uerdingen auf Platz fünf mit sechs Punkten Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz.

Dort steht derzeit der Karlsruher SC, der allerdings noch ein Spiel weniger hat und an diesem Spieltag auf neun Punkte davonziehen kann.

Die Badener treffen im direkten Duell auf Tabellenführer Osnabrück, der sich mit einem Sieg weiter absetzten und mit 54 Punkten Richtung Aufstieg enteilen könnte. Auf den KFC könnten die Niedersachsen sich bei einem Sieg bereits 15 Punkte Vorsprung verschaffen.

Das hatten sich Großkreutz, Aigner, Beister und Co. vor der Saison andersrum vorgestellt.

Lukas Hiegle

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