Patrice Evra forderte zunächst den Ballon d'Or für Chelseas N'Golo Kante ode... - Bildquelle: 2021 Getty ImagesPatrice Evra forderte zunächst den Ballon d'Or für Chelseas N'Golo Kante oder Jorginho, die beide mit den Londonern Champions-League-Sieger wurden © 2021 Getty Images

München - Mit teils großem Unverständnis reagierten Fans und Medien auf die Wahl von Lionel Messi zum Weltfußballer 2021.

Der Star von Paris St. Germain, der im Sommer vom FC Barcelona in die französische Hauptstadt wechselte, verwies unter anderem Robert Lewandowski auf die Plätze. 

Lewandowski bekommt "Kacke-Award"

Besonders dem früheren Fußballstar Patrice Evra missfiel diese angebliche Bevorzugung Messis, wie er in einem kontroversen Tweet zum Ausdruck brachte. 

"Wenn France Football einen 'Poo Poo'-(englisch für Kacke; Anm. d. R.) Award kreieren muss, um die Leute glücklich zu machen, wenn man sich schuldig fühlt", schrieb der 40-Jährige zu seinem Tweet, der Bayern-Star Robert Lewandowski zeigt, wie er die Auszeichnung für den besten Stürmer in Händen hält. Dieser Award war extra neu geschaffen worden.

Kehrtwende von Evra

Während andere Experten vollste Zustimmung zu ihrer Kritik am Wahlergebnis beim Ballon d'Or erhielten, flog Evra sein Tweet aber umgehend um die Ohren. 

Ein User postete eine Aussage Evras, die er nur wenige Tage vor der Ernennung des Weltfußballers 2021 tätigte. Darin meinte der französische Ex-Nationalspieler, dass für ihn die Chelsea-Stars N'Golo Kante oder Jorginho den Ballon d'Or in diesem Jahr erhalten sollten. Das Duo gewann mit den "Blues" im Sommer 2021 die Champions League. 

Damit wurde Evra aber eben entlarvt, dass er eine Kehrtwende in seiner Meinung um den für ihn vermeintlich richtigen Gewinner des Ballon d'Or machte, weil er sich nun eben auf einmal für den gegen Messi unterlegenen Lewandowski einsetzte.

Natürlich lag da auch in den sozialen Medien die Vermutung nahe, dass sich der frühere ManUtd-Star vor allem über eines am meisten ärgerte: Dass ausgerechnet Messi erneut die Trophäe gewann. Doch auch darauf reagierte Evra, diesmal nicht mit einem Tweet, sondern gleich mit einem Video, das er auf seine sozialen Kanäle hochlud. 

Evra: "Ich hasse Lionel Messi nicht"

In seinem Statement über 1:40 Minuten erklärte Evra seine Sicht der Dinge, vor allem, dass er Lionel Messi "nicht hasst" und er nicht nur grundsätzlich gegen den den Ballon-d'Or-Sieger aus Argentinien sei, weil er eben gleichzeitig Freund und Ex-Mitspieler von dessen ewigen Rivalen Cristiano Ronaldo ist. 

Vielmehr bezichtigte Evra in seiner "Abrechnung" unter anderem die Organisatoren im Fußball, als auch jene der Weltfußballer-Wahl, der Korruption. Daher sei der Sieg Messis bei der diesjährigen Wahl zum Ballon d'Or laut Evra letztlich auch genau so vorhersehbar gewesen.

Andere Fußballgrößen äußerten ebenfalls ihre Verwunderung oder gar Kritik an der erneuten Wahl Messis zum Weltfußballer. So twitterte etwa der frühere Bundesliga-Torjäger Jan-Age Fjörtoft voller Sarkasmus. 

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