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Düsseldorf/München - Donata Hopfen, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL), hat zur Eröffnung der zweitägigen Messe SportsInnovation 2022 in Düsseldorf ihre Vision des Fußballs der Zukunft vorgestellt. "Wir wollen die digitalste Fußballliga der Welt sein", sagte die DFL-Chefin vor 1200 Gästen in der Merkur Spiel-Arena. 

"Vor uns liegen unglaublich große Chancen - die digitalen Möglichkeiten und Formate sind noch längst nicht ausgeschöpft", betonte Hopfen. Laut Berichten wurden sogar bereits Mini-Drohnen getestet, um während eines Spiels Interviews auf dem Rasen durchzuführen. Das verneinte die DFL nun in einer offiziellen Stellungnahme auf "Twitter".

Andere technische Innovationen stehen aber weiterhin auf dem Plan. Vor allem die jüngere Generation will die DFL mit dem "Erlebnis Bundesliga" ansprechen. Es sollen mehr digitale Features wie Virtual-Reality-Unterstützung für Smartphones kommen, die Kameras in den Stadien für die Live-Übertragungen sollen laut Hopfen noch vielfältiger und spektakulärer werden.

Fokus auf die Fans

"Ich glaube, dass sich die Branche rasant weiterentwickelt", betonte Hopfen in ihrer Rede, sie möchte den deutschen Profifußball fitmachen für die Herausforderungen der kommenden Jahre. Zu ihren fünf Kernthesen gehörte aufgrund der wachsenden großen Datenvielfalt "die Personalisierung der Inhalte". Das Ziel sei, Inhalte den Wünschen der jeweiligen Zielgruppen entsprechend anzupassen und anzubieten.

Eine weitere neue Idee ist der "Interactive Feed", der es Fans erlauben soll, die Bundesliga-Konferenz nach Wunsch zu konfigurieren, bestimmte Szenen zu wiederholen und individuelle Spieldaten abrufen zu können. Auch sollen alle 20 Feldspieler durchgehend im Blick behalten werden und Informationen und Grafiken über sie für den Zuschauer am Bildschirm abrufbar sein.

Mit dem "Social Media Matchday Feed" soll es für Social-Media-Reporter der Vereine möglich sein, vor, während und nach den Spielen per Smartphone zusätzliche Inhalte live zu liefern.

Hopfen: "Werte und Traditionen nicht außer Acht lassen"

Hopfen scheint den Pfad des ehemaligen DFL-Chefs Christian Seifert fortzusetzen und sogar zu erweitern. Es gelte auch in Zukunft, entsprechende Reichweiten national und international zu generieren und wenn möglich zu erhöhen. Hopfen appellierte, Althergebrachtes zu hinterfragen, offen zu sein für Neues mutig und flexibel anzugehen.

Es sei aber wichtig, die Fan-Interessen noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken, ohne die Werte und Traditionen außer Acht zu lassen. Hopfen möchte den technologischen Fortschritt im deutschen Profifußball gleichzeitig weiter vorantreiben und die traditionellen Fans nicht abschrecken. Keine leichte Aufgabe.

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