Gegen Belgien kassierte die deutsche U21 einen herben Dämpfer. - Bildquelle: imago images / Beautiful SportsGegen Belgien kassierte die deutsche U21 einen herben Dämpfer. © imago images / Beautiful Sports

Freiburg - Das hatte sich die deutsche U21-Nationalmannschaft ganz anders vorgestellt.

Top motiviert, mit vollem Elan und angetrieben von rund 16.500 enthusiastischen Fans im Freiburger Schwarzwald-Stadion, ging das Team von U21-Bundestrainer Stefan Kuntz in die Partie der EM-Qualifikation gegen Belgien. Es sollte ein spielerisches Feuerwerk werden - doch am Ende wurde es in gewisser Weise ein Waterloo.

Die deutsche Mannschaft erlebte einen bitteren Abend und musste sich nach einem regelrechten Fehlerfestival den Gästen mit 2:3 geschlagen geben.

"Wir hatten uns so viel vorgenommen und wollten den Zuschauern hier auf den Rängen etwas Besonderes bieten. Leider ist uns das ausgerechnet heute nicht gelungen", resümierte Ridle Baku sichtlich enttäuscht.

Individuelle Fehler und Konteranfälligkeit

Viele individuelle Fehler - aber auch die überhaupt nicht vorhandene Absicherung bei Kontern - brachen der deutschen Mannschaft an diesem verregneten Nachmittag im Breisgau regelrecht das Genick.

"Ich will und muss die Jungs da ein Stück weit in Schutz und dafür uns als Trainerteam mehr in die Verantwortung nehmen", stellte sich U21-Bundestrainer Stefan Kuntz nach der Partie demonstrativ vor sein Team: "Wir hätten unseren Spielern in der Vorbereitung auf dieses Spiel die Kontervermeidung und -verteidigung vielleicht noch besser erklären und sie somit noch besser auf Belgien vorbereiten müssen."

Und weiter: "Die drei Tore wären aber unter dem Strich mit ein bisschen besserer Antizipation und mehr Engagement sicherlich zu verteidigen gewesen - wir wissen also, woran wir in Zukunft arbeiten müssen."

Zudem hätte sich bei der Niederlage durchaus bemerkbar gemacht, dass "die Belgier viel mehr Spieler in ihren Reihen haben, die regelmäßig in ihren Klubs zum Einsatz kommen. So sind sie im Spielrhythmus und verfügen außerdem auch über die nötige Zweikampfhärte". Genau die haben die DFB-Junioren vermissen lassen.

Kuntz hat nur einen Wunsch ans Christkind

"Deswegen wünsche ich mir persönlich nichts vom Christkind, sondern wünsche mir für meine Jungs, dass sie bis zu den nächsten U21-Länderspielen im März 2020 in ihren Vereinen mehr Einsatzzeiten bekommen", so Kuntz.

Auf die Nachfrage, wie das klappen könnte, erwiderte er nur: "Eine Gesamtlösung habe ich auch nicht parat - ich würde es uns und vor allem den Spielern einfach nur sehr wünschen. Denn man sieht, wie gut es uns tut, wenn ein Spieler wie Dennis Geiger mit auf dem Rasen steht, der in Hoffenheim zum Stammpersonal gehört."

Auch den aktuell verletzten Arne Maier erwähnte der U21-Coach in diesem Zusammenhang, auf dessen "Rückkehr ich mich jetzt schon freue".

Doch trotz der Niederlage im letzten U21-Länderspiel des Jahres 2019 zog Kuntz eine insgesamt positive Bilanz - vor allem für diese vor etwa drei Monaten erst komplett neu zusammengewürfelte Mannschaft.

"Vor allem von den Ergebnissen her war das bis heute absolut in Ordnung, der Start dieser 'neuen' Mannschaft ist aus meiner Sicht komplett gelungen. Das Engagement und die Einsatzbereitschaft dieser Jungs sind top. Jetzt müssen wir nur noch einige Fehler abstellen, dann werden wir auch in Zukunft wieder erfolgreich sein", sagte Kuntz.

Am besten gleich im März 2020, wenn er mit seinem Team auf Österreich und in der U21-EM-Qualifikation auf Wales trifft (beide Spiele live auf ProSieben MAXX und im Livestream auf ran.de).

Aus Freiburg berichtet: Dominik Hechler

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