Luca Waldschmidt erzielte in der abgelaufenen Bundesliga-Saison neun Tore. - Bildquelle: GettyLuca Waldschmidt erzielte in der abgelaufenen Bundesliga-Saison neun Tore. © Getty

Bologna – Es gibt manchmal so Phasen im Leben, da gelingt einem einfach alles. Komme was wolle. So ist das in diesen Tagen der U21-Europameisterschaft in Italien und San Marino auch bei Luca Waldschmidt. Der deutsche Stürmer trifft nach Belieben, er ist der absolute Shooting-Star dieses Turniers.

Beim 4:2-Halbfinalerfolg gegen Rumänien erzielte der Goalgetter bereits seine Turniertreffer sechs und sieben – damit ist er mit dem bisherigen U21-EM-Rekordtorschützen Marcus Berg gleichgezogen. Der Schwede spielte einst – wie Waldschmidt – beim Hamburger SV. 

"Erfolg der Mannschaft steht über allem"

"Das freut mich natürlich, aber am Ende steht der Erfolg und erneute EM-Titelgewinn der Mannschaft über allem", gibt sich der Profi des SC Freiburg bescheiden. "Wenn ich dem Team mit meinen Toren helfen kann, ist das schön." Man nimmt Waldschmidt diese Zurückhaltung ab, hat nicht das Gefühl, dass er aufgrund seiner starken Leistungen die Bodenhaftung unter den Füßen verliert.

Es gäbe allerdings auch keinen Grund dazu. Denn nachdem er sich weder bei Eintracht Frankfurt, noch beim HSV wirklich durchsetzen konnte, gelang dem 23-Jährigen nun in der vergangenen Saison im beschaulichen Breisgau endlich der persönliche Durchbruch. Seine Bilanz der Bundesliga-Saison 2018/2019: 30 Spiele, neun Tore und drei Vorlagen. Bemerkenswert. Und jetzt auch noch dieses bärenstarke Turnier.

Freiburger wollen Waldschmidt nicht "versilbern"

Natürlich hat Waldschmidt sich mit seinen Toren und überzeugenden Auftritten bei dieser U21-EM längst in die Notizbücher großer Klubs gespielt. Sein Marktwert stieg innerhalb eines Jahres von fünf auf zwölf Millionen Euro. Aber: Die Freiburger Verantwortlichen meldeten sich bereits in den vergangenen Tagen zu Wort und machten unisono klar, dass sie ihr Sturm-Juwel nicht "versilbern wollen".

Wenn es nach ihnen geht, soll der Torjäger noch ein bisschen in Freiburg bleiben – immerhin hat Waldschmidt dort noch Vertrag bis Ende Juni 2022. Ob sie ihn jedoch im Breisgau halten können, ist eine andere Frage.

"Rumänien-Spiel gibt zusätzliches Selbstvertrauen"

Zunächst einmal konzentriert sich der 23-Jährige nun sowieso erst einmal auf das U21-EM-Finale gegen Spanien. "Wer in einem Endspiel steht, will das natürlich auch gewinnen. Ich denke, dass uns der Sieg gegen Rumänien noch enger zusammengebracht hat, immerhin lagen wir zum ersten Mal bei diesem Turnier zurück und konnten die Partie noch drehen. Das gibt Selbstvertrauen", so Waldschmidt, der das Spiel gegen Spanien am Sonntag in Udine (20:45 Uhr) "genießen möchte". Klar, es ist immerhin die letzte Gelegenheit für diesen Jahrgang in dieser Konstellation etwas zu gewinnen. 

Waldschmidt jedenfalls ist guter Dinge. Zumal er unbedingt noch einmal richtig feiern möchte. "Mo Dahoud und ich mussten nach dem Rumänien-Spiel ja direkt zur Doping-Kontrolle und haben somit die Kabinen-Party verpasst. Ich hoffe, dass wir am Sonntag nochmal einen Grund haben, die Kabine auseinander zu nehmen." Diesem Satz folgte ein breites Grinsen des bescheidenen Shooting-Stars dieser U21-EM.

Aus Bologna berichtet: Dominik Hechler

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