Der Aston Martin Vantage GT3 auf dem Nürburgring? Leider nicht bei der DTM - Bildquelle: Alexander TrienitzDer Aston Martin Vantage GT3 auf dem Nürburgring? Leider nicht bei der DTM © Alexander Trienitz

Die Vorzeichen waren vielversprechend, doch laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' gibt es beim nach dem T3-Motorsport-Ausstieg geplanten DTM-Comeback von Nicki Thiim in einem Aston Martin Vantage GT3 Schwierigkeiten.

Der Däne wird beim Auftakt der zweiten Saisonhälfte, der in einer Woche auf dem Nürburgring stattfindet, definitiv nicht am Start sein. Die schwierige Finanzierung dürfte die Ursache sein.

Ursprünglich waren diese Saison noch Gaststarts - einer davon auf dem Nürburgring - mit dem Aston-Martin-Werksfahrer geplant gewesen. Sogar ein zweites Auto mit einem Piloten, der Geld mitbringt, war Thema.

Erneut kein T3-Lamborghini am Start

Die DTM wäre somit in den Genuss einer siebten Marke gekommen, nachdem es bereits vor der Saison Pläne gegeben hatte, Thiim in einem Aston Martin Vantage GT3 zum DTM-Debüt zu verhelfen.

Doch das ist nicht die einzige Absage vor dem Start in die zweite Saisonhälfte: Auch Thiims Ex-Team T3 Motorsport wird beim Auftakt zur zweiten Saisonhälfte auf dem Nürburgring nicht am Start sein. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat die Mannschaft für das bevorstehende DTM-Wochenende bereits offiziell abgesagt.

Seit dem Imola-Wochenende ist es um die Mannschaft aus Dresden, die unter finanziellen Problemen leidet, still geworden - übrig geblieben ist nur das Engagement im ADAC GT Masters um Fahrer Maximilian Paul, dessen Vater Tobias Paul einer der drei Gesellschafter von T3 Motorsport ist. Er führt das Projekt um seinen Sohn unter dem Namen Paul Motorsport weiter.

So hoch ist die Strafe für T3 Motorsport

Übrigens: Mit jedem Nichtantreten steigen die Strafzahlungen, die T3 Motorsport an die DTM-Dachorganisation ITR entrichten muss: Durch das unterschriebene Commercial Agreement mit der ITR hat man sich vor der Saison gebunden, mit zwei Autos an allen Veranstaltungen der Saison teilzunehmen.

Jedes Mal, wenn man dem nicht nachkommt, muss man pro Auto 40.000 Euro bezahlen. Das würde nach dem dritten Wochenende ohne das T3-Team insgesamt 240.000 Euro ergeben. Fährt man diese Saison gar nicht mehr, was Insider für nicht unwahrscheinlich halten, müsste man fast eine halbe Millionen Euro überweisen.

Daraus ergibt sich, dass am Nürburgring 27 Autos am Start stehen werden. Denn mit dem erst 17-jährigen DTM-Trophy-Youngster Theo Oeverhaus, der im Walkenhorst-BMW an der Seite von Marco Wittmann und Esteban Muth antreten wird, darf sich die Traditionsserie mit dem jüngsten Piloten der DTM-Historie über einen Gaststart freuen.