München/Valencia - Befreiungsschlag von Andre Lotterer!

Nach fünf punktelosen und teilweise desaströsen Rennen fuhr der Porsche-Pilot im sechsten Lauf der Formel E in Valencia als Zweiter auf das Podium. Er profitierte dabei von einer Fünf-Sekunden-Strafe des Zweitplatzierten Norman Nato (Venturi), der dadurch Fünfter wurde.

"Das ist perfekt gelaufen. Wir waren von Anfang an auf einer guten Strategie, ich konnte zudem die Reifen gut managen. Ich war nahe dran am Sieg, aber endlich haben wir die ersten Punkte", sagte Lotterer.

Den Sieg sicherte sich Rookie Jake Dennis, der im BMW von der Pole Position weg souverän das Rennen kontrollierte. Dritter wurde Alex Lynn im Mahindra.

Plastikplane bei Rast

Ein starkes Rennen lieferte auch Rene Rast im Audi. Der DTM-Champion war nur von Startplatz 14 aus ins Rennen gegangen, arbeitete sich aber stetig nach vorne, am Ende wurde er Sechster. Zufrieden war er trotzdem nicht, denn es war mehr drin.

"Ich habe eine Plastikplane aufgesammelt, die am Frontflügel hängengeblieben ist. Ab da habe ich keine Pace mehr gehabt und wir sind am Ende auf Nummer sicher gegangen. Wir hatten extrem viel Pech, sonst hätten wir auf dem Podium gestanden", sagte Rast.

Enttäuschend verlief das Rennen für Pascal Wehrlein und Maximilian Günther. Günther wurde nach einem verpatzten Qualifying mit Startplatz 24 nur 12., für Wehrlein reichte es nur zu Rang 18.

In der Gesamtwertung liegt Rast mit 39 Punkten als bester Deutscher auf Platz sechs. An der Spitze tat sich diesmal nichts, denn die ersten fünf Fahrer gingen im Rennen komplett leer aus. Es führt Nyck de Vries mit 57 Punkten vor seinem Mercedes-Teamkollegen Stoffel Vandoorne (48), dahinter liegen Sam Bird (Jaguar) und Robin Frijns (Virgin) gleichauf mit 43 Zählern. Fünfter ist Sam Bird (Jaguar/39).

Zurückhaltende Anfangsphase

Der Samstag in Valencia ging mit dem Energie-Chaos am Ende in die Geschichte der Rennserie ein, vielen Fahrern war kurz vor Schluss die Leistung ausgegangen. Dafür sorgten auch die widrigen Bedingungen im Regen, die insgesamt fünf Safety-Car-Phasen zur Folge hatten.

Der Start am Sonntag erfolgte dann aber im Trockenen. Dabei verteidigte Dennis seine Führung vor Lynn, Turvey und Nato. Lotterer fiel auf Rang sieben zurück. 

Im Vergleich zum wilden Rennen am Samstag ging es diesmal zurückhaltend zu, die Fahrer belauerten sich, Angriffe waren vor allem an der Spitze selten. Hinzu kam: Das Feld lag eng beisammen, weshalb die Fahrer die Nutzung des Attack Mode lange hinauszögerten, um nicht zu viele Plätze zu verlieren.

28 Minuten vor dem Ende kam Bewegung in die Sache, als es mit dem Attack Mode einige Überholmanöver gab. Dennis behielt die Führung vor Lynn und Nato, dafür hatte sich Lotterer in Richtung Podiumsplatz verbessert. Auch Rast war als Neunter inzwischen in den Punkten, die Gesamtführenden de Vries und Vandoorne als 14. und Elfter auf dem Weg dorthin.

Und Rast wollte es wissen: Der DTM-Champion nutzte die zweite Phase mit Zusatz-Power, um sich 15 Minuten vor dem Ende bis auf Platz drei vorzuarbeiten. Stark: Er konnte bis auf Lotterer die Konkurrenz anschließend lange hinter sich halten, ehe er Lynn und Rowland doch noch passieren lassen musste.

Am 8. Mai ins Fürstentum

Drei Double Header gab es bislang, weiter geht es mit dem siebten Saisonrennen in Monaco. 

Das Besondere daran: Das Streckenlayout für den Lauf am 8. Mai live in SAT.1 und im kostenlosen Livestream auf ran.de wird identisch zu dem der Formel 1 sein. Insgesamt ist der Formel-E-Tross schon zum vierten Mal in Monaco zu Gast.

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