Der britische Formel-E-Fahrer Oliver Rowland hat sich bei einem Unfall in Monaco an der Hand verletzt. Sein Team Mahindra Racing gab nach einer Untersuchung im Krankenhaus jedoch Entwarnung, dass er sich zumindest keine Brüche zugezogen hatte.

"Oliver hat sich diesen Nachmittag während des Formel-E-Rennens in Monaco eine Verletzung an seiner linken Hand zugezogen", erklärte Mahindra am Samstagabend via Twitter. "Nachdem er zunächst von den Ärzten an der Strecke untersucht worden war, wurde er ins 'Princess Grace Hospital' von Monaco gebracht, um ihn röntgen zu lassen."

"Glücklicherweise keine gebrochenen Knochen"

Weiter heißt es in dem Statement: "Die Röntgenergebnisse haben gezeigt, dass er glücklicherweise keine gebrochenen Knochen hat, sondern nur Prellungen und einige Schwellungen. Oliver ist guter Dinge und freut sich auf die nächste Runde in Jakarta."

Rowland war in der Anfangsphase des Monaco E-Prix durch eine stürmische Herangehensweise und herausragend gute Überholmanöver aufgefallen - zunächst gegen Sebastien Buemi in der Spitzkehre, dann auch gegen Mitch Evans. Von Startplatz 13 aus war er nach zwei Runden bereits auf die sechste Position vorgefahren.

Verletzungen nach Auffahrunfällen häufen sich

Ein paar Runden später verschätzte sich Rowland offensichtlich beim Bremspunkt am Ende des Tunnels, krachte schräg ins Heck des Maserati von Edo Mortara und stieg auf.

Dabei beschädigte er nicht nur den Frontflügel seines Mahindra und fiel ans Ende des Feldes zurück. Noch während des Rennes gab sein Team bekannt, dass sich der Brite verletzt habe. Wie sich später herausstellte, zum Glück nicht schwerer.

Es ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass sich ein Fahrer an der Hand verletzte. Bereits beim Auftaktrennen in Mexiko brach sich Robin Frijns bei einem Auffahrunfall die Hand und fiel anschließend mehrere Wochen aus. Außerdem zog sich Sebastien Buemi beim Sao Paulo E-Prix eine Fraktur an der Hand zu, trat in Berlin aber trotzdem an. Rowland ist nun bereits der dritte Betroffene.

Einerseits ist dieses Phänomen auf die zahlreichen Auffahrunfälle zurückzuführen, die das verstärkte Windschattenfahren in dieser Saison mit sich bringt. Andererseits ist auch die Lenkkonstruktion des neuen Gen3-Autos ein Faktor. Wie Alberto Longo, Mitbegründer der Formel e, kürzlich gegenüber 'e-Formel.de' erklärte, könne eine mechanische Anpassung allerdings nicht vor dem Fahrzeug-Upgrade Gen3EVO zur übernächsten Saison umgesetzt werden.