Mercedes hat eine Option unterschrieben und erhält Daten des neuen Gen3-Fahr... - Bildquelle: Motorsport ImagesMercedes hat eine Option unterschrieben und erhält Daten des neuen Gen3-Fahrzeugs der Formel E - Keine Bestätigung für weiteres Engagement. © Motorsport Images

München - Mercedes hat eine Option mit der FIA unterschrieben und darf nun mit der Entwicklung des neuen Gen3-Autos der Formel E (live in SAT.1 und auf ran.de) beginnen.

Trotzdem steht noch nicht fest, ob die deutsche Marke der Elektrorennserie erhalten bleiben wird.

Im April meinte Mercedes, dass man "Klarheit" über "wichtige Details der Struktur der Rennserie" haben möchte.

Deshalb wurde die Registrierung für die neuen Regeln verschoben. Teamchef Ian James sagte damals, dass man sich in fortlaufenden Gesprächen mit der Formel E befindet.

Die FIA hat eine Gebühr von 300.000 Euro pro Saison eingeführt, die ein Hersteller bezahlen muss, sollte er vor dem Ende eines Homologationszyklus aussteigen. Deswegen hat Mercedes noch nicht entschieden, ob man auch ab der Saison 2022/23 dabei sein wird.

Daten bisher vorenthalten

Diese Verzögerung hat dazu geführt, dass Mercedes bisher keine Daten von der FIA für das Gen3-Projekt erhalten hat. Die technischen Partner sind Spark Racing Technology (Chassis), Williams Advanced Engineering (Batterie) und Hankook (Reifen).

Da jetzt Mercedes die Option gezogen und sich bei der FIA als Hersteller registriert hat, kann mit der Entwicklungsarbeit begonnen werden. Bezüglich Gen3 darf Mercedes nun auch an den Treffen zwischen der FIA, den Rechteinhabern und den technischen Partnern teilnehmen.

Trotzdem heißt es in dem Statement, das 'Motorsport.com' von Mercedes vorliegt, dass das "keine offizielle Bestätigung der Teilnahme" als Hersteller ist. Man "evaluiert weiter, wie die Formel E am besten zur Gesamtstrategie von Mercedes-EQ und Mercedes-Benz passt".

Noch offenen Optionen

Ein vergleichbares Szenario hat Mercedes schon im Oktober 2016 gemacht, um einen Startplatz für die Saison 2019/20 zu erhalten. Auch McLaren hat eine Option für die Gen3-Regeln. Das neue Auto wird um 120 Kilogramm leichter sein und eine Leistung von 350 kW haben (475 PS).

Am 31. März gab es eine Deadline für die Hersteller, um sich für die Gen3-Regeln einzuschreiben und Entwicklungsdaten zu erhalten. Mahindra, DS, Porsche, Nissan, NIO und Jaguar haben sich registriert. Audi und BMW steigen am Ende der laufenden Saison aus der Formel E aus.

 

Es gibt aber auch Gespräche über ein potenziell neues Team. Spark Racing Technologie wird demnächst mit einem aktuellen Auto Tests mit den neuen Hankook-Reifen durchführen. Man will damit den prognostizierten Speed des Gen3-Fahrzeugs simulieren. Ein erster Prototyp des neuen Autos könnte im Herbst präsentiert werden.

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