Andre Lotterer wird in Zukunft keine Formel-E-Rennen mehr bestreiten - Bildquelle: Motorsport ImagesAndre Lotterer wird in Zukunft keine Formel-E-Rennen mehr bestreiten © Motorsport Images

München - Jetzt ist es Gewissheit: Andre Lotterer wird in der ersten Gen3-Saison der Formel E nicht mehr für Porsche starten. Der Duisburger wechselt in das LMDh-Programm der Marke, die erst kürzlich in Goodwood ihren Prototypen vorgestellt hat. Das bestätigte Porsche-Motorsportchef Thomas Laudenbach nach der Präsentation des Porsche 963 in England.

Damit ist ein Doppelprogramm von Lotterer in der Langstrecken-WM (WEC) sowie IMSA und der Formel E vom Tisch. Trotzdem soll der 40-Jährige weiterhin eine Rolle im Formel-E-Team von Porsche spielen. Laudenbach sagt gegenüber unserer Schwesterseite 'Autosport': "Andre wird nicht im Formel-E-Team starten. Es gibt aber einen Unterschied zwischen das Rennfahren und einer anderen Rolle im Team."

Lotterer solle, so der Porsche-Motorsportchef, auch in Zukunft seine Formel-E-Erfahrung in der elektrischen Weltmeisterschaft einbringen. Auf der Langstrecke setzt Porsche auf die LMP1-Vergangenheit des Duisburgers, der sowohl für Audi als auch Porsche in der WEC gestartet ist. Das war auch der Knackpunkt für die Entscheidung der deutschen Marke.

Lotterers Erfahrung ist goldwert

"Andre hat im Prototypen viel Erfahrung gesammelt, die wir uns zunutze machen werden. "Deshalb haben wir uns gemeinsam entschieden, ihn im LMDh-Programm einzusetzen", heißt es seitens Porsche. Lotterer selbst hat sich für das Langstrecken-Programm immer wieder selbst ins Spiel gebracht, spricht aber von einem schwierigen Abschied aus der Formel E.

"Die Formel E ist sehr interessant und das Level ist hoch, weshalb ich das sehr genossen habe", sagt der erfahrene Deutsche. "Ich habe mich mit Porsche zusammengesetzt und mir die Optionen angesehen. Ich glaube, dass wir eine gute Entscheidung getroffen haben." Sein großes Ziel ist es, mit Porsche bei den 24h von Le Mans auf Platz eins zu fahren.

"Ich hatte das Glück, das Rennen dreimal zu gewinnen. Ich möchte es ein weiteres Mal schaffen und weitere Geschichte schreiben. Das mit Porsche zu schaffen, wäre großartig", sagt Lotterer. Insgesamt acht Fahrer hat Porsche für sein Programm ausgewählt, die mit Penske in der WEC und IMSA zum Einsatz kommen sollen. Welcher Fahrer wo startet, steht noch nicht fest.

Fahrerkader noch nicht finanlisiert

In Le Mans werden wohl aber nur die Vollzeit-Fahrer der WEC starten, da es laut Porsche noch zu früh ist, auch die IMSA-Truppe für ein zusätzliches Auto nach Frankreich zu holen. Für die Zukunft ist das aber nicht ausgeschlossen. Neben Lotterer sind Kevin Estre, Michael Christensen, Laurens Vanthoor, Matt Campbell und Mathieu Jaminet in Goodwood bestätigt worden. Dazu kommen Dane Cameron und Felipe Nasr. Zwei Plätze scheinen also noch frei zu sein, da Porsche zehn Fahrer benennen möchte.

Der Abschied von Lotterer in der Formel E scheint aber keine Garantie für Pascal Wehrlein zu sein. Der ehemalige Formel-1-Fahrer startet neben dem Duisburger in der elektrischen Weltmeisterschaft, wurde für die Gen3-Ära aber bisher nicht bestätigt. "Wir haben unser Kader für die nächste Saison noch nicht benannt, das wir später passieren", heißt es seitens Laudenbach.

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