München/Riad - Die saudi-arabische Hauptstadt Riad ist knapp einem Raketenangriff entgangen. Wie die Nachrichtenagenturen Reuters und AP übereinstimmend berichten, wurden mehrere Geschosse durch die Arabische Koalition abgefangen. 

Das Ganze passierte kurz nach der Siegerehrung nach dem zweiten Saisonrennen der Formel E, das vor den Toren der Hauptstadt ausgetragen wurde.

Jahrelanger Konflikt

Noch am Samstag machte die Arabische Koalition die jemenitische Huthi-Miliz für den Angriff verantwortlich. Diese befindet sich seit mehreren Jahren in einem bewaffneten Konflikt mit Saudi-Arabien.

Hinweise darauf, dass die Formel E das Ziel der Angriffe gewesen sein könnte, gibt es bislang keine.

"Ich habe nicht direkt gesehen, was passiert ist. Aber es gab einige die gesehen haben, wie die Raketen in naher Umgebung der Rennstrecke abgefangen wurden. Ich fühlte mich sicher, obwohl es trotzdem ein komisches Gefühl war", sagte Rene Rast gegenüber der "Bild".

Auch das ran racing-Team hat den Angriff miterlebt. Die Mannschaft um Moderator Matthias Killing befindet sich aktuell am Flughafen. 

"Spüren die Auswirkungen"

"Wir spüren die Auswirkungen des versuchten Anschlags. Wir haben diese Rakete gesehen, wir haben auch die Abwehrraketen gesehen und auch die Explosion am Himmel. Im ersten Moment denkst du: 'Wow, was ist da los?' Und dann wird dir klar, dass das passiert ist, was seit einigen Wochen immer wieder in der Region passiert: Dass aus dem Gebiet des Jemen und zum Teil auch aus dem Irak Milizen und Rebellen versuchen, Riad anzugreifen", sagte Killing.

Er stellte klar, dass sich das SAT.1-Team sicher gefühlt habe: "Es ist natürlich ein Schockmoment, aber wir als Team waren und sind sicher."

Allerdings wird der Luftraum über Saudi-Arabien immer wieder geschlossen, der Flughafen ebenso, so dass das Team weiter auf den Rückflug warten muss. "Wir hoffen, dass wir in der Nacht von Sonntag auf Montag nach Deutschland aufbrechen können", so Killing.

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