Maximilian Günther gewann das virtuelle Rennen in Hongkong. - Bildquelle: Formel EMaximilian Günther gewann das virtuelle Rennen in Hongkong. © Formel E

München - Maximilian Günther (BMW) ist in der virtuellen Formel E aktuell der Fahrer der Stunde. Nachdem der Deutsche am vergangenen Wochenende bereits des Testrennen der "Race at Home Challenge" der Elektrorennserie gewonnen hatte, triumphierte er am Samstag auch beim ersten Wertungslauf.

Auf der virtuellen Strecke von Hongkong fuhr Günther von Startplatz drei aus zum Sieg. Zweiter wurde Nick Cassidy, Ersatzfahrer von Virgin, der anstelle von Sam Bird an den Start ging. Pascal Wehrlein (Mahindra) holte sich unterdessen den dritten Platz und machte damit das deutsche Doppelpodium perfekt.

Fehler von Vandoorne bringt Günther die Führung

Andre Lotterer (Porsche) hatte mit Internet-Verbindungsproblemen zu kämpfen und schied früh aus, Daniel Abt (Audi) landete auf Platz 15. Polesetter Stoffel Vandoorne (Mercedes) wurde Fünfter.

Günther hatte sich früh im Rennen auf Position zwei verbessert. Nach einem Fahrfehler von Vandoorne übernahm er die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Mit 25 Zählern führt Günther die Fahrerwertung nach einem von acht Saisonrennen an.

"Das war wieder ein super Rennen, und ich freue mich sehr über die ersten 25 Punkte der Saison", sagt Günther. "Stoffel hat vor mir offenbar einen Fehler gemacht, so konnte ich die Führung übernehmen und sie dann sicher ins Ziel bringen."

"Wir als Racer wollen immer gewinnen, wenn wir gegeneinander antreten. Das ist im Sim-Racing nicht anders als im echten Rennen. Ich denke, wir Fahrer haben in dieser Zeit, in der wir nicht an der Rennstrecke sein können, bei diesen Events sehr viel Spaß. Ich hoffe, den Fans geht es genauso", so Günther weiter.

Lotterer und Abt nicht ganz zufrieden

Lotterer fast sein Rennen wie folgt zusammen: "Schon beim Qualifying lief es bei mir nicht ganz so gut wie in Monaco. Beim Rennstart habe ich es dann aber geschafft, Kollisionen zu vermeiden und stand auf Platz neun, als die Verbindung mit dem Server unterbrochen wurde. Das ist natürlich ärgerlich, weil ich mich die ganze Woche auf das Rennen vorbereitet habe. Jetzt hoffe ich, dass es beim nächsten Mal besser läuft und ich umso stärker zurückkomme."

Abt gab nach dem Rennen zu, dass ihm in der virtuellen Welt noch etwas Erfahrung fehlt: "Ich merke, dass ich etwas mehr üben muss - aktuell habe ich noch ein wenig zu kämpfen mit Sim-Racing. Aber das wird mit der Zeit sicherlich besser werden."

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