Remco Evenepoel stürzte 40 Kilometer vor dem Ziel schwer - Bildquelle: AFPSIDMARCO BERTORELLORemco Evenepoel stürzte 40 Kilometer vor dem Ziel schwer © AFPSIDMARCO BERTORELLO

Como - Ein schwerer Sturz des belgischen Radsport-Supertalents Remco Evenepoel hat die 114. Lombardei-Rundfahrt überschattet. Der 20-Jährige vom Team Deceuninck-Quick Step kam bei einer Abfahrt rund 40 Kilometer vor dem Ziel von der Strecke ab und stürzte eine Brücke hinunter. Er wurde auf einer Trage und mit einer Halskrause vom medizinischen Team geborgen und in ein Krankenhaus in Como für weitere Untersuchungen gebracht, laut seinem Team war er bei Bewusstsein.

Den Sieg beim zweiten Radsport-Monument der Saison sicherte sich der Däne Jakob Fuglsang (Astana). Auch der deutsche Radprofi Maximilian Schachmann vom Team Bora-hansgrohe stürzte kurz vor dem Ziel, weil er mit einem vermeintlichen Privatwagen kollidierte, welcher unbefugt die Strecke kreuzte. Er konnte weiterfahren und belegte mit 4:31 Minuten Rückstand als bester Deutscher den siebten Rang.

Zweiter schwerer Sturz für Deceuninck-Quick Step binnen zehn Tagen

Für Deceuninck-Quick Step ist es der zweite schwere Sturz innerhalb von zehn Tagen. Der Niederländer Fabio Jakobsen (23) war am 5. August bei der Polen-Rundfahrt kurz vor der Ziellinie von Dylan Groenewegen (Lotto-Soudal) ins Absperrgitter gedrückt worden. Gleich nach dem Unfall wurde er ohne Bewusstsein in die Klinik nach Sosnowiec geflogen, mittlerweile ist er aus dem künstlichen Koma erwacht und in die Niederlande zurückgekehrt.

Teamkollege Evenepoel hatte die Polen-Rundfahrt für sich entschieden. Er gilt in Belgien als größtes Nachwuchsjuwel und als Nachfolger von Radsport-Legende Eddy Merckx.

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