Teilnahmeausschluss von Transgender-Athleten im Rugby - Bildquelle: AFP/SID/ANDY BUCHANANTeilnahmeausschluss von Transgender-Athleten im Rugby © AFP/SID/ANDY BUCHANAN

Köln (SID) - Transgender-Athleten dürfen nicht mehr an Frauenwettbewerben der englischen Rugby Union und Rugby League teilnehmen. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichen Erklärung der englischen Rugby Football Union (RFU) hervor, dem nationalen Dachverband für das Rugby-Spiel mit 15 Spielern pro Team. Die Funktionäre beider Sportarten änderten die Regeln so, dass nur noch weiblich geborene Spielerinnen an den Spielen für Frauen teilnehmen dürfen.

Die Maßnahmen seien aus Sicherheitsgründen ergriffen worden, Grundlage für die Entscheidung seien wissenschaftliche Beweise gewesen. In der Erklärung hieß es, dass es "körperliche Unterschiede zwischen männlichen Spielern und weiblichen Spielerinnen gibt". Auch seien "die durch Testosteron und die männliche Pubertät bedingten Vorteile in Bezug auf Kraft, Ausdauer und Körperbau signifikant".

Der RFU-Rat billigte die Richtlinie, die mit dem Beginn der nächsten Saison in Kraft tritt, mit einer knappen Mehrheit von 33 Ja- zu 26 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen. Im Juni hatte schon die International Rugby League (IRL) beschlossen, Transgender-Athleten bis auf Weiteres von internationalen Frauenwettbewerben auszuschließen. Dies betrifft auch die Weltmeisterschaft im November in England.

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