Tsitsipas-Pleite: Team Europa unterliegt Welt-Auswahl - Bildquelle: AFP/SID/ADRIAN DENNISTsitsipas-Pleite: Team Europa unterliegt Welt-Auswahl © AFP/SID/ADRIAN DENNIS

London (SID) - Das Team Europa hat zwei Tage nach dem letzten Auftritt von Roger Federer erstmals den Laver Cup verloren. Der Grieche Stefanos Tsitsipas unterlag am Sonntag im vorletzten Einzel Frances Tiafoe aus den USA mit 6:1, 6:7 (11:13), 8:10, damit ging der Mannschafts-Vergleich der Tennisprofis bei der fünften Auflage zum ersten Mal an die Welt-Auswahl.

Das Turnier in London stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Abschieds von Federer, schon am Freitag hatte der Schweizer das letzte Spiel seiner Karriere bestritten. Der Erfolg des Welt-Teams kam letztlich recht überraschend. Europa war mit einer 8:4-Führung in den Schlusstag gegangen, weil Novak Djokovic am Samstag zunächst sein Einzel und danach auch im Doppel an der Seite von Matteo Berrettini (Italien) gewann.

Der vermeintlich beruhigende Vorsprung war am Sonntag aber schnell aufgebraucht: Berrettini verlor gemeinsam mit dem Briten Andy Murray das Doppel gegen Felix Auger-Aliassime (Kanada) und Jack Sock (USA) 6:2, 3:6, 8:10. Anschließend gab Djokovic überraschend sein Einzel gegen Auger-Aliassime mit 3:6, 6:7 (3:7) ab, Europa lag plötzlich mit 8:10 zurück.

Tsitsipas musste also gegen Tiafoe gewinnen, um Europas Chancen zu wahren, und zunächst lief alles nach Plan. Den ersten Satz entschied er in nur 20 Minuten für sich, der zweite Satz wurde aber zum Marathon. Nach 1:09 Stunden schaffte Tiafoe den Satz-Ausgleich und ließ die Welt-Auswahl wenig später jubeln.

Federer hatte in London zwar noch einmal teilgenommen, das Doppel an der Seite seines langjährigen Rivalen Rafael Nadal war aufgrund seiner Kniebeschwerden von vornherein aber als Abschiedsvorstellung geplant. Das Duo verlor, Federer beendete unter Tränen der Rührung seine Laufbahn, anschließend rückte Berrettini für ihn in das Turnier. Auch Nadal zog sich nach dem Auftakt aus "persönlichen Gründen" zurück, für ihn spielte der Brite Cameron Norrie.