Die Ein-Mann-Abrissbirne: Jordan Davis - Bildquelle: Getty ImagesDie Ein-Mann-Abrissbirne: Jordan Davis © Getty Images

München - Wer bei "YouTube" nach Highlights von Jordan Davis sucht, dem springt ein Video mit dem Titel "Godzilla" entgegen. Eine knapp sechsminütige Clip-Montage des Defensive Tackle der Georgia Bulldogs. Davis schiebt Offensive Liner wie Spielzeugautos umher, verschluckt Running Backs und wirft Quarterbacks wie nasse Säcke zu Boden. 

Wie "Godzilla" hinterlässt Davis Verwüstung hinter sich. Und wird dafür belohnt: In dieser Saison erhielt er sowohl die Auszeichnung zum besten Defensiv-Spieler im College als auch die Auszeichnung zum besten Interior Lineman im College.  

Im Halbfinale der College Football Playoffs gegen die Michigan Wolverines (live, in der Nacht von Freitag auf Samstag ab 1:30 Uhr auf ProSieben MAXX und ran.de) wird es auch auf Davis ankommen, wollen die Bulldogs ins Finale einziehen. 

"Wird eine schwere Aufgabe"

"Gegen Michigan wird es eine schwere Aufgabe. Sie haben ein sehr physisches Team, da muss unsere Front Seven groß aufspielen", sagte Davis im Vorfeld der Partie. Groß aufspielen dürfte für Davis kein Problem sein. Der Defensive Tackle misst zwei Meter und 150 Kilogramm. 

Und dennoch: Die Flinkheit und Geschmeidigkeit, mit der er um Offensive Liner herumtänzelt, erinnert fast schon an eine Ballerina. Gleichzeitig besitzt er aber auch die Power und Stärke, um mit Bull Rushes zu gewinnen und das gegnerische Laufspiel zu unterbinden. 

Diese Saison setzt er 14 Tackles und sammelte zwei Sacks. Die Leistung von Davis lässt sich jedoch nicht auf einem Statistikbogen messen. 

Davis ein "nicht bewegbares Objekt"

Kirby Smart, Head Coach der Bulldogs, betonte auf einer Pressekonferenz die Wichtigkeit seines Defensive Liners: "Jordan (Davis) ist ein nicht bewegbares Objekt. Er ermöglicht es uns, verschiedene Coverages zu spielen. Weil er so gut in der Laufverteidigung ist, kann ich bei gewissen Plays mehr Spieler für die Secondary aufstellen."

Gleichzeitig avancierte Davis zu einer Option in der Offense: Als Running Back in der Redzone. Gegen die Charleston Southern Buccaneers rammte er sich für einen Ein-Yard-Touchdown-Lauf in die Endzone. 

Denn trotz seiner Größe und seines Gewichts, bringt er eine gewisse Geschwindigkeit mit. Bei einem Spielzug, bei dem er dem Ballträger hinterhereilte, erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 30 km/h. Zum Vergleich: Jonathan Taylor, Running Back der Indianapolis Colts, hält in der NFL mit einem 36 km/h-Lauf den Höchstwert in dieser Spielzeit. 

Schwieriges Matchup

Auch neben dem Feld sorgt Davis für positive Schlagzeilen. Kirby Smart beschrieb den Defensive Liner als "Stimmungskanone" des Teams. Er überzeuge mit seinem Humor, aber auch mit seiner selbstlosen Leistung auf dem Feld.

Gegen Michigan müssen Davis und seine Teamkollegen zur Höchstform auflaufen. Das Team von Head Coach Jim Harbaugh ließ dieses Jahr lediglich zehn Sacks in 13 Partien zu. 

Seit der Erstverfilmung von "Godzilla" wurden übrigens knapp 40 weitere Filme gedreht, vielleicht kommt in der Nacht von Freitag auf Samstag ein weiterer dazu: 

"Godzilla" vs. Michigans O-Line.

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