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München - Trevor Lawrence ist der Star dieser College Football-Saison. Der Quarterback der Clemson Tigers galt über den gesamten Herbst als quasi sicher für den Nummer eins Pick im NFL Draft. Offen war nur, wer die Ehre haben würde, sich Lawrence aussuchen zu dürfen.

Von sämtlichen Experten wird Lawrence als bester College Quarterback seit langem gesehen, Colin Cowherd von "Fox" geht in seiner Show "The Herd" sogar noch weiter: "Er ist der beste College-Quarterback aller Zeiten. Und es ist nicht einmal knapp."

Doch das sieht nicht jeder Experte so. Adam Schefter, einer der angesehensten NFL-Insider, bringt für die Jacksonville Jaguars, die den Nummer 1-Pick im NFL-Draft haben, mit einer gelungenen Fotomontage die Möglichkeit ins Spiel, Justin Fields zu nehmen.

Fields glänzt im Sugar Bowl

22 von 28 angekommenen Pässen, sechs Touchdowns, 385 Yards und satte 49 Punkte auf dem Scoreboard. Der Arbeitsnachweis von Justin Fields liest sich überragend. Verdient steht er mit seinen Buckeyes im "Natty", wie das National Championship-Spiel auch genannt wird.

"Wir haben die ganze Woche darüber gesprochen, wie dieses Spiel eine für immer währende Wirkung für die Schule haben kann. Dieses Spiel bestimmt das Erbe, was wir hinterlassen", sagte Fields bei "ESPN", der folgerichtig zum MVP des Spiels gewählt wurde. 

Auf der Gegenseite hatte Trevor Lawrence wenig zu lachen. Zwar übertraf er Fields in Yards (400), jedoch mit 33 (von 48) angekommenen Pässen und nur zwei Touchdowns bei einer Interception. Dazu ein Rushing Touchdown.

"Wir haben uns anderthalb Wochen gut vorbereitet. Es ist natürlich suboptimal, wenn du ein Quarter lang nur puntest und das jedes Mal zu einem Touchdown führt. Ohio State hat wirklich gut gespielt", sagte ein sichtlich enttäuschter Lawrence auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Ist Fields nach seiner Gala jetzt der bessere Quarterback?

Nein, denn wer das Spiel gesehen hat, weiß, dass Lawrence sowohl von seiner Offensive Line, als auch seiner Defense und dem Running Game allein gelassen wurde. Running Back Travis Etienne, der in der kommenden Saison auch in der NFL zu sehen sein wird, kam bei zehn Läufen nur auf 32 Yards und einen Touchdown.

Fields vor Lawrence? Noch keine Tendenz möglich

Ob nun Trevor Lawrence oder Justin Fields an Nummer eins im NFL Draft gezogen wird steht - unabhängig von den Leistungen im Sugar Bowl - ohnehin noch nicht fest. Von den Leistungen und den Qualitäten her sehen die meisten Experten Lawrence vorne. Das dürfte sich bis zum NFL Combine auch nicht ändern.

Sollte Lawrence beim NFL Combine, der neben Training Drills auch Gespräche und IQ-Tests vorsieht, versagen oder sich gar verletzen, könnte das die Tür für Justin Fields als ersten Pick im NFL Draft öffnen. Andernfalls ist Trevor Lawrence ziemlich sicher der erstgenannte Name von Roger Goodell im Draft im April.

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