Verstarb nach einem tragischen Helikopter-Absturz: NBA-Legende Kobe Bryant - Bildquelle: GettyVerstarb nach einem tragischen Helikopter-Absturz: NBA-Legende Kobe Bryant © Getty

München/Los Angeles - Am Sonntagmorgen verunglückte Basketball-Legende Kobe Bryant mit mehrerern anderen Flugpassagieren mit einem Helikopter auf einem Flug zu einem Basketballspiel - darunter auch seine 13-Jährige Tochter Gianna.

Die Suche nach der Ursache der Tragödie hält an.

Nun berichtet "ESPN", dass der Helikopter kurz vor dem Absturz erst zu einem Steigflug angesetzt und dann aus noch ungeklärter Ursache dramatisch zu sinken begann, ehe er im südkalifornischen Calabasas abstürzte, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Los Angeles.

Erst rasanter Steigflug, dann Absturz

Demnach habe sich der Helikopter kurz vor dem Absturz auf etwa 2.400 Fuß Höhe, rund 730 Meter in einer steigenden Linkskurve befunden. Der Pilot habe der Flugsicherung auch mitgeteilt, dass er aufgrund der durch die dichten Wolken eingeschränkten Sicht zum Steigflug angesetzt habe.

Nach Angaben von "Flightradar24" zerschellte der Helikopter dann an einer Anhöhe bei ca. 1400 Fuß, rund 430 Meter. Zum Zeitpunkt des Aufpralls soll der Helikopter mit knapp 300 km/h geflogen sein, sank dabei mit über 20 Meter pro Sekunde Richtung Boden und kostete schließlich neun Personen an Bord das Leben.

Unterhalb des Radars unterwegs

Wie der Bericht weiter beschreibt, soll der zuständige Fluglotse dem Piloten noch wenige Minuten vor dem Absturz mitgeteilt haben, dass er trotz des Steigflugs immer noch zu niedrig fliegen würde. Der Hubschrauber sei aufgrund des hügeligen Geländes unterhalb des Messbarkeitsbereichs des Radars unterwegs gewesen.

Entsprechende Audiomitschnitte, die die Kommunikation zwischen Luft- und Bodenpersonal aufzeichnen, wurden auf "LiveATC.net" veröffentlicht.

Der Fluglotse habe den Piloten navigiert, da dieser aufgrund des dichten Morgennebels Probleme mit der Sicht hatte.

Ursprünglich war der Helikopter um 9:06 Uhr Ortszeit vom John Wayne-Flughafen in Orange County abgeflogen. Die erste Meldung beim Notruf über den Absturz ging um 9:47 Uhr ein.

Pilotenfehler als Unfallursache?

Die nationale Verkehrssicherheitsbehörde schickte umgehend ein Untersuchungsteam an den Unfallort. Mit einem vorläufigen Bericht soll innerhalb von zehn Tagen zu rechnen sein, eine abschließende Entscheidung über die Absturzursache könne jedoch bis zu einem Jahr oder noch länger dauern.

Ein Materialfehler an der Maschine ist ersten Einschätzungen eines Behördenvertreters zufolge aber wohl auszuschließen.

Demnach deute vieles auf einen Pilotenfehler hin.

Daniel Kugler

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