- Bildquelle: Getty © Getty

München - In wenigen Wochen startet die neue NBA-Saison. Für Superstar Karl-Anthony Towns dürfte seine sechste Saison im Trikot der Minnesota Timberwolves wohl seine schwerste werden.

Wie der 25-Jährige in einer Presserunde bestätigte, hat er inzwischen sieben Familienmitglieder durch das Coronavirus verloren.

"Ich habe eine Menge durchgemacht, begonnen hat das ganze mit dem Tod meiner Mutter. Gestern Abend habe ich einen Anruf erhalten, dass ich meinen Onkel verloren habe. Ich fühle mich, als sei ich vom Leben abgehärtet und gedemütigt worden", sagte der NBA-Profi.

Am 25. März hatte Towns auf Instagram ein emotionales Video gepostet, in dem er seinen Fans erklärte, dass seine Mutter an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden musste und sich als Folge des Virus im Koma befindet. Gut zwei Wochen später starb Jacqueline Cruz-Towns mit nur 58 Jahren.

Vater von Towns überlebte Coronainfektion

"Ich habe in den vergangenen sieben Monaten eine Menge Särge gesehen. Ich habe viele Leute, die – in meiner Familie und in der Familie meiner Mutter – COVID bekommen haben. Ich bin immer noch auf der Suche nach Antworten und versuche herauszufinden, wie ich sie schützen kann", zeigte sich Towns emotional.

"Es ist eine große Verantwortung für mich, meine Familie gut zu informieren und alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um sie am Leben zu erhalten."

Auch der Vater des Basketballers wurde positiv auf Corona getestet, hat sich inzwischen aber wieder erholt.

Russell versuchte Towns zu helfen

Unterstützung bekam der 25-Jährige auch von seinen Teamkollegen. Vor allem D'Angelo Russell erwies sich als große Stütze, doch auch andere Mitglieder der Franchise versuchten zu helfen.

An der großen Trauer des Centers ändert dies freilich nichts. Vor allem die Tatsache, dass seine Mutter, die bei fast jedem Spiel an der Seitenlinie saß, nicht mehr dabei sein kann, bedrückt Towns sehr.

"Es hat mir immer ein Lächeln entlockt, wenn ich meine Mama auf der Tribüne gesehen habe und sie mir beim Spielen zugeschaut hat. Es wird für mich sehr schwer sein, zu spielen. Ich glaube nicht, dass Basketball spielen für mich wie eine Therapie sein kann. Aber zumindest habe ich die Chance, die positiven Erinnerungen, die ich hatte, wieder zu erleben."

Du willst die wichtigsten Sport-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.

News-Ticker

Video-Tipps

Aktuelle Galerien