München – Die Extraschichten haben bei Amon-Ra St. Brown Tradition. 202 Pässe fängt er mit der Football Passing Machine, nach jedem Training, seit Jahren. Seit seiner High-School-Zeit formt er so seine Fang-Fähigkeiten. Und das ist nur ein Aspekt.

Denn seine Einstellung und Hingabe zum Spiel machen ihn zu einem der verheißungsvollsten Wide Receiver der Liga. Dass St. Brown bei den Detroit Lions nach einem starken Rookie-Jahr auch in der zweiten Saison abliefert, ist kein Zufall. Vor dem Spiel in Week 11 bei den New York Giants (die NFL am Sonntag live auf ProSieben und ran.de) steht der 23-Jährige in acht Einsätzen bei 518 Yards und drei Touchdowns.

"Er arbeitet, als wäre es der letzte Tag, an dem er das Spiel spielen kann", sagt Lions-Coach Dan Campbell bei "The Athletic". "Bei jedem Spielzug arbeitet er an den Details der Route. Er hat sich selbst beigebracht, dass das Training für ihn so ähnlich wie ein Spiel ist. Seine Herangehensweise an das Spiel ist so gut, wie ich es noch nie erlebt habe."

Amon-Ra St. Brown: Route Running als beste Fähigkeit

Receiver-Kollege Kalif Raymond beschreibt es so: "Was Ra zu dem macht, was er ist, ist nicht das, was jeder sieht. Es ist das, was die Leute nicht sehen."

Wie die Leidenschaft im Training, die Extraschichten, die Extra-Läufe und -Routen. Sein Positionsoach Antwaan Randle El bestätigt, dass St. Browns Route Running eine seiner besten Fähigkeiten ist. Und Wissensdurst. "Er stellt während der Meetings Fragen, und er stellt auch danach Fragen", sagt Randle El. "Immer Fragen."

Dadurch läuft St. Brown die Routen nicht einfach nur - er weiß vor allem, warum er sie so läuft, wie er sie läuft.

Dan Campbell: Die Reps begrenzen

Als Head Coach sieht Campbell diesen Einsatz natürlich gerne, muss aber manchmal aber auf die Bremse treten. Dann muss er St. Browns Reps begrenzen, "um ihn vor sich selbst zu schützen", so Campbell.

St. Brown selbst sieht sich als "Schauspieler. Wir müssen die DBs glauben lassen, dass wir etwas tun, was wir nicht tun. Wenn wir nach links gehen wollen, müssen wir sie glauben lassen, dass wir nach rechts gehen wollen. Die ganze Position ist für mich fast wie eine Kunst."