München/Seattle - Hat Colin Kaepernick doch noch eine Zukunft in der NFL? Die Eindrücke der vergangenen Tage lassen die Gerüchteküche jedenfalls auf Hochtouren brodeln.

Die "Seattle Times" berichtet, dass Colin Kaepernick am Mittwoch ein weiteres privates Workout ausrichtete und dabei Pässe zu einer Reihe von Spielern warf, darunter auch Wide Receiver Aaron Fuller von den Seattle Seahawks.

Bereits Tage zuvor trainierte der ehemalige Signal Caller der San Francisco 49ers unter anderem mit Seahawks-Star Tyler Lockett. Nach den zurückliegenden Einheiten mehrten sich die Berichte, dass Kaepernick womöglich bald offiziell bei den Seahawks vorspielen dürfe.

Colin Kaepernick: "Hoffnungsvoll" auf NFL-Comeback

Der Spieler selbst bestätigte entsprechende Spekulationen und betonte, dass er mit Head Coach Pete Carroll und General Manager John Schneider bereits über ein gemeinsames Training gesprochen hat und hoffe, dass eine gemeinsame Trainingseinheit auch zustande kommt.

"Noch nicht", antwortete der 34-Jährige auf die Frage, ob die Seahawks offiziell bekanntgegeben haben, dass sie mit ihm trainieren werden: "Ich warte immer noch auf diese Chance. Ich bin immer noch hoffnungsvoll. Ich hoffe immer noch, dass die Tür offen ist und ich eine Chance bekomme, hindurchzugehen."

Das sich anbahnende Geschacher um eine NFL-Rückkehr ist nicht das erste Mal, dass "Kaep" mit den Seahawks in Verbindung gebracht wird. 2017 hatte der Quarterback ein Treffen mit dem Team, blieb aber ohne Vertrag.

Coach Carroll nährte die Spekulationen über ein Engagement bei den Seahawks, indem er auf eine Reporter-Nachfrage erklärte, Kaepernick verdiene eine weitere Chance in der NFL. "ESPN"-Insider Adam Schefter zitierte passend dazu eine Quelle, die sagte, dass der Playmaker "in der besten Form seines Lebens" und "bereit zu spielen" sei.

Geht jetzt alles ganz schnell?

Seattle Seahawks: Fragezeichen nach Wilson-Trade

Bei den Seahawks bricht nach dem Blockbuster-Trade von Franchise-Quarterback Russell Wilson zu den Denver Broncos eine neue Zeitrechnung an. Als Gegenwert kam mit Drew Lock ein junger Playmaker, der nach aktuellem Stand in die Starter-Rolle rücken wird. Ob der 25-Jährige der Quarterback der Zukunft in Seattle sein kann, bleibt abzuwarten.

Ein erfahrener Spieler im Roster könnte für alle Parteien also durchaus Sinn machen. Auch wenn Kaepernick seit der Saison 2016, als er in 12 Spielen für die 49ers 16 Touchdowns und nur vier Interceptions warf, kein NFL-Spiel mehr bestritten hat.

Er führte San Francisco in der Saison 2012 in den Super Bowl und in der Saison 2013 ins NFC Championship Game, wurde aber nicht mehr verpflichtet, nachdem er 2017 aus seinem Vertrag ausgestiegen war.

Daniel Kugler

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