Marcel Dabo wurde beim NFL-Draft nicht ausgewählt - Bildquelle: ImagoMarcel Dabo wurde beim NFL-Draft nicht ausgewählt © Imago

München - "Ich habe alles getan, was ich tun konnte. Alles, was jetzt kommt, ist nicht mehr unter meiner Kontrolle, ich kann nichts mehr machen. Deswegen kann ich jetzt nur abwarten."

Diese Worte wählte Marcel Dabo wenige Tage vor dem NFL-Draft im ran-Interview. Wohl wissend, dass es mit dem Sprung in die beste Football-Liga der Welt klappen kann, oder eben nicht. Die Ambitionen beim Defensive Back waren groß – und das nicht ohne Grund.

Bereits beim International Combine Ende vergangenen Jahres und vor allem beim Pro Day in Arizona vor einigen Wochen hatte der Deutsche eine ansehnliche Vorstellung geboten. Speziell seine 1,0287 Meter beim vertikalen Hochsprung versetzten die Konkurrenz in Staunen.

Marcel Dabo: Pathway Program als Chance?

Selbst bei "NFL Network" wurde der Youngster, der in der vergangenen Saison für die Stuttgart Surge in der European League of Football spielte und zum Defensive Rookie of the Year ernannt wurde, thematisiert. Als "Sleeper" wurde er dabei vor der Talenteauswahl bezeichnet.

Geklappt hat es am Ende trotzdem nicht. Bei keinem der 262 Picks wurde der Name des Deutschen verlesen.

Geplatzt ist der NFL-Traum deswegen aber noch lange nicht. So hat er immer noch die Chance, über das International Pathway Program in die Liga zu kommen, beziehungsweise sich für einen Vertrag zum empfehlen.

Dabei wird eine Division zufällig ausgewählt, und bei einem der vier Teams würde Dabo dann in den Practice Squad aufgenommen werden. In Frage kommen 2022 die NFC North, die AFC South und die AFC West. Für den erklärten Packers-Fan wäre also sogar Green Bay zumindest eine Möglichkeit.

Marcel Dabo macht sich keinen Stress

Zuletzt hatte Jakob Johnson so den Sprung in die NFL geschafft, er kam bei den New England Patriots unter und spielt 2022 für die Las Vegas Raiders.

Neben dem Pathway Program kann Dabo selbstverständlich auch als Undrafted Rookie Free Agent von einem der 32 Teams verpflichtet werden.

Druck macht sich der Sportler bei alldem aber nicht. "Ich gebe einfach alles, ich kontrolliere, was ich kontrollieren kann und schaue, was am Ende dabei herauskommt."

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