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Es war eine getrübte Stimmung bei der traditionellen Pressekonferenz zum Abschluss der Saison bei den New York Giants.

Wer will es ihnen verdenken? Nach einem tollen 31:24-Erfolg bei den Minnesota Vikings in der Wild Card Round war die Euphorie groß. Diese ist jedoch schneller verflogen, als sie aufkam, nachdem die Giants beim Divisionsrivalen Philadelphia Eagles mit 7:38 überfahren wurden.

Doch weniger das sportliche Abschneiden, welches wohl alle Beteiligten vor der Saison so unterschrieben hätten, bereitet den Verantwortlichen bei "Big Blue" derzeit Kopfzerbrechen als viel mehr die Personallage. Denn die Verträge der ehemaligen First Round Picks Saquon Barkley und Daniel Jones laufen mit Ende des Ligajahres im März aus.

Diese will Joe Schoen, General Manager der Giants, verlängern. Das klingt jedoch bedeutend einfacher als es ist.

Jones mit Andeutungen, Barkley lehnt wohl erstes Angebot ab

"Wir wollen, dass Daniel Jones zurückkommt. Wir wollen, dass er hier ist in 2023", so Schoen. Jones seinerseits jedoch sprach in der Pressekonferenz nach der Pleite gegen die Eagles stets in der Vergangenheitsform. "Ich habe es wirklich genossen, hier zu spielen", sagte er beispielsweise.

Auch bei der Personalie Barkley war Schoens Tenor gleich: "Saquon ist ein toller Junge, ein hervorragender Teamplayer. Es ist doch klar, dass wir ihn zurückhaben wollen."

Jedoch schob Schoen bei beiden Spielern ein "Aber" an. "Es ist nun mal auch ein Geschäft und es gibt Regeln, innerhalb derer wir uns bewegen müssen." Mit "Geschäft" sind selbstverständlich die Verträge sowie das Gehalt gemeint. Laut "FOX" stoß das erste Giants-Angebot über zwölf Millionen Dollar jährlich bei Running Back Barkley auf wenig Gegenliebe.

"Wir sind noch längst nicht so weit", erklärte Schoen und mahnte gleich zur Umsicht. "Wir sind jetzt gerade ein paar Stunden nach dem Spiel, wir alle müssen erst mal einen Schritt zurück machen und uns unserer Emotionen besinnen."

Allzu viel Zeit dürfte der 43-Jährige jedoch nicht haben. Am 15. März startet das neue Ligajahr der NFL und damit auch die Free-Agency-Periode. Bis dahin müssen die Verträge ausgehandelt sein - sonst sind sie für Spieler wie Barkley und Jones woanders unterschrieben.