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München - Aaron Rodgers hat die Green Bay Packers wieder einmal in die Divisional Round der Playoffs geführt. 

Dort geht es in der Nacht von Samstag auf Sonntag nun gegen Jimmy Garoppolo und die San Francisco 49ers. Es wird ein Wiedersehen nach dem Krimi aus Woche drei, welchen die Packers knapp mit 30:28 für sich entscheiden konnten. 

Aber nicht nur deswegen dürfte es gerade für den 38-Jährigen ein besonderes Matchup werden. Rodgers und die 49ers haben eine besondere Beziehung zueinander, die bis in seine Kindheit zurückgeht. 

Absage an Rodgers im Draft 2005

Rodgers wurde 1983 in Chico, Kalifornien geboren und wuchs als glühender 49ers-Fan auf. "Ich erinnere mich noch, wie wir zusammensaßen bei unserer Super-Bowl-Party und uns Joe Montana und 'The Drive' angeschaut haben. Da habe ich mit fünf, sechs Jahren schon gedacht: Das will ich auch machen. Ich will da raus gehen und sein wie er."

Beinahe hätten sich die Träume des jungen Rodgers auch genau so erfüllt. 

San Francisco hatte im Draft 2005 den ersten Pick und Rodgers, der zu diesem Zeitpunkt für die nahgelegene University of California spielte, war einer der heißesten Kandidaten für diesen Slot. 

Die 49ers entschieden sich jedoch letztlich für Alex Smith und erteilten ihm eine Absage. 

Rodgers reagierte im Anschluss mit einem Statement, in dem einiges an Enttäuschung und Trotz mitschwang. Auf die Frage, wie enttäuscht er sei, kein 49er geworden zu sein antwortete er eiskalt: "Nicht so enttäuscht, wie die 49ers sein werden, dass sie mich nicht gedraftet haben." 

Green Bay machte sich dies zu Nutze und wählte Rodgers an Nummer 24 aus - und das, obwohl man mit Brett Favre bereits einen hall-of-fame-würdigen Spielmacher in den eigenen Reihen hatte. Das Risiko, welches Packers-GM Ted Thompson mit dem Move einging, sollte sich auszahlen. 

Angstgegner in den Playoffs

Schaut man sich die Regular Season an, kann Rodgers auf eine durchaus zufriedenstellende Bilanz gegen sein Lieblingsteam aus Kindheitstagen zurückblicken. Aus neun Spielen gegen die 49ers ging er sechsmal als Sieger vom Platz. Hinzu kommen 20 Touchdowns und nur zwei Interceptions. 

Auch die letzten beiden Begegnungen in den vergangenen Spielzeiten gingen an A-Rod und die Packers. 

Ganz anders sieht die Angelegenheit allerdings in den Playoffs aus. Dreimal stand der 38-Jährige bisher den 49er in der Postseason gegenüber - dreimal zog er den Kürzeren. 2012 und 2013 hagelte es direkt Back-to-Back-Niederlagen gegen San Francisco. Beide Male gegen das Duo aus Quarterback und Coach Colin Kaepernick und Jim Harbaugh.

Die letzte Pleite ist gerade einmal zwei Jahre her und dürfte noch besonders schmerzen. Im NFC Championship Game führten die 49ers bereits zur Halbzeit mit 20:0 und brachten die Partie ohne Probleme mit 37:20 ins Ziel - Rodgers brachte 31 von 39 Pässe für 326 Yards an, warf zwei Touchdowns, aber auch zwei Interceptions. 

Rodgers' Wünsche für Samstag: Kaltes Wetter und laute Fans

In diesem Jahr soll nun alles anders werden und Rodgers will endlich seinen ersten Playoffs-Sieg gegen San Francisco einfahren. Trotz seiner persönlichen Beziehung zu den 49ers tut er gut daran, am Samstag ein kühlen Kopf zu bewahren. 

"Es sind vier Teams auf der NFC-Seite übrig. Wir sind eines von diesen. Wir haben Heimvorteil", sagte er am Dienstag nach dem Training. "Das ist eine besondere Möglichkeit. Aber wir werden es nicht größer machen, als es ist. Wir sind so weit gekommen, indem wir ausgeglichen waren und keine Emotions-Achterbahn gefahren sind. Das werden wir genau so weiter führen."

Hinzu kommen zwei Aspekte, die dem 38-Jährigen zugute kommen. Rodgers mag es, bei kalten Temperaturen zu spielen. Laut Wetterbericht sind für den Samstagabend bis zu minus zwölf Grad angekündigt. Temperaturen, an die 49ers-Quarterback Garoppolo absolut nicht gewöhnt ist. 

Darüber hinaus dürften die Fans einen entscheidenden Faktor darstellen. Das Lambeau Field wird am Samstag wieder komplett ausverkauft sein - im letzten Jahr durfte nur eine begrenzte Anzahl an Zuschauern ins Stadion. 

"Ich freue mich auf die Möglichkeit, die Führungsqualitäten in unserem Team, auf die Jungs die zurückkommen und auf das volle Stadion", erklärte Rodgers. "Ich hoffe auf eine laute Menge!"

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