- Bildquelle: IMAGO/ZUMA Wire © IMAGO/ZUMA Wire

München – Das Drama um Tua Tagovailoa lässt auch die Kollegen in der Liga nicht kalt.

Viele können sich in den Quarterback der Miami Dolphins hineinversetzen. Sie können verstehen, dass der Spielmacher am vergangenen Sonntag trotz der Anzeichen einer Gehirnerschütterung weitergespielt hat. 

Das hatte bereits für Diskussionen gesorgt, denn Tagovailoa bestand in der Halbzeit des Spiels zur Überraschung vieler das Concussion Protocol.

Seine Kopf- und Nackenverletzung aus dem "Thursday Night Game" bei den Cincinnati Bengals verstärkt den Zoff nur – Kritiker sehen sich darin bestätigt, dass Tagovailoa weder am Sonntag noch am Donnerstag hätte spielen dürfen. Der Spielmacher hat sich inzwischen zu Wort gemeldet und Entwarnung gegeben, dass es ihm etwas besser gehe. Er war ins Krankenhaus eingeliefert worden, reiste nach dem Spiel mit der Mannschaft aber wieder nach Miami.

Tua Tagovailoa vor sich selbst schützen

George Kittle von den San Francisco 49ers kann sich in Tagovailoa hineinversetzen.

"Als NFL-Spieler ist es sehr schwer, sich selbst vom Spielfeld zu nehmen, vor allem, wenn man sich in einer solchen Position befindet wie er. Er ist der Starting Quarterback der Dolphins, sie stehen bei einer 3:0-Bilanz, er spielt auf einem sehr hohen Niveau, sie gewinnen wichtige Spiele. Ich weiß also, dass er, egal was man ihm sagt, sein Bestes geben wird, um da draußen zu sein", so Kittle.

Soll heißen: "Manchmal müssen die Leute dich vor dir selbst schützen, das gehört einfach dazu, wenn man ein Footballspieler ist", sagte der Tight End.

Kein Spieler werde sich selbst aus einem Spiel herausnehmen wollen und das Team könne so viel tun, erklärte Kittle. "Es gibt Tests und so weiter, die kann man immer noch irgendwie bestehen, denke ich. Es liegt an der Mannschaft, diese Jungs wirklich zu schützen." 

Unmittelbare Folgen

Kittle glaubt, dass die Geschehnisse Folgen unmittelbare Folgen haben werden, was Abläufe beim Concussion Protocol angeht. Untersuchungen waren nach dem Spiel am Sonntag bereits eingeleitet worden.

Das Spiel am Donnerstag sei ein beängstigendes Beispiel dafür, wenn ein Spieler nicht geschützt werde, so Kittle: "Ich sage nicht, dass die Dolphins etwas falsch gemacht haben. Ich kenne die Details nicht, aber bei all den Untersuchungen, die jetzt anstehen, gehe ich davon aus, dass die Dinge in Zukunft noch verschärft werden." 

Du willst die wichtigsten NFL-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.