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NFL-freie Zeit füllen

"Alliance of American Football": Die nächste Liga soll kommen

Die "Alliance of American Football" ist ein weiterer Versuch, in der Offseason der NFL eine Football-Nische zu finden. Der Start soll 2019 erfolgen, direkt nach dem Super Bowl.

20.03.2018 18:27 Uhr / ran.de
Ebersol NFL
Charlie Ebersol: Er plant eine neue Football-Liga. © 2015 Getty Images

München/New York – Hat jemand Bock auf eine neue Football-Liga? Läuft alles nach Plan, gibt es ab 2020 insgesamt vier. Neben der NFL buhlt dann die "XFL" um die Gunst der Fans, die Arena Football League gibt es ja schon. Bereits ein Jahr früher, also ab Februar 2019, soll auch noch die "Alliance of American Football" an den Start gehen, ein Projekt des TV-Machers Charlie Ebersol, das am Dienstag in New York vorgestellt wurde.

 

Ebersol weiß zumindest, wie es nicht geht. Er ist der Sohn des langjährigen TV-Funktionärs Dick Ebersol, der gemeinsam mit Vince McMahon den ersten Versuch der Konkurrenz-Liga XFL Anfang der 2000er in den Sand setzte. Sein Sohn Charlie drehte zuletzt eine Dokumentation über den gescheiterten Versuch. McMahon steckt auch hinter XFL-Versuch Nummer zwei, der 2020 starten soll.

Kompetenz ins Boot geholt

Um seine Liga ans Laufen zu bringen, hat sich Ebersol eine Menge Kompetenz ins Boot geholt. Der frühere NFL-GM und heutige ESPN-Experte Bill Polian soll die Organisation übernehmen, der zweimalige Super-Bowl-Sieger und siebenmalige Pro Bowler Troy Polamalu kümmert sich um die Spieler, um die Teams USC-Legende J.K. McKay.

Als Berater konnte Ebersol die früheren Profis Hines Ward und Justin Tuck ebenso wie seinen Vater Dick gewinnen, zudem hat der 35-Jährige ein paar finanzstarke Investoren im Hintergrund. Die Liga soll am 9. Februar 2019 starten, also in der Woche nach Super Bowl LIII. Die Saison mit acht 50-Mann-Teams soll zehn Wochen andauern. Gerichtet ist sie unter anderem an die Spieler, die in der NFL dem Cut zum Opfer fallen. Daneben haben die Teams aus den Städten, die in den kommenden drei Monaten bekanntgegeben werden, auch noch regionale Drafts, um Spieler aus der Gegend zu rekrutieren.

Kurt Warner aus dem Lebensmittelladen

"Es gibt 28.000 Division I Footballer, und nur 1700 haben einen Job in der NFL. Wir suchen die Kurt Warners, die in Lebensmittelgeschäften arbeiten, und ich denke, wir werden sie finden", sagte er. Ebersol betonte, sein Projekt sei nicht kurzfristig, sondern auf sieben bis zehn Jahre angelegt. "Das wissen auch unsere Investoren", betonte er.

Ebersol präsentierte am Dienstag in New York auch gleichzeitig einen ausgetüftelten Medienplan, eine Zusammenarbeit mit CBS und CBS Sports Network, wo Spiele ebenso gezeigt werden sollen wie in der App der Liga. Fantasy Football wird ebenfalls integriert, immerhin kann man so Fans mitnehmen, die mit Fantasy Football nach dem Ende der NFL-Saison aufhören müssten.

Details zu den Regeln gab es auch, das Spiel soll unter anderem schneller werden, es soll keine TV-Timeouts und 60 Prozent weniger Werbung geben, dazu einen innovativen Ansatz bei der Übertragung. Wie immer der dann im Detail auch aussehen wird. Was Ebersol definitiv weiß, TV-Pläne hin oder her: Der Erfolg der Liga steht und fällt mit gutem Sport. 

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