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München - Der Wahnsinn um Antonio Brown bricht nicht ab. Nach dem Drama um seinen Abgang in Oakland und neuen Vergewaltigungsvorwürfen haben die New England Patriots nun die Reißleine gezogen. ran.de liefert Antworten auf die wichtigsten Fragen ...

Wie sich die Patriots ohne Antonio Brown gegen die New York Jets schlagen, seht ihr am Sonntag ab 19 Uhr im Livestream auf ran.de!

Was ist passiert?

Die New England Patriots haben Antonio Brown mit sofortiger Wirkung entlassen. Wie die Franchise per Twitter bekannt gab, wurde der Receiver entlassen. "Die New England Patriots entlassen Antonio Brown. Wir erkennen die harte Arbeit von vielen Leuten über die vergangenen elf Tage an, aber wir haben das Gefühl, dass es zum jetzigen Zeitpunkt am Besten ist, unterschiedliche Richtungen einzuschlagen" heißt es im offiziellem Statement.

Was bedeutet das für die Patriots?

Die Patriots zeigten sich mit der Verpflichtung von Antonio Brown mutig. Sie waren wohl überzeugt, das Enfant Terrible auch nach seinem professionell inszenierten Abgang in Oakland in die Patriots-Spur zu bekommen: harte Arbeit und sportlicher Erfolg um jeden Preis. Spätestens mit den Vergewaltigungsvorwürfen drehte sich diese Überzeugung wohl etwas. Plötzlich ging es auf Pressekonferenzen kaum noch um den Gameplan, sondern immer nur um AB. Sowohl Tom Brady als auch Bill Belichick wirkten zunehmend genervt. Am Freitag verließ der Headcoach die Pressekonferenz vorzeitig, als wieder fast nur Fragen zu Brown gestellt wurden.

In Boston geht es um den Sport und das Team - und nicht um Einzelpersonen. Diesen Zustand haben die Patriots jetzt erst mal wieder hergestellt und sich medial etwas aus der Schusslinie genommen.

NFL-Experte Adam Schefter sagt: "Die Patriots hätten Brown nie verpflichtet, wenn sie von den ganzen Themen abseits des Football-Feldes gewusst hätten."

Rein sportlich ist der Abgang des produktivsten Wide Receivers der vergangenen sechs Jahre natürlich ein Verlust. Doch mit Super-Bowl-MVP Julian Edelman, Josh Gordon, Phillip Dorsett und Jakobi Meyers ist der amtierende Champion immer noch beeindruckend stark aufgestellt. Dazu kommt später in der Saison wohl noch der derzeit verletzte Erstrunden-Pick N'Keal Harry.

Und: Die Patriots sparen Geld.

Was bedeutet das Aus für Antonio Brown?

Brown wurde zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen entlassen. Er war innerhalb eines Jahres für drei NFL-Teams aktiv. In der vergangenen Saison stand er noch bei den Steelers unter Vertrag, die Offseason und Preseason verbrachte er bei den Raiders. Ganze elf Tage und ein Spiel stand er in Diensten der Patriots.

Und: Antonio Brown hat dabei eine Menge Geld verloren!  

Bei den Raiders unterschrieb er im März einen Vertrag mit damals noch 30 Millionen US-Dollar Garantie-Summe. Nach seiner provozierten Entlassung tauschte er dieses Geld gegen neun Millionen Dollar Signing Bonus bei den Patriots. Doch die erste Rate hätte er erst am kommenden Montag bekommen. Was er jetzt für die Saison 2019 bislang verdient hat: 158.333 Dollar.

Wie geht es jetzt für Antonio Brown weiter?

Drew Rosenhaus, der Berater von Antonio Brown, meldete sich kurz nach der Entlassung seines Klienten auf Twitter zu Wort und zeigte sich optimistisch: "Antonio ist gesund und freut sich auf seine nächste Chance in der NFL. Er liebt das Spiel und hofft, bald für ein anderes Team zu spielen."

Diesen Optimismus teilen viele NFL-Experten in den USA nicht. Wer sollte Antonio Brown in den Griff bekommen, wenn nicht die Patriots? Wer sollte die Medien in den Griff bekommen, wenn nicht die Patriots? NFL-Experte Adam Schefter ist sich sicher, dass die NFL nun in Ruhe und ohne Zeitdruck wegen der Missbrauchs-Vorwürfe gegen Brown ermitteln kann, ohne dass ein neues Team den 31-Jährigen verpflichtet. Stünde Brown unter Vertrag, müsste die NFL schneller handeln und zumindest entscheiden, ob er vorläufig gesperrt wird.

Schefter folgert daraus: "Die NFL-Karriere von Brown ist unterbrochen und könnte sogar vorbei sein." 

 

War der Touchdown-Pass von Tom Brady tatsächlich der letzte, den Antonio Brown in der NFL gefangen hat? Viele Argumente sprechen dafür. Doch viele Wendungen der vergangene Wochen schienen ebenfalls mehr als unwahrscheinlich.

Und eventuell gibt es ja doch das ein oder andere ganz verzweifelte Team, das alle Risiken in Kauf nimmt, um einen Top-Receiver zu bekommen. Und vielleicht fängt Antonio Brown dann ja noch mal einen Touchdown in Miami ...  

Was bedeutet das für die Fans?

Das kommt ganz darauf an, ob man Fan der Steelers, Raiders oder Patriots ist. Die besten Netz-Reaktoinen auf die Entlassung von Antonio Brown findet ihr auf jeden Fall hier.

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