Boxen

Trainerlegende plant Großes

Wegners Masterplan: Drei Weltmeister bis Jahresende

Die Trainerlegende Uli Wegner verfolgt einen großen Plan. Zum Ende des Jahres möchte er neben Arthur Abraham noch zwei weitere Weltmeister zu seinem Team zählen können. Einzelgespräche und Vertrauen sind dabei wichtige Details. 

18.01.2016 11:47 Uhr / ran.de
Uli Wegner mit Jack Culcay
Uli Wegner will drei Weltmeister in seinem Team haben. © 2015 Getty Images

München - Ulli Wegner hat 2016 Großes vor. Der Kulttrainer will bis Ende des Jahres drei Weltmeister in seiner Trainingsgruppe haben. Zu WBO-Champion Arthur Abraham sollen sich Jack Culcay und Kubrat Pulev gesellen. Das diesem Vorhaben eine gute Planung und Vorbereitung vorangehen muss, ist dem 73-jährigen Trainerfuchs bewusst. Daher verschlägt es ihn und seine Truppe für eine Woche ins Bundesleistungszentrum Kienbaum.

"Mir geht es hierbei um drei wichtige Aspekte", so Wegner. "Es müssen zum einen die Grundlagen für unsere bevorstehenden Aufgaben gelegt werden. Kraft, Koordination und Ausdauer stehen dabei im Vordergrund." Das könnte man allerdings auch im heimischen Max-Schmeling-Gym in Berlin machen.

Einzelgespräche sind Schlüssel zum Erfolg

Daher geht Wegner direkt zu Punkt zwei über: "Ich will in aller Ruhe mit meinen Jungs das vergangene Jahr auswerten, vor allen Dingen Videostudium betreiben. Noch wichtiger ist es aber, sich über die kurz- und langfristige Karriereplanung mit dem jeweiligen Boxer zu unterhalten."

Vor allem diese Einzelgespräche sind laut der Trainerlegende immens wichtig, wenn man in der Weltspitze ein Wörtchen mitreden will, "das ist nämlich leider im vergangenen Jahr zu kurz gekommen. Da ging es Schlag auf Schlag. Unser Sport ist allerdings keine Massenabfertigung. Jetzt will ich mir die Zeit nehmen, um auf jeden meiner Sportler individuell besser einzugehen. Ich will wissen, ob wir am gleichen Strang ziehen und dasselbe Ziel verfolgen: Zu den Besten in der Welt zu gehören."

Vertrauen in das Team

Der wichtigste Gesichtspunkt ist laut dem Mann mit der Reibeisenstimme jedoch der Zusammenhalt untereinander. Dazu zählt Wegner auch seinen Assistenz-Coach Georg Bramowski und Masseur Ralf Lewandowski: "Natürlich ist Boxen ein Individualsport, doch hinter den Kulissen muss alles ineinandergreifen."

Wegner weiter: "Der Athlet muss nicht nur mir, sondern auch den anderen Leuten in seiner Ecke blind vertrauen. Bei gemeinsamen Abendessen und Unternehmungen außerhalb des Trainings will ich daher das Gemeinschaftsgefühl stärken. Jeder soll für den anderen einstehen - das gibt Kraft für die anstehenden Herausforderungen."

Aus eins macht drei! Ulli Wegners Masterplan ist klar – ob dieser aufgeht, wird in spätestens zwölf Monaten zu sehen sein.

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