München - Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat nicht nur die Politik, sondern auch die Sportwelt schockiert und wird weitreichende Folgen haben.

ran fasst die aktuellen Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg und ihren Sportbezug zusammen.

25. Juli, 23:22 Uhr: Ex-NBA-Profi Slawa Medwedenko versteigert seine Meisterringe

Der ehemalige NBA-Profi Slawa Medwedenko versteigert seine Meisterringe aus den Jahren 2001 und 2002. Mit dem Erlös will der mittlerweile 43-Jährige ukrainische Kinder unterstützen und will Sportplätze, sowie Sportanlagen wieder aufbauen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur "AP" erklärte der Ukrainer, der nach dem Abschied vom Basketball-Court eine politische Karriere eingeschlagen hat: "Wir wollen sie wiederaufbauen, weil die russische Armee mehr als Hundert Schulen zerbombt hat. Unser Land, es braucht sehr viel Geld, um die Schulen aufzubauen. Der Sport und Sportanlagen werden die Letzten in der Reihe sein. In der Ukraine kommt der Winter - die Kinder müssen drinnen spielen."

Die Ringe, die er zusammen mit den Superstars Kobe Bryant und Shaquille O'Neal bei den Los Angeles Lakers gewann, sollen zusammen rund 100.000 US-Dollar wert sein.

18. Juli, 22:49 Uhr: Schachtjor Donetsk verklagt FIFA auf Schadensersatz

Zwischen dem ukrainischen Topteam Schachtjor Donetsk und dem Fußball-Weltverband FIFA kommt es laut einem Bericht von "The Athletic" zum Rechtsstreit.

Der Verein soll beim Sportgerichtshof CAS bereits Klage gegen die FIFA eingereicht haben. Hintergrund ist, dass die FIFA am 21. Juni die Sonderregelung rund um ausländische Spieler und Trainer im russischen und ukrainischen Klubfußball um ein Jahr bis 30. Juni 2023 verlängert hat.

Diese Sonderregelung besagt, dass ausländische Spieler und Trainer in diesen beiden Ländern ihre Verträge einseitig bis Ende Juni 2023 aussetzen und bis dahin für andere Klubs spielen bzw. coachen können.

Schachtjor Donetsk plante für den Sommer 2022 allerdings zahlreiche Verkäufe von ausländischen Spielern, durch die Verlängerung der Sonderregelung durch die FIFA kamen dem Verein zufolge die Gespräche mit interessierten Vereinen über den Transfer von Spielern allerdings zum Erliegen.

"Aufgrund der FIFA-Entscheidung hat der FC Shakhtar die Möglichkeit verloren, vier ausländische Spieler für insgesamt 50 Millionen Euro zu transferieren", heißt es in einem Brief von Palkin an FIFA-Präsident Gianni Infantino, der von "The Athletic" zitiert wird.

Die geplanten Verkäufe der ausländischen Spieler sei innerhalb von 48 Stunden nach der Verlängerung der Sonderregelung durch die FIFA gescheitert, heißt es weiter in Palkins Brief. Daher fordere Schachtjor nun 50 Millionen Euro Schadensersatz vom Fußball-Weltverband für die entgangenen Tranfereinnahmen.

30. Juni, 16:18 Uhr: Ukrainische Leichtathleten dank Hilfsfonds zur Leichtathletik-WM

Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics (WA) ermöglicht einer ersten Gruppe von ukrainischen Aktiven und Trainern die Teilnahme an der WM in den USA. Dank eines Hilfsfonds konnte der Flug finanziert werden. In Eugene/Oregon werden vom 15. bis 24. Juli die Titelkämpf ausgetragen.

Der Verband hat bislang 220.000 US-Dollar (212.000 Euro) in den Fonds investiert, von dem bis dato 53 Athleten, 25 Trainer und 18 Familienmitglieder profitiert haben.

Er sei "dankbar und stolz" über die Unterstützung des ukrainischen Verbandes durch den Sport und die Olympische Gemeinschaft, sagte WA-Präsident Sebastian Coe. Ohne diese Hilfe, betonte Jolanta Chropach, Generalsekretärin des ukrainischen Verbandes, sei es "unmöglich, dass unsere Athleten trainieren und starten könnten".

Der Fonds für die ukrainische Leichtathletik war im April aufgelegt worden.

24. Juni, 14:48 Uhr: Wimbledon lädt ukrainische Geflüchtete ein

Der All England Club verschenkt Wimbledontickets für den "middle sunday" an Geflüchtete aus der Ukraine. Das teilten die Organisatoren des Rasenklassikers drei Tage vor Turnierbeginn am Freitag mit. Traditionell fand das Turnier an 13 Tagen statt, mit der Änderung wird die vierte Runde des Turniers nun auch am ersten Sonntag des zweiwöchigen Grand Slams ausgetragen.

Zusätzlich spenden der britische Tennisverband LTA und der Club, der trotz heftiger Kritik aus der Tennisszene russische und belarussische Spielerinnen und Spieler wegen des Angriffskriegs ausgeschlossen hat, 250.000 Pfund für die Flüchtlingshilfe.

"Ich freue mich, die ukrainischen Flüchtlinge, die in Merton und Wandsworth untergebracht sind, zu den Matches am 'middle sunday' begrüßen zu dürfen", sagte Ian Hewitt, Vorsitzender des All England Club. Er hoffe auf eine "besondere Atmosphäre" an einem besonderen Tag in der Wimbledongeschichte: Bei der 135. Auflage der Championships gehört der mittlere Sonntag im Turnier erstmals offiziell zum Spielplan. Bislang war er nur viermal (1991, 1997, 2004 und 2016) als Ausweichtag genutzt worden.

18. Juni, 15:12 Uhr: Schwede Jerebko verlässt ZSKA Moskau

Ex-NBA-Profi Jonas Jerebko hat ZSKA Moskau drei Monate nach seinem umstrittenen Wechsel in die russische Hauptstadt wieder verlassen. Der Wechsel habe sich für den Schweden als "in mehrfacher Hinsicht schwierig" erwiesen, teilte der Basketball-Klub mit.

Der 35-Jährige war mitten im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nach Moskau gewechselt und daraufhin aus der schwedischen Nationalmannschaft ausgeschlossen worden. Sein Abschied von ZSKA ändere an dieser Entscheidung nichts, teilte der schwedische Verband SBBF am Samstag mit.

Jerebko, bislang einziger Schwede in der NBA, war nach einem Engagement bei BK Chimki seit Januar 2021 vereinslos und hatte sich trotz der politischen Situation für ein Engagement in der russischen Hauptstadt entschieden. ZSKA war im Zuge der Sanktionen aus der EuroLeague ausgeschlossen wurde, der deutsche Nationalspieler Johannes Voigtmann verließ den Klub.

Zwischen 2009 und 2018 hatte Flügelspieler Jerebko 635 Mal in der NBA gespielt, die längste Zeit davon bei den Detroit Pistons.

15. Juni, 21:12 Uhr: Russischer Ex-Fußballer kritisiert Putins Krieg als "Katastrophe" 

Es gibt nicht viele prominente Russen, die sich offen gegen den Präsidenten Wladimir Putin und dessen Krieg gegen die Ukraine stellen. Jetzt meldet sich Ex-Fußball-Nationalspieler Igor Denisow zu Wort, nennt den Krieg im Gespräch mit dem Sportjournalisten und Blogger Nobel Arustamyan "eine Katastrophe".

Er habe eine Video-Botschaft aufgezeichnet, die von die russischen Staatsmedien aber nicht gesendet würde, sagte der frühere Kapitän der Nationalmannschaft, der während seiner Karriere für Zenit St. Petersburg, Dynamo Moskau und Lokomotive Moskau spielte. "Ich weiß nicht, vielleicht werde ich für diese Worte eingesperrt oder getötet, aber ich sage es, wie es ist. Meine Wahrnehmung von allem hat sich drastisch verändert. Ich habe nicht geschlafen. Ich habe wahrscheinlich vier Tage lang drei Stunden geschlafen. Ich war einfach schockiert", so Denisow. 

Die Gründe für den Krieg könne ihm niemand erklären, sagte er: "Vielleicht, weil ich nicht belesen bin, vielleicht, weil ich mich in Geschichte nicht gut auskenne, aber ich bin dagegen. Ich mag es nicht, wenn Menschen sterben. Ich kann dazu nicht mehr schweigen." Doch seine Botschaft, in der er auch Putin direkt anspricht, will in seiner Heimat niemand hören.

Trotzdem könne er nicht anders, als sich zu Wort zu melden, betonte er, und das trotz möglicher Konsequenzen, die er aber nicht fürchtet: "Ich verstecke mich nicht, ich gehe nirgendwo hin – ich habe das nicht nötig."

09. Juni, 13:12 Uhr: Premier League entzieht Russland-Sender die Rechte 

Die Premier League hat sich nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine von TV-Partner "Match TV" getrennt. 

Das gab die Liga nach einem Treffen aller Mitglieder am Donnerstag bekannt. Der Vertrag wäre erst zur kommenden Saison gestartet und über sechs Jahre gelaufen. 

Doch nun löste die Liga den Vertrag vorzeitig auf und verzichtet auf die TV-Gelder aus Russland. 

08. Juni, 22:57 Uhr: Ukrainischer Handball-Meister wird Gaststarter in 2. Liga

Der ukrainische Handball-Meister FK Motor Saporoschje nimmt in der kommenden Saison als Gaststarter am Spielbetrieb der 2. Bundesliga teil. Ligapräsident Uwe Schwenker bestätigte dies am Mittwoch und fügte hinzu: "Uns war klar: Bei dieser Frage muss eine basisdemokratische Entscheidung der Klubs getroffen werden. Letztlich hat sich eine deutliche Mehrheit für die Aufnahme ausgesprochen. Die Klubs haben gesagt: Hier helfen wir, Handballer helfen Handballern."

Die Heimspiele absolvieren die Ukrainer im Castello in Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt sorgt auch für die Unterbringung des Teams und hatte laut Schwenker großen Anteil daran, dass das Projekt kurzfristig umgesetzt werden konnte.

Saporoschje kann dadurch Spielpraxis für die Champions League sammeln. Der Spielbetrieb in der Ukraine ruht wegen des Angriffskriegs Russlands derzeit. Für eine Teilnahme an der Königsklasse müsste die Europäischen Handball-Föderation (EHF) Saporoschje noch allerdings eine Wildcard erteilen.

Für die 2. Handball-Bundesliga kommt der Gaststart der Ukrainer sogar nicht ungelegen. Da in der kommenden Saison nur 19 Mannschaften vertreten sind, werden dadurch spielfreie Wochenenden vermieden.

05. Juni, 20:26 Uhr: Russischer Cyber-Angriff während Ukraine-Spiels

Während die Ukraine in den WM-Quali-Playoffs in Wales um die Endrunden-Teilnahme kämpfte und letztlich mit 0:1 verlor, wurde ein ukrainischer Online-Fernsehsender Opfer eines offenbar russischen Cyber-Angriffs. 

Die ukrainische Mediengruppe "ollTV" bestätigte den Cyber-Angriff mittlerweile.

Wie Fotos in den sozialen Medien zeigen, sollen nach dem Cyber-Angriff russische Propaganda-Nachrichten auf den Kanälen von "ollTV" gelaufen sein anstatt eben das Spiel der ukrainischen Nationalmannschaft in Wales. 

05. Juni, 17:08 Uhr: Ukraine startet ab August wieder mit Profi-Fußball 

Trotz des noch laufenden Kriegs wird in der Ukraine ab August wieder professionell Fußball gespielt. Das gab der Präsident des ukrainischen Fußball-Verbands, Andriy Pavelko, bekannt. Er habe mit Präsident Volodymyr Zelensky und den Präsidenten von FIFA und UEFA darüber gesprochen, sagte Pavelko der Nachrichtenagentur "AP".

"Wir sprachen darüber, dass Fußball eine sehr große Kraft hat, um die Menschen wieder an eine glückliche Zukunft glauben zu lassen", meinte Pavelko. 

Der Profi-Betrieb in der Ukraine war unmittelbar nach Ausbruch des Kriegs abgebrochen worden. Die Nationalmannschaft der Ukraine kämpft ab 18 Uhr in den WM-Playoffs gegen Wales um das letzte europäische WM-Ticket. 

04. Juni, 18:15 Uhr: Wales gibt 100 Tickets für WM-Qualifikationsspiel an ukrainische Geflüchtete

Der walisische Fußballverband und die Regierung des Landes haben bestätigt, dass 100 ukrainische Geflüchtete die Möglichkeit bekommen, das Playoff-Finale zwischen Wales und der Ukraine im Stadion zu sehen. Laut "BBC" hatten sich zuvor bereits länger in Wales lebende Ukrainer beim Verband dafür eingesetzt. Das Spiel im Cardiff City Stadium wird ausverkauft sein.

Der ukrainische Botschafter soll ebenfalls eingeladen worden sein, zudem ist ein Empfang der Mannschaft am Flughafen geplant. Wales' Erster Minister Mark Drakeford kündigte an: "Ich möchte dem ukrainischen Team und seinen Fans eine herzliche walisische Begrüßung in Cardiff bereiten."

"Das wird für uns eine Möglichkeit sein, unsere Unterstützung für die Ukraine zu bekräftigen. Ich bin mir sicher, dass das Spiel ein sehr kompetitives Aufeinandertreffen zwischen zwei talentierten und leidenschaftlichen Mannschaften wird - es gibt einen großen Preis zu gewinnen", fügte Regierungschef Drakeford hinzu.

Die Ukraine schlug am Mittwoch bereits Schottland, jetzt geht es um das Ticket für die Endrunde der Weltmeisterschaft in Katar. Wales hofft, sich zum ersten Mal nach 1958 zu qualifizieren, die Ukraine schaffte es bisher 2006 das erste und einzige Mal.

13. Mai, 21:30 Uhr: Russische Top-Klubs erheben beim CAS Einspruch

Vier russische Fußball-Topklubs ziehen gegen den Ausschluss von europäischen Klub-Wettbewerben vor den CAS. Gemeinsam mit Meister Zenit St. Petersburg, Dynamo Moskau und PFC Sotschi habe man Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof gegen die Entscheidung der UEFA erhoben, teilte ZSKA Moskau in einer Erklärung am Freitag mit.

"Alle Vereine haben darum gebeten, dass ihre Beschwerde dringend geprüft wird", hieß es. ZSKA Moskau strebe "die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben an. Wir erwarten, dass das sportliche Prinzip respektiert wird." Die vier Klubs belegen zwei Spieltage vor dem Saisonende der russischen Liga die ersten vier Plätze.

Die UEFA hatte aufgrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine umfangreiche Sanktionen gegen Russlands Fußball beschlossen. Unter anderem wurden Klubteams von sämtlichen UEFA-Wettbewerben in der laufenden und der kommenden Spielzeit ausgeschlossen.

13. Mai, 21:20 Uhr: Colts-Owner ersteigert Baseball mit Selenskyj-Unterschrift

Der Owner der Inidanapolis Colts Jim Irsay hat einen Baseball ersteigert, auf dessen die Unterschrift des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geschrieben ist.

Selenskyj hatte diesen Baseball im Rahmen eines Aufenthalts in New York im Jahre 2019 unterschrieben. Für Irsay war der Kauf eine Herzensangelegenheit. Auf Instagram fand er emotionale Worte für den ukrainischen Präsidenten.

"Im Zuge der russischen Invasion hat Selenskyj trotz des Angesichts eines Disasters unerreichte Courage gezeigt", erklärte der Colts-Owner und führte fort: "Er hat sich zu Recht die Bewunderung anderer auf der ganzen Welt verdient und wird als einer, der ikonischsten Führungspersonen des 21. Jahrunderts in die Geschichte eingehen."

Der Baseball wird im Rahmen der Ausstellung "The Jim Irsay Collection" am 3. Juni in New York zu sehen sein.

12. Mai, 09:50 Uhr: DTM lädt Ukrainer zum Rennen am Lausitzring ein

Schöne Geste der DTM! Die Rennsportserie lädt ukrainischen Staatsbürger zum Rennen am Lausitzring ein. Die Freikarten, die man nach Vorlage eines ukrainischen Passes erhält, berechtigen neben dem Rennen, auch zu einem Besuch im Paddock.

Das gab Martin Tomczyk, DTM Representative Brand & Sports, am Rande des Benefizspiels zwischen Borussia Mönchengladbach und der ukrainischen Nationalmannschaft bekannt.

Das Rennwochenende in der Lausitz findet vom 20.-22. Mai statt.

2. Mai, 15:15 Uhr: Ukrainischer Tennis-Profi geht Nadal auf Twitter an

Sergej Stachowski hat seine Tennis-Karriere auf Eis gelegt, um seine ukrainische Heimat vor den rusischen Invasoren zu verteidigen. Dabei behält er aber auch immer die Entwicklungen in seinem Sport im Blick.

Als nun Rafael Nadal am Rande des ATP-Turniers in Madrid den Ausschluss russischer und belarussischer Tennis-Spieler vom Wimbledon-Turnier - ähnlich wie andere Stars zuvor - kritisierte und als "unfair" betitelte, sah Stachowski die Zeit für eine Reaktion gekommen.

"Rafael Nadal, wir haben miteinander konkurriert ... wie sind auf der Tour gegeneinander angetreten", wendet sich der 36-Jährige via Twitter direkt an den 21-maligen Grand-Slam-Turnier-Sieger: "Sag mir bitte, was daran fair ist, dass ukrainische Spieler nicht nach Hause zurückkehren können? Wie kann es fair sein, dass ukrainische Kinder nicht Tennis spielen können? Wie kann es fair sein, dass Ukrainer sterben?"

Anders als in vielen anderen Sportarten dürfen Tennis-Profis aus Russland und Belarus weiter an Wettbewerben teilnehmen, nur eben nicht unter der Flagge ihres Heimatlandes. Immer wieder wird betont, dass sich der "Weiße Sport" nicht von der Politik vereinnahmen will, folglich auch niemanden wegen seiner Herkunft ausschließt.

Die Wimbledon-Organisatoren erklären ihren Schritt derweil damit, Russland solle nicht die Möglichkeit bekommen, mögliche Erfolge der Landsleute auf dem heiligen Rasen für eigene Propaganda zu nutzen.

29. April, 23:35 Uhr: Konsortium um Todd Boehly gewinnt Poker um den FC Chelsea

Der Poker um den Verkauf des FC Chelsea ist offenbar beendet. Englischen Medienberichten zufolge, soll das Konsortium des US-Amerikaners Todd Boehly den Zuschlag für den Kauf der "Blues" erhalten haben. 

Der Miteigentümer der Los Angeles Dodgers soll mit einem Angebot über rund 4,1 Milliarden US-Dollar seine Konkurrenz ausgestochen haben, wie "The Telegraph" berichtet. Boehly sei bereits mitgeteilt worden, dass er der bevorzugte Käufer des Vereins sei.

Damit der Deal amtlich wird, muss allerdings noch die Genehmigung der britischen Regierung eingeholt werden, da sichergestellt werden soll, dass Roman Abramowitsch nicht am Verkauf partizipiert. Zum Konsortium von Boehly gehören der Schweizer Milliardär Hansjorg Wyss, Mark Walter, der britische Unternehmer Jonathan Goldstein und die Investmentfirma Clearlake Capital.

Der Gewinn aus dem Verkauf soll in eine Stiftung fließen, die den Kriegsopfern des Ukraine-Krieges zugute kommen soll.

29. April, 11:39 Uhr: Borussia Mönchengladbach spielt gegen die ukrainische Nationalmannschaft

Borussia Mönchengladbach hat bekannt gegeben, dass der Verein ein Spiel gegen die ukrainische Nationalmannschaft austragen wird. Die Partie soll am 11. Mai stattfinden. Eine Anstoßzeit steht noch nicht fest, da der Klub zuerst versuchen möchte einen geeigneten Sendeplatz im TV zu finden.

Der Kartenverkauft ist bereits gestartet. Alle Einnahmen werden wohltätigen Zwecken zugutekommen, die die Ukraine unterstützen.

Ukrainische Staatsbürger bekommen freien Eintritt zum Spiel. Lediglich der Reisepass muss vor dem Betreten des Stadions vorgezeigt werden. Die Partie wird das erste Spiel der ukrainischen Nationalmannschaft seit Ausbruch des Krieges sein und soll als Vorbereitung für die WM-Playoff-Spiele dienen.

28. April, 23:10 Uhr: Ukrainischer Tennis Vizepräsident Zukin befürwortet Wimbledon-Ausschluss von Russland

Der Vizepräsident des ukrainischen Tennisverbands, Evgeniy Zukin, hat den Ausschluss russischer Spieler von Wimbledon befürwortet und zeitgleich die ATP und WTA gewarnt, dass sie auf der falschen Seite stehen würden, wenn sie dagegen vorgehen sollten, wie "The Guardian" berichtet. 

Zukin sagte dazu: "Natürlich haben sie die richtige Entscheidung getroffen, und ich bin wirklich überrascht, dass die ATP, die WTA und ein Großteil der Tennis-Community das nicht verstehen. Auch im Sport darf es nicht weitergehen wie bisher."

Und weiter: "Wenn ATP und WTA die Werte einer freien Welt teilen, müssen sie etwas tun, um das Monster zu stoppen. Sonst spielen sie auf der Seite des Monsters."

Die WTA und die ATP hatten Wimbledon zuvor Diskriminierung russischer Spieler vorgeworfen. Zukin zufolge, sei der Ausschluss jedoch eine legitime Reaktion, da man bedenken müsse, wie sehr Russland den Sport als Propagandainstrument einsetzen würde. 

Zukin äußerte sich wie folgt: "Ich liebe es, Daniil Medvedev und Andrey Rublev spielen zu sehen. Aber wenn Sie an die Frauen und Kinder denken, die leiden und Dinge erleben, die Sie sich in Ihren schlimmsten Albträumen nur vorstellen können, ist es falsch, Russen zu erlauben, auf der Tour zu spielen und ihr System zu fördern. Es ist einfach nicht die Zeit."

Die WTA und die ATP wollen in dieser Woche noch bei der Madrid Open zusammenkommen, um über weitere Schritte nachzudenken. 

28. April, 17:30 Uhr: Abramowitsch fordert wohl weitere 500 Millionen Pfund für Chelsea-Verkauf

Laut einem Bericht von "Sky Sports" fordert Roman Abramowitsch zusätzliche 500 Millionen Pfund (gut 590 Millionen Euro) für den Verkauf seines Klubs FC Chelsea.

Das wurde den drei übrig gebliebenden Interessenten in den vergangenen 48 Stunden mitgeiteilt - also nur wenige Tage vor der endgültigen Ernennung des ausgewählten Konsortiums.

Dem Bericht zufolge soll die Forderung nach der zusätzlichen Summe direkt von den Mitarbeitern Abramowitschs gekommen sein. Die 500 Millionen Pfund sollen demnach - wie weitere 500 Millionen Pfund - an wohltätige Zwecke gespendet werden. Der Gesamt-Preis für den englischen Klub beläuft sich damit auf rund 2,5 Milliarden Pfund (knapp drei Milliarden Euro).

Die englische Regierung hatte bereits vor einigen Wochen beschlossen, dass Abramowitsch durch die Sanktionierung nichts von dem Geld erhalten darf. Die drei Bieter fordern dennoch, Zusicherungen über den Bestimmungsort der weiteren 500 Millionen Pfund zu erhalten, da nach wie vor unklar ist, bei welchen Stiftungen die Gelder schlussendlich landen werden.

27. April, 08:15 Uhr: Ukrainische Liga wird abgebrochen

Die Saison in der ukrainischen Fußballliga ist infolge der russischen Invasion endgültig abgebrochen worden. Wie die Liga mitteilte, wird die Tabelle vom 24. Februar, dem Tag des Einmarschs russischer Truppen, als final gewertet. Ein Meister wird nicht gekürt. Bislang war die Liga lediglich ausgesetzt gewesen. 

Schachtjor Donezk führte die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Dynamo Kiew an. Beiden Klubs wird voraussichtlich ein Platz in der Champions-League-Qualifikation zugesprochen. Der Spielbetrieb wurde nach der Winterpause nicht mehr aufgenommen. Die letzten Spiele fanden Mitte Dezember statt.

26. April, 22:20 Uhr: BVB verliert Benefizspiel gegen Dynamo Kiew mit 2:3

Borussia Dortmund hat das Benefizspiel gegen den ukrainischen Vorzeigeklub Dynamo Kiew mit 2:3 (1:3) verloren. 400.000 Euro brachte die Partie, mit denen notleidende Menschen in der Ukraine unterstützt werden sollen. Insgesamt kamen rund 35.000 Zuschauer.

Schon vor Anstoß flossen bei der Nationalhymne der Ukraine bei einigen Dynamo-Anhängern auf der Tribüne die Tränen, viele Zuschauer hielten Plakate mit Aufschriften wie "Stop War - Stop Putin", "Save Mariupol" oder schlicht "Frieden" in die Höhe.

Im Vorfeld der Partie durfte der 16 Jahre alte Ivan Matviichuk mit Stadionsprecher Nobby Dickel die Mannschaftaufstellungen vortragen, während der drei Jahre jüngere Nikita Semenov den symbolischen Anstoß ausführen durfte. Die zweite Hälfte leitete zudem der ukrainische Schiedsrichter Denys Shurman.

"Als Präsident von Borussia Dortmund bin ich stolz auf diejenigen, die heute gekommen sind und damit dafür gesorgt haben, dass Menschen etwas zu essen und trinken bekommen", sagte Reinhard Rauball im "ZDF".

Das Geschehen auf dem Rasen geriet schnell zur Nebensache, die BVB-Tore durch Jamie Bynoe-Gittens (4.) und Tom Rothe (65.) wurden ebenso bejubelt wie die Treffer der Gäste. Nach dem Spiel spendeten die Zuschauer beiden Teams lauten Applaus.

26. April, 18:12 Uhr: IIHF entzieht Russland die Eishockey-WM 2023

Der Eishockey-Weltverband IIHF hat Russland die WM 2023 entzogen. Dies teilte der Verband am Montag nach einer Sitzung in Zürich mit.

Wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine sei die "Sicherheit und das Wohlergehen von Spielern, Offiziellen, Medienvertretern und Fans" gefährdet, hieß es in der Begründung. Ursprünglich hätte vom 5. bis 21. Mai 2023 in St. Petersburg gespielt werden sollen.

Ein neuer Spielort wird nun Ende Mai während der Weltmeisterschaft in Finnland bekanntgegeben. Die WM 2022 findet vom 13. bis 29. Mai statt.

Für das laufende Jahr hatte die IIHF bereits alle in Russland geplanten Veranstaltungen gestrichen und auch die Nationalteams Russlands und Belarus vom bevorstehenden WM-Turnier ausgeschlossen. Zuletzt war Russland auch die Junioren-WM 2023 in Nowosibirsk und Omsk entzogen worden.

26. April, 09:57 Uhr: Ovtcharov musste Oma aus Kiew befreien

Der in der Ukraine geborene Tischtennis-Spieler Dimitrij Ovtcharov kann sich während des Krieges in der Ukraine nur schwer auf seinen Sport konzentrieren, offenbarte er nun.

Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte der Bronzemedaillengewinner von Tokio, dass er sich um seine Familie kümmern muss "Ich habe mich zu Beginn gar nicht mit Tischtennis beschäftigt, sondern nur daran gedacht, wie ich meine Oma aus Kiew bringen kann", so Deutschlands Nummer zwei.

"Freunde haben sie spontan im Auto mitgenommen, sie hatte nur ihre Handtasche und ihren Pass dabei", berichtet Ovtcharov. Wochenlang habe es gedauert, sie zu erreichen und aus dem Land zu evakuieren.

Seinen russischen Klub Fakel Orenburg hat der 33-Jährige auch bereits verlassen. "Es ist unmöglich, weiter dort zu spielen." Diese Entscheidung konnte er laut eigener Aussage aber erst treffen, als seine Oma in Sicherheit war. 

Ab der kommenden Saison spielt der in Kiew geborene Rechtshänder wieder in Deutschland und wird für den TTC Neu-Ulm aufschlagen.

25. April, 18:15 Uhr: Wladimir Klitschko liebäugelt mit Box-Comeback nach Kriegsende

Ex-Weltmeister Wladimir Klitschko denkt über ein Comeback im Boxring nach. "Wenn ich in guter Form bin, wer weiß. Vielleicht habe ich diesen Traum, den Rekord von George Foreman zu brechen", sagte der 46-Jährige im Gespräch mit der "Bild": "Das motiviert mich, jeden Tag aufzustehen."

Bereits vor einigen Jahren hatte Klitschko angedeutet, dass ihn der Altersrekord des legendären Foreman reizt. Dieser hatte mit 45 Jahren, neun Monaten und 25 Tagen die Titel der Verbände WBA und IBF gewonnen. 

Er habe gelernt, "dass man trotz des Krieges das Leben nicht vergessen darf. Sport ist Teil meines Lebens", sagte Klitschko: "Ich möchte keinen Kiefer brechen, ich möchte einen Rekord brechen." Das habe er bereits vor Kriegsbeginn gesagt. "Während des Kriegs geht es um den Frieden in der Ukraine, und wenn der Frieden kommt, dann reden wir nochmal darüber", ergänzte der 46-Jährige.

Klitschko unterstützt derzeit in seiner ukrainischen Heimat seinen älteren Bruder Witali (50), der als Bürgermeister von Kiew seit der russischen Invasion Ende Februar das Land verteidigt.

Im Sommer 2017 hatte "Dr. Steelhammer" seine Karriere nach 69 Profikämpfen (64 Siege) beendet. Maßgeblich für seine damalige Entscheidung waren Niederlagen gegen die britischen Boxer Tyson Fury und Anthony Joshua.

22. April, 18:10 Uhr: FC Bayern organisiert Wohnraum für ukrainische Geflüchtete

Der FC Bayern München weitet sein Engagement für Menschen aus, die wegen des Kriegs in der Ukraine in Not geraten sind. Im Rahmen seiner Hilfsmaßnahmen organisiert der deutsche Fußball-Rekordmeister nun in Zusammenarbeit mit dem Sozialreferat der Stadt München speziellen Wohnraum für Menschen mit Behinderung.

Die FC Bayern München AG und der FC Bayern Hilfe e.V. finanzieren die Kosten für das Mietprojekt in Höhe von mehr als 200.000 Euro zu gleichen Teilen. Der Klub garantiert die Kosten für zunächst zwei Jahre. Zudem startet der FC Bayern ab 26. April das kostenlose Programm "We move together", bei dem er auf seinem Campus Sportmöglichkeiten für alle Geflüchteten schafft. 

"Der FC Bayern hat von Anfang an Position gegen den Krieg in der Ukraine bezogen und seine Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine zum Ausdruck gebracht. So haben wir zunächst eine Spendenaktion für Kinder gegründet, und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wie sehr viele Deutsche umgehend Hilfsgüter gesammelt", erklärte Präsident Herbert Hainer: "Jetzt wird der FC Bayern Menschen mit Behinderung aus der Ukraine mit einem nachhaltigen Fürsorgepaket unterstützen."

20. April, 16:35 Uhr: Russische und belarussische Athleten von Wimbledon ausgeschlossen

Beim wichtigsten Grand-Slam-Turnier werden in diesem Jahr keine russischen und belarussischen Athleten an den Start gehen. Das wurde inzwischen offiziell von den Wimbledon-Veranstaltern bestätigt. 

Im offiziellen Statement äußert Ian Hewitt, Vorsitzender des "All England Club", sein Mitgefühl für die betroffenen Athleten: "Wir sind uns bewusst, dass dies für die betroffenen Einzelsportler eine harte Entscheidung ist. Es ist traurig, dass sie unter den Taten der Anführer des russischen Regimes leiden müssen."

Sollte sich die Situation in der Ukraine in absehbarer Zeit beruhigen, könnte es allerdings noch zu einem Umdenken bei den Veranstaltern kommen und die russischen Sportler doch noch an Wimbledon teilnehmen. "Sollten sich die Umstände bis Juni wesentlich ändern, werden wir dies prüfen und entsprechend reagieren", so Hewitt weiter.

Vom Ausschluss betroffen sind bei den Herren unter anderem der Weltranglistenzweite Daniil Medwedew und auch Andrei Rubljow, der derzeit auf Platz acht gelistet ist. Bei den Frauen darf die Weltranglisten-15. Anastassija Pawljutschenkowa nicht an den Start gehen. Auch die Vierte im Klassement, Aryna Sabalenka aus Belarus, darf nicht beim Turnier auf dem "heiligen Rasen" starten.

Wimbledon ist das erste große Tennisturnier, das Sportler aus Russland und Weißrussland komplett ausschließt. Bislang waren einzig die russischen und belarussischen Verbände von Sanktionen betroffen, Einzelsportler durften jedoch weiter unter neutraler Flagge antreten. 

Der dritte Grand Slam des Jahres findet von 27. Juni bis 10. Juli im Londoner Stadtteil Wimbledon statt. 

19. April, 14:35 Uhr: Yarmolenko erzählt von Streit mit Tymoshchuk

In einem Interview mit dem russischen Blogger Jewgeni Sawin erzählt der ukrainische Profi Andriy Yarmolenko von einem Telefonat mit seinem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen und Bayern-Prodi Anatoliy Tymoshchuk.

"Für mich war er immer ein Vorbild in Sachen Professionalität. Ich habe versucht, wie er zu sein", gestand der ehemalige Dortmunder Yarmolenko und fügte hinzu: "Aber mit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine drückte er in keiner Weise seine Position aus, unterstützte die Ukraine nicht. Das hat mich überrascht."

Grund für die Zurückhaltung des Triple-Siegers von 2013 ist offenbar der Co-Trainer-Posten, den Tymoshchuk bei Zenit St. Petersburg innehat. "Ich schrieb ihm eine SMS und fragte ihn: 'Wie schläfst du nachts?' Worauf er antwortete: 'Genau wie du.'", berichtete Yarmolenko, der bei West Ham United unter Vertrag steht.

Und weiter: "Dann rief Tymoschtschuk mich an. Ich sagte ihm, dass er für mich nicht mehr existiere. Er sagte daraufhin: 'Verpiss dich.' Ich antwortete das Gleiche zurück, und das war's." Yarmolenko kämpft mit West Ham noch um die europäischen Plätze in England, im Halbfinale der Europa League treffen die Londoner auf Eintracht Frankfurt.

Tymoshchuk war kurz nach Kriegsausbruch mehrmals aus der Heimat dazu aufgefordert worden, dass er klar Stellung beziehen sollte. Weil der Mittelfeldspieler dem nicht nachkam, wurde er lebenslang für alle fußballerischen Tätigkeiten in der Ukraine gesperrt. Seine sportlichen Titel wurden ihm aberkannt, aus allen nationalen Registern wurde sein Name entfernt.

18. April, 17:35 Uhr: Russischer TV-Sender bricht erneut Bundesliga-Übertragung ab

Der russische TV-Sender "Match TV" hat erneut die Übertragung eines Bundesliga-Spiels abgebrochen, nachdem Botschaften gegen den Krieg in der Ukraine im Stadion geäußert wurden. Beim Spiel zwischen Rekordmeister Bayern München und Arminia Bielefeld hatte unter anderem "Stop War, Putin" auf einer Werbebande im Stadion gestanden, woraufhin der Sender die Übertragung des Spiels nach gut 30 Minuten abbrach, wie das Portal "Sport.ru" berichtet. 

Bereits Anfang April hatte "Match TV" die Übertragung des Spiels zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig aufgrund von Friedensbotschaften im Stadion abgebrochen. In beiden Fällen begründete der Sender seinen Abbruch damit, dass Sport und Politik voneinander getrennt werden sollten. 

Ob die DFL ihren Vertrag mit dem russischen Medienunternehmen nach dem zweiten Übertragungsabbruch weiterhin fortsetzen wird, ist aktuell noch offen. 

12. April, 08:14 Uhr: Kartfahrer aus Russland nach Hitlergruß gefeuert

Nachdem der russische Kartfahrer Artyom Severyukhin nach einem Rennsieg im portugiesischen Portimao den Hitlergruß zeigte, folgten nun erste Konsequenzen.

Wie das schwedische Team "Ward Racing" auf Instagram bekannt gab, wird Severyukhin kein Rennen mehr für das Team fahren. "Wir sind zutiefst beschämt über diese Aktion", heißt es. "Wir sehen keine Möglichkeit für eine weitere Zusammenarbeit".

Der 15-Jährige entschuldigte sich auf Instagram, weist aber Anschuldigungen über die Verherrlichung des 3. Reichs zurück.

Wie der Motorsport-Weltverband FIA mit dem Fall umgeht, steht noch aus. Die Ermittlungen laufen bereits, kündigte die FIA an.

11. April, 14:10 Uhr: Russischer Kartfahrer feiert Sieg mit Hitlergruß

Am Sonntag gewann Artyom Severyukhin ein Rennen der europäischen Kart-Serie in Portimao. Auf dem Siegertreppchen sorgte er dann für einen Skandal. Während die italienische Hymne gespielt wurde, der 15-Jährige fährt wegen des Krieges unter italienischer Flagge, klopfte sich Severyukhin zweimal auf die Brust und reckte anschließend die rechte Hand zum Hitlergruß in die Luft.

Doch damit nicht genug: In der Folge lachte sich der Russe schlapp, kriegte sich fast nicht mehr ein.

Die Kart-Serie wird von der FIA veranstaltet. Der Dachverband, der auch für die Formel 1 zuständig ist, leitete nach dem Vorfall Ermittlungen ein und erklärte, dass so schnell wie möglich kommuniziert werde, welche "weiteren Schritte" folgen werden.

10. April, 08:25 Uhr: Voronin bangt: "Alle Städte könnten ausgelöscht sein"

Fast 50 Tage ist es inzwischen her, dass Russland den Krieg in der Ukraine begonnen hat.

Der frühere Liverpool- und Bundesliga-Profi Andrij Voronin hofft sehr, dass der Krieg bald aufhört. "Es würde bedeuten, dass das Sterben aufhört. Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass es Jahre so weitergeht. Schon in zwei, drei Monaten könnten alle unsere Städte aussehen wie jetzt Mariupol. Ausgelöscht", erklärte er im Interview mit der "Bild am Sonntag".

Einfach ist der Umgang mit den Nachrichten aus der Heimat für den 42-Jährigen nicht: "Wenn ich die Bilder aus Mariupol oder zuletzt Butscha sehe, könnte ich weinen. Mein Tag beginnt mit Kriegsnachrichten. Und ich gehe damit ins Bett. Ich habe Filme über den Zweiten Weltkrieg gesehen. Aber so etwas – Frauen, Männer einfach auf die Straße geworfen. Horror, so etwas kann man nie vergeben!"

8. April, 15:59 Uhr: BVB bestreitet ein Benefizspiel gegen Dynamo Kiew

Borussia Dortmund hat beschlossen, ein Zeichen gegen Krieg und für den Frieden in Europa zu setzen und wird deshalb am 26. April ein Benefizspiel gegen den ukrainischen Topklub Dynamo Kiew bestreiten, wie der Verein bekanntgab.

"Fußball ist die schönste Nebensache der Welt", betonte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: "Aber es gibt Dinge, die so viel wichtiger sind. Wir stehen an der Seite der Ukrainer, haben gemeinsam mit der BVB-Familie schon viele Tonnen Hilfsgüter in das Land gebracht und möchten nun auch Geld sammeln."

Geschäftsführer Carsten Cramer fügte hinzu: "Wir bitten Sie alle, egal, ob Sie den BVB unterstützen oder eine andere Mannschaft - bitte kaufen Sie ein Ticket für unser Benefizspiel gegen Dynamo Kiew. Lassen Sie uns gemeinsam ein weltweit beachtetes, solidarisches Zeichen gegen den Krieg und für den Frieden in Europa setzen. Und lassen Sie uns vor allem den Menschen vor Ort gemeinsam helfen."

Der Reinerlös des Spiels soll einer noch nicht ausgewählten Organisation zu Gute komme, die sicherstellt, dass Ukrainern in Not geholfen wird. 

Dass die Partie kurz nach dem Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern München ausgetragen wird, stört Trainer Marco Rose nicht. "Selbst wenn es drei Tage vor diesem Spiel hätte stattfinden sollen, wir wären definitiv auf dem Rasen gewesen", sagte er: "Nichts ist zurzeit wichtiger, als gemeinsam für den Frieden einzustehen und den Ukrainern in Zeiten dieser humanitären Katastrophe zu helfen."

8. April, 9:59 Uhr: Vettel fordert mehr finanzielle Unterstützung durch die Formel 1

Aston-Martin-Fahrer Sebastian Vettel äußerte sich vor seinem ersten Saisoneinsatz in Melbourne zum Ukraine-Krieg und adressierte dabei vor allem die Formel 1. "Den Leuten fehlt es an Grundsätzlichem wie Essen, Decken und anderen Dingen. Um die Menschen damit zu versorgen, braucht es Geld. Die Formel 1 setzt viel Geld um", so der Heppenheimer. "Wir sollten alles dafür tun, um den Menschen in Not zu helfen und versuchen darüber nachzudenken, wie wir Geld sammeln", sprach Vettel weiter.

Laut eigenen Angaben spendeten die einzelne Teams sowie die Rennserie an UNICEF. Zudem rief die Formel 1 dazu auf, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zu unterstützen.

Vettel, der zum Zeichen seiner Solidarität im ersten Freien Training beim Großen Preis von Australien mit der Flagge der Ukraine auf dem Helm fuhr, nehmen die Bilder aus dem Land mit. "Es ist absolut fürchterlich zu sehen, was gerade passiert. Es ist schockierend, wenn man die Nachrichten einschaltet. Man denkt, dass es nicht schockierender werden kann, doch das ist jedes Mal der Fall", sagte der vierfache Weltmeister. 

7. April, 17:03 Uhr: Ex-Ballon-d'Or-Gewinner Belanow kämpft für die Ukraine

Mit dem früheren Gladbach-Profi und Ballon-d'Or-Gewinner Igor Belanow kämpft ein weiterer großer Name aus der Sportwelt neben den Klitschko-Brüdern oder dem Ex-Tennis-Spieler Sergej Stachowski für die Ukraine. 

"Ich bitte darum, das Blutvergießen unseres Volkes sofort zu beenden!", schrieb der 61-jährige Belanow zuletzt auf Facebook. Nun tauchten Bilder des früheren Stürmers in den sozialen Netzwerken auf, die ihn mit anderen, bewaffneten Kämpfern zusammen in der Ukraine zeigen. "Unsere Großväter und Väter haben sie nicht dafür gebaut, dass in ihnen gekämpft wird, sondern dafür, dass dort glückliche Menschen leben!", erklärte Belanow in seinem Statement. 

Der in Odessa geborene Belanow wechselte 1989 von Dynamo Kiew nach Gladbach und später innerhalb Deutschlands zu Eintracht Braunschweig. Den Ballon d'Or gewann er bereits 1986, zwei Jahre später wurde er mit der Sowjetunion Vize-Europameister. Im weiteren Verlauf seiner Karriere spielte Belanow auch noch in Mariupol, jener Stadt, die durch die russische Invasion mittlerweile vollkommen zerstört ist. 

6. April, 17:55 Uhr: Matt Le Tissier tritt nach Verbreitung von Verschwörungstheorien zurück 

Matt Le Tissier ist als Klubbotschafter des FC Southampton zurückgetreten, nachdem er mit dem Verbreiten von Verschwörungstheorien einen Shitstorm auf Twitter ausgelöst hatte.

Der 53-Jährige hatte die Berichte über die Morde an Zivilisten in Bucha und anderen ukrainischen Städten als Medienmanipulation bezeichnet. 

Am Mittwoch gab der ehemalige Stürmer über Twitter bekannt, dass er in keiner Weise Krieg befürworten würde und er hoffe, dass die für die Gräueltaten verantwortlichen Personen zur Rechenschaft gezogen werden.

Zudem gab er als Reaktion auf seine Äußerungen bekannt, dass er von seinem Posten beim FC Southampton zurücktreten werde.

6. April, 11:31 Uhr: New York Jets spenden eine Million Dollar für die Ukraine

Robert Wood Johnson, Besitzer der New York Jets, kündigte an, dass die Franchise insgesamt eine Million Dollar spenden wird, die Menschen aus der Ukraine zu Gute kommen sollen. Das Geld wird aufgeteilt auf verschiedene Organisationen, die jeweils 100.000 Dollar erhalten werden. Die erste ist "Plast Scouting USA".

Die weiteren Organisationen sind noch nicht bekannt. Der Vorsitzende von "Plast Scouting USA" bedankte sich bei den Jets und kündigte an, die Mittel sofort für medizinische Bedarfsartikel zu verwenden, um den Menschen vor Ort zu helfen.

Zusätzlich richten die Jets die Möglichkeit ein, dass Mitarbeiter und Fans Hilfsmittel wie Medikamente spenden können. Die Organisation kümmert sich im Weiteren um die Verteilung der Hilfsgüter.

5. April, 19:53 Uhr: Sondertrikots in Ukraine-Farben beim Regionalligaderby zwischen Essen und Oberhausen

Vor dem Regionalliga-Nachholspiel zwischen Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen haben beide Teams beschlossen, ein Zeichen für Frieden zu setzen und sich mit dem Volk der Ukraine zu solidarisieren, indem sie in den Nationalfarben des Landes auflaufen: Die Oberhausener werden sich komplett in Blau kleiden, während Essen in Gelb auflaufen wird.

RWE-Vorstand Marcus Uhlig sagte dazu: "Rein sportlich geht es um sehr viel, aber viele von uns erleben gerade zum ersten Mal bewusst einen Krieg quasi vor der Haustür. RWO-Präsident Hajo Sommers und ich bauen darauf, dass diese gemeinschaftliche Aktion von RWO und RWE auch das Umfeld beider Vereine ein wenig zum Nachdenken und Innehalten bewegt."

4. April, 22:07 Uhr: Russland stoppt Live-Übertragung von BVB-Spiel gegen Leipzig

Während des Topspiels der Bundesliga zuletzt zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig (1:4) zierten die riesigen Bildschirme im Signal Iduna Park Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine. "Stoppt den Krieg" war ebenso zu lesen wie der Hashtag "StandwithUkraine". Diese Solidaritätsbekundungen kamen in Russland nicht gut an. 

Laut "sport.de" wurde die Liveübertragung des Bundesliga-Topspiels "MatchTV" noch vor der Halbzeit beendet. "Leider müssen wir die Ausstrahlungen aus Gründen abbrechen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen", erklärte Kommentator Igor Kytmanov den Abbruch der Liveübertragung. Zudem monierte er dem Bericht nach, generell heiße es, dass Fußball und Politik getrennt betrachtet werden sollten, "aber diese Regel wird in der Bundesliga nicht immer respektiert."

Die DFL kündigte bereits im März an, sollte das "TV-Basissignal wiederholt zensiert werden, würde dies eine außerordentliche Kündigung der DFL zur Folge haben." (siehe Eintrag vom 9. März, 16:30 Uhr) 

4. April, 17:01 Uhr: "Stop War"-Banner verweigert - Eklat um Roter Stern Belgrad

Die Basketballer des serbischen Topteams Roter Stern Belgrad sorgten bei der EuroLeague-Partie im litauischen Kaunas für einen Skandal. Während die Spieler der Gastgeber von Zalgiris Kaunas vor dem Spiel einen Banner mit "Stop War" in den ukrainischen Landesfarben in die Höhe hielten, weigerten sich die Spieler der Serben. Dafür hagelte es von den Rängen in der litauischen Hauptstadt Pfiffe. 

"Ich hoffe wirklich, dass bald Ruhe einkehrt, das war's", hielt sich Roter Sterns Trainer Dejan Radonjic in seinem Statement zu den Vorkommnissen recht kurz. 

Zalgiris-Trainer Jure Zdovc äußerte sich ebenfalls zu dieser Thematik um die von den Roter-Stern-Spielern verweigerte Botschaft in Richtung Ukraine: "Es steht mir nicht zu, das zu kommentieren. Es geht immer noch um Sport. Jeder hat seine eigene Meinung. Ich glaube aber, dass es nicht ihre persönliche Meinung ist. Es kommt von oben, was getan werden muss." 

4. April, 8:45 Uhr: Ukrainischer Nationalspieler zweifelt an WM-Qualifikation im Juni

Wegen des Krieges wurden die Playoffspiele der Ukraine für die Fußball-WM auf den Juni verlegt. Nationalspieler Taras Stepanenko zweifelt aber daran, dass die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt wirklich ihre volle Leistungsstärke besitzen wird. Schließlich pausiert die heimische Liga seit Wochen, ein Ende der Kämpfe gegen Russland ist nicht in Sicht.

"Wir wollen nicht als Opfer angesehen werden. Wir sind stark und widerstandsfähig, es geht allen gut und wir können 100 Prozent geben", betont der 32-Jährige von Schachtjor Donezk in der "Sunday Times".

"Aber die Frage, die ich stelle, lautet: Können wir ein so wichtiges Spiel bestreiten, wenn wir für so lange Zeit gar nicht gespielt haben?", gibt Stepanenko zu bedenken: "Jeder Fußballer weiß, dass sich alles anders anfühlt, wenn man nach langer Zeit eine Verletzung auskuriert hat und wieder spielt - unabhängig davon, wie viel Zeit man im Fitnessstudio und mit Laufen verbracht hat."

Womöglich reiche das eigene Level noch nicht für ein Spiel, aber man werde binnen vier Tagen zwei unglaublich harte Matches spielen müssen, um zur Weltmeisterschaft zu kommen, sagte er: "Wenn es keine andere Option gibt, werden wir spielen müssen."

Für richtig würde der 69-malige Nationalspieler das aber nicht halten: "Ich denke, es wäre extrem schwierig, beide Spiele zu gewinnen. Wir hoffen, FIFA und UEFA erkennen das und verlegen die Spiele, um uns mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben."

Die Ukraine trifft im Playoff-Halbfinale auf Schottland, im Falle eines Sieges würde sie gegen Wales um das letzte europäische WM-Ticket spielen. Gelingt die Qualifikation, würden in der WM-Gruppe B England, der Iran und die USA warten.

4. April, 8:00 Uhr: Gänsehaut vor dem Serie-A-Topspiel zwischen Juventus und Inter

Ein emotionales Zeichen für Frieden setzten die italienische Künstlerin Gaia und die ukrainische Sängerin Kateryna Pavlenko vor dem Anpfiff des Serie-A-Topspiels zwischen Juventus Turin und Inter Mailand am Sonntagabend. Gemeinsam sangen sie John Lennons Friedenshymne "Imagine".

Die Akteure beider Mannschaften sowie die Unparteiischen verfolgten die Einlage demonstrativ Arm in Arm am Mittelkreis. Juve-Schlussmann Wojciech Szczesny wirkte zwischenzeitlich den Tränen nahe. 

In den anschließenden 90 Minuten im Derby d’Italia setzte sich Inter dank eines verwandelten Foulelfmeters von Hakan Calhanoglu kurz vor der Pause mit 1:0 durch. 

4. April, 7:15 Uhr: Usyk spricht über Beschuss seines Hauses in der Ukraine

Bevor er die Vorbereitung auf das Rematch gegen Anthony Joshua in Angriff nahm, verbrachte Oleksandr Usyk einige Wochen in der Ukraine, um sein Heimatland vor den russischen Invasoren zu verteidigen. Mit dem tschechischen Portal "Profiboxing" sprach der Schwergewichts-Champion über diese Zeit.

"Ich weiß, dass sie auf unser Haus geschossen, das Tor aufgebrochen und einige Nachbarn herausgezerrt haben", wird der 35-Jährige zitert: "Aber ich weiß nicht, wie es dort aktuell aussieht. Wir können mit niemandem Kontakt aufnehmen." Es sei "schrecklich, wenn deine Verwandten sich bei jedem Geräusch im Keller verstecken".

Weiter erklärte "The Cat": "Ich bin im orthodoxen Glauben aufgewachsen, der uns lehrt, andere nicht zu verurteilen. Aber wer den Krieg unterstützt, ist für mich schizophren, ein kranker Mensch."

Es kursieren Fotos von ihm mit Waffe in der Hand, Usyk betont aber nie geschossen zu haben: "Ich habe sie genommen, aber das heißt nicht, dass ich sie auch benutze."

Bei Russlands Präsident Wladimir Putin hält er jedes Wort für Verschwendung: "Mir ist diese Person scheißegal, dazu gibt es nichts zu sagen."

3. April, 20:47 Uhr: ManCity-Star Zinchenko mit emotionaler Videobotschaft

Manchester Citys ukrainischer Star Oleksandr Zinchenko veröffentlichte zuletzt auf seinen Social-Media-Kanälen eine emotionale Videobotschaft. Darin bat der 25-Jährige um weitere Hilfe des Westens für seine von Russland angegriffene Heimat. 

"Ich bin nicht nur ein ukrainischer Fußballspieler, sondern auch ein ukrainischer Staatsbürger. Jetzt verteidigt sich mein Land gegen die russische Aggression, Tausende von Menschen sterben. Die russischen Truppen haben bereits mehrere Städte zerstört, Bomben und Granaten regnen auf Häuser friedlicher Zivilisten", sagte Zinchenko in seiner Videobotschaft. 

"Ich bin in der Region Schytomyr geboren und aufgewachsen. Am 8. März griffen russische Flugzeuge Malyn an, eine Stadt in der Nähe von Schytomyr. Einer der Luftangriffe tötete eine fünfköpfige Familie, darunter ein Baby. Ich habe auch eine kleine Tochter. Mir bricht das Herz bei dem Gedanken daran, wie viele Kinder in ihrem Alter in diesem Krieg sterben und wie viele zu Waisen werden", fuhr der Fußballprofi fort. 

Seine Botschaft endet mit einem sehr eindringlichen Satz: "Stoppt Putin! Rettet ukrainische Kinder"

3. April, 17:14 Uhr: Schweizer Olympia-Teilnehmer Isoz organisiert Hilfsaktion

Der Schweizer Olympiastar Andreas Isoz hat eine Hilfsaktion für die Opfer des Krieges in der Ukraine gestartet. Der Freestyler fuhr laut der Zeitung "Blick" bereits mehrere Male mit Hilfsgütern über die ungarische Grenze in die Krisenregion und übergab diese dort an die Hilfsbedürftigen. 

Zunächst sollte diese Lieferung von Hilfsgütern eine einmalige Sache bleiben, doch in weiterer Folge kamen dem Bericht nach Spenden in Höhe von 250.000 Schweizer Franken zusammen, womit weitere Fahrten mit den wichtigen Hilfsgütern möglich wurden. 

Da Isoz während seines Aufenthalts in der Ukraine unter anderem von Medikamentenmangel erfahren hat, versucht der frühere Olympia-Teilnehmer nun eben auch Quellen für medizinische Hilfsgüter aufzutun, um in diesem Bereich Güter in die Ukraine liefern zu können. 

"Wir haben die Info bekommen, dass rund 200 Kinder in dieser Klinik leben. Wir waren schockiert, dass es so viele sind. Nicht alle sind Diabetes-Patienten, aber es werden außer Insulin auch andere Medikamente dringend benötigt", sagte Isoz dem "Blick". 

Isoz will vor allem "zügig und unkompliziert helfen", wie er verdeutlichte. Daher nahm er auf dem Rückweg aus der Ukraine in die Schweiz auch immer Flüchtlinge mit aus dem Kriegsgebiet. 

2. April, 19:55 Uhr: Dmitri Barinov tritt gegen geflohenen Trainer Markus Gisdol nach

Seit Mitte Oktober 2021 trainierte Markus Gisdol den russischen Klub Lokomotive Moskau. Aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine verließ der 52 Jahre alte Übungsleiter jedoch die russische Hauptstadt Anfang März. Co-Trainer Marvin Compper übernahm anschließend den Cheftrainerposten. 

Nun trat bei "Sport Express" ein ehemaliger Schützling Gisdols gegen seinen Ex-Trainer nach. Dmitri Barinov zeigte sich dabei vor allem über die Art und Weise des Abschieds verwundert. "Ich bin zum Training gekommen und habe gefragt, wo der Trainer ist. Dann wurde mir gesagt, dass er gegangen ist. Er hat sich nicht mal vom Team verabschiedet", sagte er.

Gisdol sei nach den Aussagen des 13-maligen russischen Nationalspielers Hals über Kopf abgehauen, das sei "hässlich" gewesen, so der 25-Jährige. Er erklärte zudem, was er von Gisdol erwartete. "Er hätte sich wenigstens verabschieden, ein Essen organisieren oder uns die Situation erklären können."

Sportlich spielt Lok Moskau mit und ohne Gisdol eine enttäuschende Saison, belegt in der Liga nur Platz sechs. Gisdol ist nach seinem Engagement in Moskau derzeit ohne Verein.

1. April, 17:04 Uhr: Dynamo Kiew plant Benefizspiele gegen Dortmund, PSG und Co.

Der ukrainische Fußballmeister Dynamo Kiew plant eine Reihe von Freundschaftsspielen gegen hochkarätige internationale Gegner, um Geld für sein vom Krieg gezeichnetes Land zu sammeln. Wie der ehemalige Europapokalsieger am Freitag mitteilte, seien zwischen April und Juni Partien unter anderen gegen Borussia Dortmund, den FC Barcelona, Paris St. Germain, AC Mailand, Ajax Amsterdam und Benfica Lissabon in Planung.

Ziel der Spiele unter dem Motto "Match for Peace! Stop the War!" ("Spiel für den Frieden! Beendet den Krieg!") sei es, "die internationale Gemeinschaft über den schrecklichen Krieg in der Ukraine zu informieren und Mittel zur Unterstützung der Ukrainer zu sammeln, die unter dem Krieg mit dem russischen Aggressor leiden".

Die ukrainische Meisterschaft wurde nach der Winterpause aufgrund der am 24. Februar begonnenen russischen Invasion im Land nicht wieder aufgenommen. Die Zukunft der Saison steht infrage, da die Infrastruktur der Spitzenklubs durch die russischen Bombenangriffe beschädigt wurde oder bedroht ist und die ausländischen Spieler die Ukraine verlassen haben.

Die Nationalmannschaft soll allerdings im Juni gegen Schottland zum WM-Play-off antreten, der Sieger spielt anschließend gegen Wales um das letzte europäische Ticket für die Weltmeisterschaftsendrunde in Katar (21. November bis 18. Dezember). 

31. März, 12:00 Uhr: Paukenschlag: FIFA suspendiert Russland nicht

Auf dem 72. FIFA Kongress in Doha wurde bestimmt, dass der russische Fußballverband nicht suspendiert wird. Damit bleibt der Verband Mitglied mit allen Rechten und Pflichten.

Obwohl Präsident Gianni Infantino in seiner Rede eindringlich zu Frieden und Dialog aufrief, gab es keine Abstimmung über einen Ausschluss Russlands. Unter Tagesordnungspunkt vier ("Suspendierung oder Ausschluss eines Mitgliedsverbands") wurden stattdessen nur die bestehenden Suspendierungen der Verbände von Pakistan, Simbabwe und Kenia verlängert.
Der russische Verband war in der katarischen Hauptstadt angeführt von Generalsekretär Alexander Alajew mit einer mehrköpfigen Delegation vor Ort, auch die Flagge wurde mit denen anderer Nationen normal gehisst.

Bislang waren nur russische Teams von der FIFA suspendiert, nicht aber der Verband. Nach der Entscheidung des Kongresses bleibt das vorerst auch so.

31. März, 10:39 Uhr: Wladimir Klitschko für Gespräche in Berlin

Wladimir Klitschko hat seine Heimat zum ersten Mal seit Ausbruch des Krieges verlassen. Der ehemalige Box-Weltmeister befindet sich derzeit in Berlin, um mit Politikern über weitere Hilfen für die Ukraine zu diskutieren. Das bestätigten die Klitschkos über ihren Telegram-Kanal: "Zur politischen Unterstützung der Ukraine, wirtschaftlichen, humanitären und militärischen Hilfe für unseren Staat sind Treffen mit hochrangigen Politikern Deutschlands geplant."

Gegenüber der "Bild" erklärte Klitschko: "Ich bin nach Deutschland gekommen, um die ukrainische Delegation zu unterstützen bei politischen Gesprächen in Berlin. Es geht um weitere Hilfe für die Ukraine in einer dramatischen Situation für unser Land. Wir sind dankbar für die geleistete Hilfe, brauchen aber im Krieg gegen die russische Armee dringend sowohl noch mehr humanitäre als auch militärische Unterstützung."

29. März, 16:31 Uhr: Ukrainischer Kickbox-Weltmeister bei Kämpfen in Mariupol getötet

Der ukrainische Kickbox-Weltmeister Maksym Kagal wurde laut "The Kyiv Independent" bei Kämpfen in der Stadt Mariupol getötet. Dies bestätigte unter anderem sein Trainer Oleg Skirta.

"Leider nimmt der Krieg das Beste. Am 25. März starb Maksym Kagal, als er die Stadt Mariupol als Teil der Asowschen Sondereinheit verteidigte", schrieb Skirta auf Facebook. 

Kagal wurde 2014 Kickbox-Weltmeister und kämpfte nun nach der Invasion Russlands in der belagerten Stadt Mariupol. Er wurde nur 30 Jahre alt.

Asow, die Einheit für die er kämpfte, gilt als nationalistisch und rechtsextrem.

28. März, 22:02 Uhr: Rematch von Usyk gegen Joshua wohl in Saudi-Arabien

Wegen des Angriffs Russlands auf sein Heimatland hatte sich Boxer Oleksandr Usyk freiwillig gemeldet, um die Ukraine zu verteidigen. Mittlerweile hat der Schwergewichts-Boxer das Land aber wieder verlassen.

Wie der 35-Jährige auf seinem Instagram-Account bekanntgab, bereitet er sich auf das Rematch gegen Anthony Joshua vor. Im September 2021 hatte er den Briten im Tottenham Hotspur Stadium einstimmig nach Punkten besiegt und ihm die WM-Gürtel der Verbände WBO, WBA, IBF und IBA abgenommen. Im Juni soll das Rematch über die Bühne gehen - laut "Daily Mail" in Saudi-Arabien. Der 25. Juni gilt als wahrscheinlicher Tag des Kampfes. Zuvor gingen laut Promoter Eddie Hearn Bewerbungen auch aus den USA und Großbritannien ein, den Kampf auszutragen. 

In seinem Post zur Abreise aus der Ukraine schrieb Usyk: "Ich habe beschlossen, mich auf meinen Rückkampf gegen Anthony Joshua vorzubereiten. Viele meiner Freunde unterstützen mich, alles ist gut und friedlich, ich danke Gott für alles." 

Wo genau er sich aufhält, verriet der Olympiasieger von 2012 nicht. In dem Selfie-Video ist hinter ihm eine Häuserfassade erkennbar, an der ein Spruchband in Blau und Gelb hängt, auf dem zu lesen steht: "Lass die Hände von der Ukraine, Putin!"

28. März, 17:43 Uhr: Bericht über angebliche Vergiftungs-Symptome bei Roman Abramowitsch

Der bisherige Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch, der in die Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland involviert ist, litt laut einem Bericht des "Wall Street Journal" nach einem Meeting in Kiew angeblich unter Symptomen einer Vergiftung. 

Der mögliche Versuch, Abramowitsch und andere Beteiligte an den Friedensverhandlungen zu vergiften, soll Moskauer Hardlinern zugerechnet werden, die die Friedensbemühungen sabotieren wollen. Eine im Bericht zitierte Person, die Abramowitsch nahestehen soll, bestätigte aber, dass bislang nicht geklärt sei, wer wirklich hinter der möglichen Vergiftung stecke.

Die Symptome eine solchen Vergiftung sind dem Bericht nach sehr vielschichtig. Rote Augen sowie ständiges und schmerzhaftes Reißen und Abschälen der Haut von Gesicht und Händen werden vom "Wall Street Journal" konkret genannt. Kurz nach dem Treffen in Kiew wiesen laut dem Bericht Abramowitsch und zwei weitere Personen eben diese Symptome auf. 

27. März, 10:30 Uhr: Tony Martin versteigert seine einzige Olympia-Medaille zugunsten notleidender Kinder

Ex-Radstar Tony Martin versteigert zugunsten der Organisation "United Charity" seine olympische Silbermedaille, die er im Zeitfahren bei den Spielen 2012 in London ergatterte. Damit will er Geflüchteten aus der Ukraine helfen. 

Gegenüber der "Bild am Sonntag" sagte der 36-Jährige: "Es ist die schlimmste Zeit angebrochen, die ich in meinem Leben je mitbekommen habe. Ich schaute, was das Größte ist, was ich geben kann, um das Leid ein bisschen zu lindern. Das wäre mehr wert als der sportliche Erfolg."

Auf Instagram postete er ein Bild und schrieb dazu: "Jeden Tag sehe ich die schrecklichen Bilder aus der Ukraine im Fernsehen und es fühlt sich so falsch an, auf der Couch zu sitzen und diese Situation zu akzeptieren."

Das Einstiegsgebot lag bei 5.000 Euro, die Auktion soll allerdings noch deutlich mehr einbringen. "20.000 Euro wären ein tolles tolles Ergebnis", so der viermalige Zeirfahr-Weltmeister weiter: "Wenn ich meinen Enkeln mal sagen kann, dass durch die Medaille geholfen wurde, ist mir das viel mehr wert, als ihnen das Original zu zeigen. Die Erinnerungen nimmt mir eh niemand."

In seiner Schweizer Wahlheimat Kreuzlingen nahm die Schule, in der er als Lernbegleiter arbeitet, bereit 43 Flüchtlinge auf.

Die Charity-Auktion um die olympische Silbermedaille läuft noch bis 9. April, 18 Uhr. 

27. März, 9:15 Uhr: Keylor Navas nimmt ukrainische Flüchtlinge auf

Der Torhüter von Paris Saint-Germain, Keylor Navas, setzte aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine ein besonderes Zeichen und nahm 30 Flüchtlinge bei sich zu Hause auf. Das berichtet die spanische Zeitung "Diario Sport".

Als Unterkunft wurde dabei sein Heimkino umfunktioniert, das nun als Schlafsaal dienen soll. Der Costa-Ricaner wird dem Bericht zufolge bei der Hilfsaktion von seiner Frau Andrea unterstützt, die für das leibliche Wohl der Geflüchteten sorgt.

Neben der Unterkunft und Verpflegung soll Familie Navas den Geflüchteten auch Kleidung gegeben und einen Gottesdienst abgehalten haben. 

26. März, 12:50 Uhr: Dynamo Dresden nimmt geflüchteten Ukrainer auf

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat einen Spieler aus der Ukraine aufgenommen. Der Rechtsverteidiger Kyrylo Melitschenko war bis zum Saisonabbruch in der Ukraine für den Erstligisten FK Mariupol aufgelaufen. 

Wie die Dresdner mitteilten, trainierte der 21-Jährige am Freitag erstmals bei der Mannschaft und arbeitete dabei individuell mit Co-Trainer Heiko Scholz und Athletiktrainer Matthias Grahe. Der Verein organisierte nach eigenen Angaben neben dem Flug nach Dresden auch eine Wohnmöglichkeit für den Spieler sowie einen Dolmetscher für Behördengänge.

Der Verein wolle Melitschenko dabei "unterstützen, sich fit zu halten", damit dieser "nach dem hoffentlich baldigen Ende des Krieges" seine Karriere fortsetzen könne, sagte Sport-Geschäftsführer Ralf Becker: "Die Bilder des Krieges und der Zerstörung aus der Ukraine sind schrecklich", alle seien in einer solchen Situation "gefordert, den Ukrainerinnen und Ukrainern im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen".

24. März, 06:30 Uhr: Trotz Sanktionen: Chelsea darf Auswärtstickets verkaufen

Wie das Portal "weltfussball" berichtet, wurden die scharfen Sanktionen gegen den FC Chelsea und Besitzer Roman Abramowitsch leicht gelockert. Demnach ist es den Blues nun wieder erlaubt, Tickets für Auswärtsspiele zu verkaufen. Grund dafür ist eine Sonderlizenz, die die Regierung dem britischen Klub erteilt hat.

Das vertreiben von Heimtickets oder Merchandise-Artikeln bleibt weiterhin verboten. Zum jetzigen Stand bleibt die Stamford Bridge beim Heimspiel gegen Real Madrid am 6. April, zumindest im Heim-Bereich, leer.

23. März, 15:15 Uhr: Trotz Krieg: Russland will EM 2028 oder 2032 ausrichten

Trotz des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der damit verbundenen Sperre für das Fußball-Nationalteam Russlands will der russische Verband die Europameisterschaft im Jahr 2028 oder 2032 ausrichten, das berichtet die "Associated Press".

"Wir werden eine Bewerbung für 2028 oder 2032 einreichen", kündigte Sergej Anokhin vom russischen Fußballverband im Staatsfernsehen an, übersetzt ebenfalls von der "Associated Press". Die UEFA ihrerseits hat bereits im Februar alle russischen Teams von ihren Wettbewerben ausgeschlossen.

Für die EM 2028 bewerben sich außerdem das Vereinigte Königreich sowie Irland und für 2032 hat sich Italien als Bewerber angekündigt.

23. März, 13:45 Uhr: Fußball für Yarmolenko da, "um nicht verrückt zu werden".

Der ukrainische Profi Andrej Yarmolenko hat sich nach seinem Tränen-Anfall bei einem Spiel für West Ham United erstmals geäußert. Im Interview mit dem ukrainischen Youtube-Kanal "Football 1/2/3" gab der 32-Jährige zu Protokoll, dass der Fußball ihm hilft, "nicht verrückt zu werden".

"Am 24. Februar, als alles anfing, kam ich zum Training und konnte nichts sagen". Tags zuvor hatte er seine Familie für einen Arzttermin seiner Tochter nach Kiew geschickt. "Ich habe den Trainer gefragt, ob ich nach Hause gehen dürfte. Könnt ihr euch vorstellen, wie man sich fühlt? Wie ein Idiot. Ich wollte meinen Kopf gegen die Wand schlagen, weil sie in Kiew sind und ich hier in London sitze", so der Ex-BVB-Stürmer.

Mittlerweile hat Yarmolenko seine Familie sicher bei sich in London untergebracht. Gegen Aston Villa und Sevilla erzielte er zuletzt zwei wichtige Tore für seinen Klub.

22. März, 10:00 Uhr: Box-Star Vasiliy Lomachenko sagt WM-Kampf ab und bleibt in der Ukraine 

Ukraine-Krieg statt WM-Titel: Die ukrainische Box-Star Vasiliy Lomachenko hat seinen Kampf gegen den Australier George Kambosos abgesagt und wird stattdessen weiterhin sein Heimatland im Krieg gegen Russland unterstützen. 

Der 34-Jährige hätte ursprünglich am 5. Juni um den Titel im Leichtgewicht antreten sollen. Anfang April wäre Lomachenko dafür ins Trainingslager gereist, entschied sich nun aber weiter im Verteidigungsbataillon der ukrainischen Armee zu kämpfen. 

Sein Gegner Kambosos zeigt für den kurzfristigen Absprung Verständnis, aus seinem Lager heißt es: "Wir glauben, dass der Kampf, den er führt, viel größer ist als der Boxsport. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihm und seiner Familie und beim ukrainischen Volk."

Lomachenko war bereits dreifacher WM-Champion, hatte seine Gürtel aber 2020 verloren. Gegen den Australier hatte er nach zuletzt zwei Siegen nun die Chance auf einen erneuten Titel gehabt. 

21. März, 17:16 Uhr: Teilnahme an der "Putin-Show": Kritik an Dreifach-Olympiasieger Alexander Bolschunow

Bei der großen "Propaganda-Show" des russischen Präsidenten Wladimir Putin standen auch einige russische Sportler im Rampenlicht. Einer von ihnen war der Ski-Langläufer Alexander Bolschunow, der bei den olympischen Winterspielen in Peking drei Mal die Goldmedaille gewann. Dies brachte ihm nun viel Kritik ein.

Der schwedische Biathlon-Star Sebastian Samuelsson meinte gegenüber dem "Aftonbladet": "Man fragt sich, ob sie dazu gezwungen wurden, oder ob sie wirklich so dumm sind. In jedem Fall ist es krank. Das hat Vibes wie in 1938 in Deutschland. Es ist ekelhaft, dass die Welt wieder so geworden ist."

Der norwegische Langläufer Chris Jespersen sieht das genau: "Es ist einfach krank, was da abgeht. Ich habe geflucht, als ich das gesehen habe." Und weiter: "Ich kann mir nicht vorstellen, sie (die Athleten, Anm. d. Red.) noch einmal zu sehen. Wenn sie an so einer Aktion teilnehmen, sollen sie direkt dableiben."

Der ukrainische Schwimm-Weltrekordler Andrij Goworow wird noch emotionaler und schreibt bei instagram: "Es bricht mir das Herz, ihn mit dem 'Z'-Symbol auf der Brust zu sehen."

Der norwegische Langläufer Tord Asle Gjerdalen betrachtet das etwas differenzierter. "Ich weiß nicht, inwieweit sich Bolschunow wie viele andere Russen hätte distanzieren können“, erklärt er und weist auf mögliche Strafen hin: "Für uns ist es relativ leicht, von hier über sie zu urteilen. Man kann nur erahnen, wie stark man sein muss, wenn man Gefängnis und noch viel schlimmere Dinge riskiert, wenn man so bekannt wie Bolschunow ist. Deswegen will ich ihn hier nicht verurteilen."

19. März, 17:15 Uhr: FIFA mit einer Million Dollar an Hilfsleistung für Kriegsopfer in der Ukraine

FIFA-Präsident Gianni Infantino bestätigte, dass der Fußball-Weltverband für ukrainische Kriegsopfer Hilfsleistung in Form von Sachspenden im Wert von einer Million Dollar zur Verfügung stellt. Laut der FIFA wurde ein erstes Hilfspaket bereits an den ukrainischen Fußballverband übergeben. Bei der Sachspende handelt es sich um Verbandsmaterial, welches den dringenden Bedarf vor Ort in der Ukraine decken soll. 

"Wir wollen unseren Beitrag leisten, indem wir den Menschen in der Ukraine und denjenigen, die vor dem Krieg geflüchtet sind, helfen", sagte der 51-jährige Infantino, "die FIFA-Stiftung ist bereit, in Absprache mit der Fussballgemeinschaft in der Ukraine und der Region dringend benötigte Hilfe zu leisten."

18. März, 12:15 Uhr: Ex-Tennisprofi kämpft für Ukraine

Vor wenigen Monaten hat Sergej Stachowski noch gegen Rafael Nadal, Roger Federer und Co. Tennismatches bestritten, nun ist er in seinem Heimatland und kämpft im Krieg gegen Russland.

"Die Situation hat sich in den vergangenen beiden Tagen zugespitzt", sagt Stachowski in einem Interview der spanischen Zeitschrift "Marca" in Bezug auf die Stadt Kiew, die seit Tagen von Russland bombardiert wird.

Auf die Frage, ob der ehemalige Tennisprofi Angst hat, antwortete der 36-Jährige: "Natürlich habe ich Angst [...] ich habe drei Kinder". Dennoch wird Stachowski vorerst in der ukrainischen Hauptstadt bleiben, denn dort herrscht aufgrund der Angriffe eine Ausgangssperre.

18. März, 12:00 Uhr: Vom Tennisschläger zum Sturmgewehr

"Früher waren es Tennisschläger, heute ist es das", postete der ukrainische Ex-Tennis-Profi Alexandr Dolgopolov auf Twitter und zeigt dabei ein Bild von einem Gewehr und Ausrüstung.

Mittlerweile ist der 33-Jährige in seiner Heimatstadt Kiew angekommen, um sein Land gegen die russische Invasion zu verteidigen. Von der Türkei reiste er über Kroatien, Ungarn, Slowenien und Polen in die ukrainische Hauptstadt und bekam innerhalb von sieben Tagen den Umgang mit der Waffe von einem Soldaten im Schnellverfahren erklärt. Das gab Dolgopolov im Interview bei "Eurosport" bekannt.

Im April vergangenen Jahres beendete der ehemalige Weltranglisten-13. seine Karriere als Tennisprofi. Durch den Krieg hat sich sein Leben drastisch verändert. Zuvor war er mit seiner Mutter und Schwester in der Türkei ud wollte über die sozialen Medien von außen helfen. Dann traf er die Entscheidung selbst zurückzukehren und erklärte im interview: "Was können wir denn tun? Niemand von unseren Leuten möchte sterben oder in diesem Krieg sein, aber es geht um unser Land [..] Aus meiner Sicht ist es eine echte Botschaft, hier zu sein. Ich sehe viele Leute aus dem Sport, aus der Musik und anderen Bereichen, die geblieben oder zurückkommen sind, um zu helfen".

17. März, 23:10 Uhr: DFB erteilt nachträglich keine Spielgenehmigungen

Trotz der Erlaubnis des Weltverbands FIFA hat sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dagegen ausgesprochen, nachträglich wechselnden Spielern aus der Ukraine und Russland die Spielgenehmigung für die laufende Saison zu erteilen. Lediglich die Teilnahme am Training und an Testspielen ist den Spielern gestattet.

"Hauptgrund für die Entscheidung des DFB ist, die sportliche Integrität der Wettbewerbe und der verbleibenden Spieltage der Saison 2021/2022 in allen Spielklassen zu wahren", ließ der Verband wissen.

Die FIFA hatte zuletzt entschieden, Wechsel ausländischer Spieler und Trainer aus der Ukraine und Russland trotz des längst zurückliegenden Endes der Transferperiode (31. Januar) als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine zu erlauben. Seit Mittwoch gilt das auch für Ukrainer.

17. März, 15:15 Uhr: 1. FC Köln empfängt ukrainisches Frauenfußballteam nach Flucht

Der 1. FC Köln begrüßt am Geißbockheim einen besonderen Gast: das Frauenfußballteam des FC Kryvbas. Die Mannschaft des ukrainischen Erstligisten wurde per Bus von der ukrainisch-polnischen Grenze in die Domstadt eskortiert.

Wie der FC mitteilt, war der Verein mit seiner Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Verein Blau-Gelbes Kreuz e.V., dem Goldene Jungs e.V. und dessen Helfen ist Gold-Stiftung an der Mission beteiligt. Ein Mitarbeiter des Klubs begleitete den Bus.

Den Kontakt hatte demnach Artur Podkopayev hergestellt, der bis zum Alter von 16 Jahren für den FC Kryvbas spielte und dann nach Deutschland zog. Am Mittwoch durften sich die Ukrainerinnen ausruhen, nach der Registrierung und einer Reihe an Corona-Tests schauten sie sich nun zunächst das Training des Bundesligisten an, ehe sie selbst eine Einheit am Geißbockheim angingen.

Anschließend ist die Mannschaft zum Essen eingeladen, am Sonntag dürfen die Ukrainerinnen dann das Heimspiel gegen Borussia Dortmund im Stadion live miterleben - ebenfalls auf Einladung.

Nach FC-Angaben war das Team des FC Kryvbas am 24. Februar - dem Tag, als die russische Invasion begann - per Bus zum Flughafen unterwegs, wo der Flieger ins Trainingslager in die Türkei abheben sollte. Doch als sie Zeuginnen von Raketeneinschlägen in ihrer Stadt wurden, begannen sie ihre Flucht gen Westen.

Der FC Kryvbas ist in der südukrainischen Stadt Krywyj Rih zu Hause, die im Oblast Dnipropetrowsk liegt. Bis nach Kiew sind es 350 Kilometer, Donezk ist etwa 320 Kilometer entfernt.

17. März, 13:55 Uhr: Paris St. Germain setzt Partnerschaft mit russischem Sponsor aus

Paris St. Germain ist dem Beispiel vieler anderer Vereine in Europa gefolgt und beendet seine Zusammenarbeit mit einem Sponsor aus Russland zumindest vorläufig. Frankreichs Fußballmeister teilte mit, der erst im vergangenen Jahr und bis 2023 geschlossene Kontrakt mit dem Sportwettenanbieter Fonbet werde wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine ausgesetzt.

"Die aktuellen Ereignisse haben uns dazu veranlasst, unsere Beziehungen zu überdenken", erklärte PSG in einer Mitteilung: "Wir haben in gegenseitigem Einvernehmen beschlossen, unsere Vereinbarung mit Fonbet bis zum Ende der Saison auszusetzen."

Dagegen soll die vom Klub in Moskau errichtete Akademie für junge Fußballer im Alter von drei bis 15 Jahren weitergeführt werden. Die Pariser wollen allgemein "weiterhin auf mögliche Maßnahmen achten".

16. März, 16:00 Uhr: Lieberknecht nimmt ukrainische Flüchtlinge auf

Torsten Lieberknecht, Trainer von Darmstadt 98, hat sein Versprechen gehalten und ukrainische Kriegsflüchtlinge bei sich aufgenommen.

Der 48-Jährige hatte Anfang März angekündigt, dass sein Haus für ukrainische Flüchtlinge offensteht. Nun hat er diese Worte in die Tat umgesetzt und zusammen mit seiner Familie eine ukrainische Frau und ihren Sohn bei sich zuhause aufgenommen.

Das bestätigt Lieberknechts Klub Darmstadt 98. Demnach soll der Kontakt zur ukrainischen Familie über eine Frau aus dem Umfeld des Vereins zustandegekommen sein.

16. März, 13:30 Uhr: Real Madrid spendet eine Million Euro für ukrainische Flüchtlinge

Real Madrid spendet eine Million Euro für ukrainische Flüchtlinge. Dies gab der spanische Fußball-Rekordmeister am Mittwoch bekannt. Demnach soll das Geld der Real-Madrid-Stiftung zur Verfügung gestellt werden, die am 5. März eine Kampagne ins Leben gerufen hatte, um das Leid der Vertriebenen zu lindern.

Die Stiftung arbeitet dabei unter anderem mit dem Roten Kreuz und dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen zusammen. Auch 13.000 Teile an Sportausrüstung und Kleidung will der Klub spenden. 

15. März, 22:20 Uhr: Daniil Medvedev droht das Aus für Wimbledon

Dem russischen Tennisspieler Daniil Medvedev droht offenbar das Aus für Wimbledon.

Der britische Sportminister Nigel Huddleston gab bekannt von russischen Sportlern eine klare öffentlich bezogene Position gegen Präsident Wladimir Putin zu fordern. Die Regierung werde nur dann Teilnehmer aus Russland und Belarus zu Wettkämpfen in Großbritannien zulassen, wenn diese keinerlei Verbindungen zu ihren jeweiligen Regierungen haben, wie "Eurosport" berichtet. 

Huddleston erklärte vor einem Ausschuss des britischen Parlaments mit Blick auf Sportler aus Russland und Belarus: "Wir brauchen die Zusicherung, dass sie keine Unterstützer von Putin sind und wir prüfen jetzt, anhand welcher Anforderungen wir entsprechende Bestätigungen bekommen könnten."

Medvedev hatte vor wenigen Tagen beim Masters in Indian Wells erklärt, er wolle "Frieden auf der ganzen Welt", betonte dabei aber auch, wie schwer es für ihn sei, sich zu politischen Themen zu äußern.

Wie die "Times" berichtet, seien Offizielle aller vier Grand-Slam-Turniere in den letzten Tagen in informellen Gesprächen um auszuloten, wie man über die aktuellen Bestimmungen der Tennisverbände hinaus strengere Regeln hinsichtlich russischer und belarussischer Tennisprofis aufstellen könnte. 

15. März, 19:46 Uhr: CAS lehnt Einspruch gegen Ausschluss russischer Teams ab 

Russlands Fußball-Teams bleiben vorerst von den internationalen Wettbewerben ausgeschlossen.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS lehnte am Dienstag den Eilantrag des russischen Verbandes gegen die Sanktionen der UEFA wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine ab. Der Ausschluss der Klubs aus dem Europapokal sowie der Nationalmannschaft aus den Play-offs um die WM-Teilnahme in Katar bleibe bestehen, teilte der CAS mit.

Das von Russland beantragte Schiedsverfahren werde aber fortgesetzt. Die Begründung für die Ablehnung des Eilantrags soll voraussichtlich bis Ende der Woche bekannt gegeben werden. 

Russland hatte vor einer Woche den CAS angerufen mit der Forderung, die Sperren aufzuheben und sämtliche Teams wieder in alle Wettbewerbe aufzunehmen. Betroffen ist vor allem Russlands Nationalmannschaft, die am 24. März in den WM-Play-offs gegen Polen hätte antreten sollen.

15. März, 15:15 Uhr: Dzyuba bittet um Nicht-Nominierung für Russland

Artem Dzyuba will aufgrund des Überfalls seines Heimatlandes auf die Ukraine nicht für die russische Fußball-Nationalelf nominiert werden.

Teamchef Waleri Karpin verriet in einem am Dienstag veröffentlichten Interview, dass der 33 Jahre alte Angreifer von Zenit St. Petersburg ihm in einem Gespräch mitgeteilt habe, nicht an einem Trainingslager in Moskau teilnehmen zu wollen.

"Er hat mir versichert, dass er unbedingt für die Nationalmannschaft spielen möchte. Aber jetzt, aufgrund der schwierigen Situation in der Ukraine, wo er viele Verwandte hat, hat er sich entschuldigt und aus familiären Gründen gebeten, nicht einberufen zu werden", sagte Karpin.

Dzyuba ist Kapitän der russischen Nationalmannschaft und zusammen mit Alexander Kerschakow Rekordtorschütze des Landes, das zurzeit von allen internationalen Fußball-Wettbewerben ausgeschlossen ist.

15. März, 11:40 Uhr: Geflüchtete Ukraine-Profis trainieren beim BVB mit

Borussia Dortmund durfte zuletzt zwei Trainingsgäste begrüßen, jedoch aus einem traurigen Anlass: Raymond Frimpong Owusu und Alan Aussi spielten zuletzt für Klubs in der Ukraine, flüchteten aber aufgrund des Angriffskrieges Russlands.

Am Montag nahmen die beiden Spieler an der Einheit der U23 teil, zu der sich auch die eingewechselten Profis des Spiels gegen Arminia Bielefeld (1:0) gesellten, also Erling Haaland, Giovanni Reyna und Julian Brandt.

"Der Krieg kam immer näher und näher und ich bekam Angst. Dann habe ich mich zur Flucht entschieden", so Owusu gegenüber den "Ruhr Nachrichten". Einen Vertrag sollen die beiden Spieler, Stand jetzt, nicht erhalten. Man wolle beide Spieler aber unterstützen, so der BVB. 

14. März, 14:20 Uhr: Yarmolenko bricht nach Tor in Tränen aus

Der ehemalige BVB-Star Andrej Yarmolenko brach nach seinem Tor im Premier League-Spiel zwischen West Ham United und Aston Villa in Tränen aus.

Nachdem der Ukrainer, der nach der Halbzeit eingewechselt wurde, in der 70. Minute für das zwischenzeitliche 1:0 sorgte, brachen bei ihm alle Dämme. Beim Jubeln riss er die Hände nach oben, ging auf die Knie und vergoss bittere Tränen. Für den 32-Jährigen und 106-fachen Nationalspieler der Ukraine war es das erste Spiel, nachdem er aufgrund des russischen Angriffs auf sein Heimatland eine Pause eingelegt hatte.

Während sich die Teamkollegen dem Jubel anschlossen verkündete der Stadionsprecher den Torschützen mit den Worten: "Für West Ham und die Ukraine".

Der Angreifer, der nach dem 2:1-Sieg zum Spieler des Spiels gekürt wurde sagte anschließend bei "Sky Sports": "Es war so emotional für mich wegen der Situation in meinem Land. Es ist so schwer, im Moment an Fußball zu denken. Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich will mich bei meinem Team bedanken, das mich immer unterstützt. Ich habe die Unterstützung der Fans gespürt, ich wollte auf dem Feld alles geben".

13. März, 18:45 Uhr: Chelsea drohen neun Punkte Abzug in der Premier League

Aufgrund der Sanktionen gegen den bisherigen Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch stehen den Londonern finanziell möglicherweise schwierige Zeiten bevor. Laut "Daily Mail" könnte dem Klub um Coach Thomas Tuchel sogar ein Abzug von bis zu neun Punkten drohen, sollte der Klub in der noch laufenden Saison zahlungsunfähig werden. Sollte es zu einem solchen Abzug von bis zu neun Punkten kommen, könnte der amtierende Champions-League-Sieger möglicherweise über die Premier League die Qualifikation für die Königsklasse in der Saison 2022/23 verpassen. 

Durch die Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Abramowitsch ist es dem FC Chelsea bis auf Weiteres unter anderem nicht gestattet, auslaufende Verträge mit Spielern zu verlängern oder Spieler zu verpflichten. Zudem stehen Sponsoren-Deals auf der Kippe, was Chelsea finanziell noch mehr in Bedrängnis bringen könnte. Einige Sponsoren haben ihre Verträge mit den "Blues" sogar mittlerweile beendet oder zumindest ausgesetzt.

12. März, 18:45 Uhr: Hyundai setzt Sponsoring beim FC Chelsea aus

Mit Hyundai ist dem FC Chelsea ein weiterer Sponsor von der Stange gegangen. Im Zuge der Sanktionen gegen Klubbesitzer Roman Abramowitsch entschied der südkoreanische Autobauer, seine 2018 begonnene Zusammenarbeit mit den "Blues" vorerst auszusetzen.

In einem Statement ließ der bisherige "offizielle globale Automobil-Partner" verlauten: "Hyundai hat sich über die Jahre zu einem der stärksten Partner im Fußball entwickelt und unterstützt den Sport dabei, für das Gute einzustehen."

Und weiter heißt es: "Angesichts der aktuellen Umstände haben wir die Entscheidung getroffen, unsere Marketing- und Kommunikatinsaktivitäten mit dem Klub bis auf Weiteres auszusetzen."

Dagegen wird Nike wohl an seinem Engagement beim FC Chelsea festhalten, wie "The Athletic" berichtet. Trivago als Sponsor auf den Trainingsklamotten bleibt dem Verein ebenfalls erhalten, fordert aber "so schnell wie möglich" einen Besitzerwechsel.

12. März, 13:53 Uhr: Abramowitsch nicht mehr Chelsea-Besitzer

Nun ist es offiziell. Die Premier League hat auf die Sanktionen der britischen Regierung gegen Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch reagiert. Laut einer offiziellen Mitteilung des Ligaverbands wurde dem Oligarchen das Recht entzogen, als Besitzer der "Blues" zu fungieren.

Was diese Entscheidung im Detail für den Klub von Trainer Thomas Tuchel bedeutet, ist noch unklar. Ohnehin sind die Besitzverhältnisse derzeit ungewiss. 

Am Spielbetrieb darf das Team, dessen Geschäftskonten laut einem Bericht der "Times" aktuell eingefroren sind, aber weiterhin teilnehmen.

11. März, 21:54 Uhr: Konten des FC Chelsea wegen Abramowitsch-Sanktionen wohl eingefroren

Durch die von der britischen Regierung verhängten Sanktionen gegen russische Oligarchen wie Roman Abramowitsch kommen nun auch auf dessen Klub FC Chelsea immer größere Probleme zu. Laut einem Bericht der "Times" haben Banken Geschäftskonten des Londoner Premier-League-Klubs eingefroren. Dies betrifft auch Kreditkarten, die der FC Chelsea bislang für den täglichen Geschäftsablauf benutzt habe. 

Reporter Kaveh Solhekol von "Sky Sports" berichtet: "Chelseas Bankkonten bei Barclays wurden vorübergehend gesperrt. Uns wurde gesagt, dass Barclays Zeit braucht, um die Lizenz zu prüfen, die Chelsea erhalten hat, die es dem Klub ermöglicht, ihre fußballbezogenen Aktivitäten fortzusetzen."

Zwar hoffe der Klub, dass die Konten bald wieder freigegeben werden, "aber das Problem, das Barclays hat, ist, dass das Bankkonto auf den Namen von Chelsea läuft. Chelsea gehört Roman Abramowitsch", heißt es im Bericht von einer namentlich nicht genannten Quelle, "er wird von der britischen Regierung sanktioniert. Niemand in Großbritannien, einschließlich Barclays, darf Geschäfte mit Roman Abramowitsch machen."

Im Rahmen der Sanktionen ist es Chelsea bis auf Weiteres untersagt, auslaufende Verträge zu verlängern sowie Spieler zu kaufen. Ebenso wurde der von Abramowitsch geplante Verkauf des FC Chelsea im Rahmen der verhängten Sanktionen zunächst gestoppt. 

11. März, 19:39 Uhr: EM-Stadion in Lviv ist nun Flüchtlings-Unterkunft

Im Sommer 2012 fanden in der Arena Lviv noch Spiele während der EM-Endrunde in der Ukraine und Polen statt. Nun ist das Stadion, welches 35.000 Zuschauern Platz bietet, eine Flüchtlingsunterkunft geworden. 2000-3000 Personen können im Innenraum des Stadions Schutz vor dem immer näher rückenden Angriffen der russischen Armee finden. 

Organisiert wurde diese Nutzung des Stadions als Flüchtlingsunterkunft von den Verantwortlichen des Topklubs Schachtjor Donetsk. Der ukrainische Klub, der schon zahlreiche Male in der Champions League vertreten war, bestritt zwischen 2014 und 2016 selbst die Heimspiele in der Arena Lviv, nachdem im Osten der Ukraine damals Unruhen ausbrachen und Donetsk nicht mehr im eigenen Stadion spielen konnte. 

Durch die internationalen Verbindungen von Schachtjor ist es gelungen, dass auch ausländische Vereine mit Sachspenden dazu beitragen, die Lviv Arena in eine Flüchtlingsunterkunft umzuwandeln. "Benfica schickt fünf Lastwagen mit allem: Lebensmittel, Medizin und Kleidung. Unsere Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich im Stadion", sagte Schachtjors Pressesprecher Yuri Sviridov in lokalen Medien, auch von Legia Warschau gab es seinem Angaben zufolge Spenden. 

11. März, 16:00 Uhr: Ukraine-Verband sperrt Tymoschtschuk lebenslang

Der ehemalige Bayern-Profi Anatolij Tymoschtschuk wird aufgrund seines Schweigens lebenslang von seinem Heimatverband gesperrt.

Trotz mehrfachen Aufforderungen seitens des ukrainischen Fußballverbandes, er solle den Krieg Russlands gegen die Ukraine öffentlich verurteilen, blieb der Champions-League-Sieger von 2013 stumm.

Nun kommt ihn die Passivität teuer zu stehen. Dem ehemaligen Mittelfeldspieler, der seit 2017 beim russischen Klub Zenit St. Petersburg Co-Trainer ist, wurde jegliche fußballerische Tätigkeit in seinem Heimatland untersagt.

Zusätzlich wurde dem 42-Jährigen die Trainerlizenz entzogen und alle errungenen Titel in der Ukraine aberkannt.

11. März, 09:45 Uhr: Schwedischer TV-Reporter sorgt für riesige Empörung

Der schwedische TV-Experte und Extremsportler Aron Anderson sorgt im Rahmen der Übertragung der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele mit brisanten Aussagen für Unverständnis. Er erweckte den Eindruck, er finde den Krieg in der Ukraine richtig bzw. hob die "positiven" Seiten hervor.

"Der Krieg ist gut für die Rekrutierung im paralympischen Sport, weil er viele behinderte Menschen hervorbringt", sagte der 34-Jährige, der aufgrund einer Krebserkrankung seit seinem achten Lebensjahr querschnittgelähmt ist und selbst schon viermaliger Teilnehmer der Paralympics war.

Nach den kontroversen Aussagen, die Anderson im schwedischen öffentlich-rechtlichen TV-Sender "SVT" von sich gab, herrschte vor allem in den sozialen Medien große Empörung. Anderson stellte anschließend klar: "Ich kann verstehen, dass sich die Leute darüber ärgern. Doch ich glaube, dass sie es nicht getan hätten, wenn sie sich die ganze Argumentation angehört hätten. Natürlich finde ich Krieg nicht gut. Es ist schrecklich."

10. März, 21:25 Uhr: Ringer-Olympiasieger Zhan Beleniuk macht seinen Landsleuten Mut

Der ukrainische Ringer-Olympiasieger und Parlamentarier Zhan Beleniuk macht seinen Landsleuten Mut. Denn er geht trotz der schwierigen Lage voran und will so lange wie möglich in seiner Heimatstadt Kiew bleiben. 

"Es ist wichtig, dass wir den Menschen zeigen, dass wir für sie da sind und nicht wegrennen. Wir müssen sie beschützen", sagte der 31-Jährige der "Deutschen Presse-Agentur".

Er habe keine Angst, auch wenn er als Politiker womöglich noch gefährdeter sei als andere, sagte der Goldmedaillengewinner der vergangenen Olympischen Spiele in Tokio. Er wechsle ständig seinen Aufenthaltsort. "Aber ich bleibe in Kiew, so lange ich kann."

Denn viele Menschen kennen ihn und kommen mit ihren Bitten auf ihn zu, verriet er: "Sie fragen nach Waffen, Medizin oder Nahrungsmitteln. Und ich versuche, sie an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten", sagte er.

10. März, 16:35 Uhr: Spezieller Spielball für Wochenende in Bundesliga und 2. Liga

Bei den Partien des 26. Spieltags in der Bundesliga und der 2. Liga soll am anstehenden Wochenende ein spezieller Ball zum Einsatz kommen. Das berichtet der "kicker" unter Bezugnahme auf die Deutsche Presse-Agentur.

Das neu gestaltete Spielgerät zeigt demnach die Flagge der Ukraine sowie den Schriftzug "standwithukraine", der sich längst über die ganze Welt verbreitet hat. Damit will die DFL einmal mehr die Bühne nutzen, um sich mit den Opfern des russischen Kriegs in der Ukraine zu solidarisieren.

10. März, 10:45 Uhr: Großbritannien sanktioniert Roman Abramowitsch, drastische Folgen für Chelsea

Wie die Regierung von Großbritannien am Donnerstag bekannt gab, wird Roman Abramowitsch sanktioniert. Unter anderem wird das Vermögen des Oligarchen konfisziert und eingefroren.

Für den FC Chelsea, dessen Besitzer Abramowitsch ist, hat das drastische Folgen: Der Spielbetrieb läuft aktuell weiter, der Klub darf aber keine Tageskarten verkaufen, einzig die Dauerkarten-Besitzer dürfen zu den Spielen.

Zudem dürfen aktuell keine Transfers getätigt oder Verträge verlängert werden. Auch der Verkauf von Merchandise ist derzeit nicht möglich. Außerdem liegt ein etwaiger Verkauf, der zuletzt im Raum stand, auf Eis.

Wie lange Chelsea handlungsunfähig ist, ist noch nicht bekannt.

10. März, 07:30 Uhr: Russland veranstalten eigene Paralympics

Russland wird nach dem Ausschluss seiner Athletinnen und Athleten von den Paralympics in Peking kurzerhand ein eigenes Sportfest für Menschen mit körperlicher Behinderung organisieren. Vom 16. bis 21. März messen sich bis zu 70 Athleten in Chanty-Mansijsk im Skilanglauf, Biathlon, Curling, Snowboard, Ski Alpin und Sledge-Eishockey. Eben jene sechs Sportarten stehen auch in China auf dem Programm.

Die Wettbewerbe sollen "unter der russischen Staatsflagge und zu den Klängen der russischen Nationalhymne" ausgetragen werden, sagte der im Verwaltungsgebiet Jugra für Sport zuständige Sergej Artamonow laut der Nachrichtenagentur TASS. Genau das war den Athleten in Peking verboten worden, ehe sie wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine ganz von den Spielen ausgeschlossen worden waren.

Die Veranstaltung in Chanty-Mansijsk, wo 2003 und 2011 die Biathlon-Weltmeisterschaften stattfanden, firmiert unter dem Titel "Wir sind zusammen. Sport". Ob auch belarussische Sportler teilnehmen, blieb zunächst unklar. In Peking hätten 71 Sportlerinnen und Sportler des Russischen Paralympischen Komitees (RPC) starten sollen.

9. März, 16:30 Uhr: Nach Zensur-Vorwürfen - DFL prüft Ausstieg aus TV-Vermarktung in Russland

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird zeitnah über ihren Vertrag mit dem russischen Medien-Unternehmen Match TV beraten. Nach SID-Informationen will der Ligaverband in den kommenden Tagen die Übertragung der Bundesliga-Partien vom zurückliegenden Wochenende bei Match TV auswerten.

Die DFL hatte zuletzt angekündigt, zunächst auf eine außerordentliche Kündigung des Vertrags zu verzichten, damit die "Antikriegs-Aufrufe und Friedensappelle aus den deutschen Stadien auch weiter die russische Bevölkerung erreichen".

Als Voraussetzung gab die DFL allerdings an, dass das zur Verfügung gestellte Basissignal unverändert gesendet wird – inklusive Ukraine-bezogener Botschaften von Liga, Spielern, Klubs und Fans.

Sollte das "TV-Basissignal wiederholt zensiert werden, würde dies eine außerordentliche Kündigung der DFL zur Folge haben", hatte der Ligaverband betont. Genau dazu soll es nach Informationen der "Bild" am Sonntag gekommen sein.

Wie es in dem Bericht heißt, ersetzte Match TV in Russland den gelb-blauen Bundesliga-Banner im Livesignal durch das sonst verwendete Logo. Laut "Sportschau" wäre dies "ein klarer Fall von politisch motivierter Zensur seitens des russischen Vermarkters und womöglich auch ein vertragswidriger Eingriff bei der Verwertung der Bundesliga-Bilder".

Konsequenzen blieben bisher aus. Aufschluss über das weitere Vorgehen der DFL dürften zumindest die Übertragungen des kommenden Spieltages in Russland geben.

9. März, 14:33 Uhr: Paulo Fonseca über seine Flucht aus Kiew: "Es war eine schreckliche Reise"

Paulo Fonseca, ehemaliger Coach des ukrainischen Fußballvereins Schachtjor Donezk (2016-2019), hat sich zu seiner Flucht aus Kiew geäußert. In der "Gazzetta dello Sport" erklärte er: "Wir sind zum Hotel Opera gerannt, wo Schachtjors Trainer Roberto De Zerbi und Teil der Mannschaft untergebracht waren. Wir haben in einem Bunker Zuflucht gesucht".

In der Folge hatte die portugiesische Botschaft für die Ausreise von Fonseca und seiner ukrainischen Frau Katerina Ostruschko gesorgt. Der 49-Jährige erzählte: "Es war eine schreckliche Reise: 30 Stunden Fahrt ohne Pause. Manchmal standen wir Schlange, die Flugzeuge flogen über unserem Kopf, die Menschen fanden weder Treibstoff noch Lebensmittel. Erst an der Grenze zu Rumänien habe ich mich entspannt. Meine Frau weint, weil wir Freunde und Angehörige in der ganzen Ukraine haben."

Zu guter Letzt wandte er sich mit einer Bitte an die EU, sowie die USA: "Wir müssen das Monster stoppen."

9. März, 10:18 Uhr: Andy Murray will gesamtes Preisgeld spenden

Der britische Tennisstar Andy Murray will sein komplettes Preisgeld, dass er in diesem Jahr noch einspielen wird, an Kinder spenden, die unter dem Krieg in der Ukraine leiden. Das gab der 34-Jährige via Twitter bekannt.

Von dem Geld sollen Lehrmaterialien, Bücher und Medikamente gekauft und die zerstörten Schulen wieder aufgebaut werden. Murray, der auch UNICEF-Botschafter ist, erklärte über Twitter: "Ich erledige meinen Teil, aber jeder kann die Arbeit von UNICEF unterstützen. Die Kinder in der Ukraine brauchen Frieden und sie brauchen ihn jetzt."

Experten rechnen damit, dass der zweimalige Olympiasieger am Ende des Jahres einen Betrag von rund 640.000 Euro spenden könnte. Dies sei aber konservativ gerechnet. Klar ist aber: Mit jedem Spiel, das Murray in diesem Jahr gewinnt, werden die Kinder in der Ukraine mehr Hilfe bekommen.

8. März, 20:30 Uhr: Playoff-Spiel der Ukraine gegen Schottland verschoben

Das Play-off-Halbfinale zur Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Schottland und der Ukraine wird aufgrund des Krieges verlegt. Die Begegnung werde im Nations-League-Fenster in der ersten Juni-Hälfte ausgetragen, teilte die FIFA am Dienstag mit. Zudem bestätigte der Weltverband das Freilos für Polen als Folge der Sperre von Gegner Russland.

Die Ukraine hatte die Verlegung beantragt, da sie "unter den gegebenen Umständen weder die Reise noch das Training eines Teams organisieren könne", teilte die FIFA mit. Derzeit ruht der Spielbetrieb in dem Land. Dem Antrag sei daher "im Sinne der Solidarität einstimmig stattgegeben" worden.

Schottland sollte die Ukraine am 24. März im Glasgower Hampden Park empfangen. Das Finale gegen den Sieger des Duells zwischen Wales und Österreich (24. März in Cardiff) war gemäß bisheriger Planung für den 29. März vorgesehen, es wird als Folge aber ebenfalls verschoben.

"Wir tragen diese gemeinsame Entscheidung aus Solidarität mit der Ukraine selbstverständlich mit. Die unfassbare Lage in der Ukraine erfordert Flexibilität und den Willen, eine gemeinsame Lösung zu finden, auch wenn diese nicht ideal ist", sagte Österreichs Verbandspräsident Gerhard Milletich. Die vorherige Begegnung in Cardiff wird wie geplant durchgeführt.

Die WM-Auslosung ist derzeit für den 1. April geplant. Die WM 2022 wird vom 21. November bis 18. Dezember in Katar ausgetragen.

8. März, 18:40 Uhr: Skandal-Turner Kuljak verteidigt Z-Symbol auf dem Trikot

Der russische Turner Iwan Kuljak sorgte zuletzt beim Weltcup in Doha für große Empörung, als er mit einem Trikot mit dem Buchstaben Z auftrat. Dieses Symbol benutzt die russische Armee derzeit als Slogan während des Angriffskrieges auf die Ukraine. Es ist auch auf diversen Militärfahrzeugen deutlich zu sehen. 

Kuljak reagierte nun auf die weltweite Kritik und Empörung, erklärte auf Telegramm, dass für ihn das "Z für den Sieg und den Frieden" stehe. Der 20-Jährige bekräftigte zudem, "nie Angst vor den Konsequenzen" gehabt zu haben. Er wolle "niemandem etwas Böses".

Der Weltverband FIG sieht das offensichtlich etwas anders. "Der Internationale Turnverband bestätigt, dass er die Ethikkommission ersuchen wird, ein Disziplinarverfahren gegen Iwan Kuljak nach seinem schockierenden Verhalten beim Weltcup in Doha einzuleiten", hieß es direkt nach den Vorkommnissen in einer Erklärung des Turn-Weltverbandes.

Mittlerweile hat der Weltverband FIG umfassende Sanktionen gegen sämtliche Turner aus Russland und Belarus eingeleitet. Die Athleten beider Nationen dürfen bis auf Weiteres nicht mehr an FIG-Wettbewerben teilnehmen.

8. März, 16:43 Uhr: Russische und belarussische NHL-Profis erhalten laut Agent Milstein Morddrohungen

Die russischen und belarussischen Stars der NHL erleiden derzeit wohl persönliche Konsequenzen aus dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine. Laut dem Agenten Dan Milstein fürchten einige NHL-Spieler aus Russland und Belarus sogar um ihre Sicherheit, haben Morddrohungen erhalten. 

"Es handelt sich um Menschen. Es sind Eishockeyspieler. Sie nehmen an der Gesellschaft teil, zahlen Millionen Dollar an Steuern, um die USA und Kanada zu unterstützen und stehen für alle Arten von Wohltätigkeitsarbeiten", sagte Milstein bei "ESPN" und appellierte an die Vernunft der Fans im Umgang mit den NHL-Profis aus Russland und Belarus: "Hört auf, sie wie die Aggressoren zu behandeln. Hört auf, euch wie Rassisten zu verhalten."

Milstein wurde in der ukrainische Hauptstadt Kiew geboren und wanderte später in die USA aus. "Ich bin ein stolzer US-Amerikaner, daher sage ich: Lasst uns vereint zusammenkommen. Freunde aus der Heimat haben mir gesagt, dass mein Elternhaus zerbombt wurde, ich habe in dieser schweren Zeit sechs Tage nicht geschlafen, aber die Leute wenden sich gegen die Falschen", sagte Milstein mit Blick auf die Anfeindungen russischer und belarussischer Spieler in den USA bzw. Kanada. Milstein vertritt dem Bericht nach mehr als 75 Prozent aller russischen und belarussischen Spieler in der NHL. 

Viele Sportler aus Russland bzw. Belarus stehen in der Kritik, weil sie sich bislang nicht deutlich vom Angriffskrieg Russlands in der Ukraine distanzierten. Als "feigen Speichellecker" bezeichnete etwa das Sportblogging-Netzwerk "SB Nation" Washingtons russischen Superstar Alexander Owetschkin. "Zu sagen, dass er sich hilflos fühlt, ist ein unaufrichtiger Versuch, seine Bedeutung herunterzuspielen", wird in dem Artikel argumentiert. Owetschkin gilt als Anhänger des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das Instagram-Profilbild des NHL-Stars zeigt den Capitals-Star ausgerechnet mit Putin. 

8. März, 13:20 Uhr: Lesser teilt Account mit Stachowski

Biathlet Erik Lesser hat angesichts der russischen Invasion seinen Instagram-Account einem weiteren ukrainischen Sportler zur Verfügung gestellt. Ex-Tennisprofi Sergej Stachowski (36), der Ende Februar erklärt hatte, für sein Heimatland im Krieg kämpfen zu wollen, postete am Dienstag einen emotionalen Appell an die vielen russischen Follower auf Lessers Account.

"Das ist mein Kiew. Wie ihr seht, sind das keine Militärgebäude", schrieb Stachowski unter Fotos von zerbombten Wohnhäusern und Supermärkten: "Hier töten russische Raketen Zivilisten. Die Ukraine hat diesen Krieg nicht begonnen. In der Ukraine gibt es keine Nazis. Schickt eure Soldaten nach Hause."

Zuvor hatte Lesser bereits der ukrainischen Biathletin Anastassija Merkuschyna seinen Account für 24 Stunden überlassen. "Ich habe festgestellt, dass ich 30.000 Follower aus Russland auf Instagram habe. Ich glaube, der russischen Bevölkerung ist nicht ganz klar, was in der Ukraine abgeht", hatte Lesser im "ZDF" seine Intentionen erklärt.

Auch Tennis-Superstar Novak Djokovic hatte Stachowski bereits Unterstützung angeboten. Stachowski veröffentlichte am Sonntag auf Instagram einen Screenshot einer WhatsApp-Konversation mit dem 34 Jahre alten Serben. "Bitte lass mich wissen, an welche Adresse ich am besten Hilfe schicken kann. Finanzielle Hilfe, aber auch jede andere Hilfe...", schrieb Djokovic: "Ich denke an dich... hoffe, dass sich alles bald beruhigt."

Stachowski, der insgesamt vier ATP-Einzeltitel gewinnen konnte, hatte nach den Australian Open im Januar seine Karriere beendet und war in die Ukraine zurückgekehrt.

8. März, 09:57 Uhr: WM-Playoff der Ukraine wird verlegt

Das Playoff-Halbfinale zur Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Schottland und der Ukraine wird aufgrund des Krieges verlegt. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor, allerdings wird kein konkreter Ersatztermin genannt. Eine Bestätigung steht bisher aus, anscheinend ist das Nations-League-Fenster im Juni eine Option.

Schottland sollte die Ukraine am 24. März im Glasgower Hampden Park empfangen. Das Finale gegen den Sieger des Duells zwischen Wales und Österreich (24. März in Cardiff) war gemäß bisheriger Planung für den 29. März vorgesehen. Laut BBC wird in Folge der Verlegung auch dieses Spiel verschoben.

7. März, 23:36 Uhr: FIFA bestätigt: Spieler aus der Ukraine und Russland dürfen Vereine verlassen und wechseln

Wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine dürfen ausländische Fußballspieler und Trainer ihre Verträge in den beiden Ländern kündigen und sofort in andere Ligen wechseln. Das gab der Weltverband FIFA am Montag bekannt. Spieler und Trainer, die bis zum Ende der Saison in Russland am 30. Juni kündigen, würden als "vertragslose Spieler" behandelt und hätten "die Freiheit, einen Vertrag bei einem anderen Klub zu unterschreiben, ohne irgendwelche Konsequenzen tragen zu müssen".

Wer von dieser Regelung Gebrauch mache, könne in der neuen Saison seinen Verein frei wählen. Ziel sei es laut FIFA, Spielern und Trainern die Möglichkeit zur Arbeit zu geben und die ukrainischen Klubs, die durch die russische Invasion ihren Spielbetrieb einstellen mussten, zu schützen. Minderjährige, die aus der Ukraine flüchten, dürfen in einem anderen Land spielen.

Die FIFA hatte vor einer Woche Russlands Nationalmannschaft von der WM in Katar ausgeschlossen. Russland hätte in den WM-Play-offs am 24. März gegen Polen antreten sollen. Der polnische Verband hatte allerdings bereits ausgeschlossen, zu diesem Spiel anzutreten.

7. März, 14:14 Uhr: Ukraine-Ikone Schewtschenko bittet unter Tränen um Hilfe

Die ukrainische Fußball-Ikone Andrej Schewtschenko sendete am Sonntag via italienischem Fernsehen einen Hilferuf für seine Landsleute an die Öffentlichkeit. "Öffnet eure Herzen für die Menschen und für mein Volk, für die Kinder und die alten Menschen, die eure Hilfe so dringend brauchen", flehte der frühere Stürmer des AC Mailand unter Tränen bei "Rai".

Schewtschen:ko lebt mit seiner Familie in London, dennoch macht er sich große Sorgen um seine Angehörigen in der Heimat. "Ich habe viele Verwandte, die noch in der Ukraine sind, ich höre jeden Tag von ihnen. Ich bin sehr besorgt über ihre Entscheidung, dort zu bleiben. Sie erzählen mir, was passiert, wie Städte bombardiert werden. Wir müssen die Waffen stoppen, wir müssen eine diplomatische Lösung für den Krieg finden", erklärte Schewtschenko, der zuletzt bis Mitte Januar 2022 Trainer von Serie-A-Klub CFC Genua war und davor die Nationalmannschaft seines Heimatlandes coachte. 

"Sport hat eine enorme Kraft und kann eine Friedensbotschaft an viele Länder senden. Die Ukraine will Teil Europas sein, das war unsere Entscheidung als Volk", sagte der 45-Jährige zum Ende seines emotionalen Appells. 

7. März, 10:48 Uhr: Kasparow kritisiert Sportverbände: "Putins Weg der Aggression vorangetrieben"

Der russische Schach-Großmeister Garri Kasparow kritisierte die Sportverbände für ihre langjährige Haltung gegenüber den russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Der Weltsport hat Putin ermutigt und auf dem Weg der Aggression noch vorangetrieben", sagte Kasparow der "ARD". 

Der Kreml-Kritiker sieht Personen wie den deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach als Erfüllungsgehilfen Putins, laut Kasparow müsse man sich nun die ernsthafte Frage stellen, wie man mit Sportverbänden umgehen wolle, die "zu Werkzeugen von Diktatoren" geworden sind. "Ich bin kein Fan von Herrn Bach oder anderen Funktionären des IOC oder der FIFA, weil sie alle direkt oder indirekt mit den Putins dieser Welt Verbindungen pflegen", stellte Kasparow daher klar. 

Laut dem 58-jährigen Kasparow sei es nun mit Blick auf den Krieg in der Ukraine "sehr wichtig sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert. Putin hat uns gezeigt, wie man internationale Veranstaltungen und Sportorganisationen nutzen kann, um seine Agenda zu fördern." Nicht zuletzt von den Sportverbänden fordert der Schach-Großmeister daher ein sofortiges Umdenken im Bezug auf den Umgang mit Diktatoren wie Putin: "Es kann nicht sein, dass wir auf solche tragischen Ereignisse wie in der Ukraine angewiesen sind, um aufzuwachen."

7. März, 08:50 Uhr: Djokovic bietet Stachowski Hilfe an

Sergej Stachowski, ehemalige Tennisprofi aus der Ukraine, kämpft mittlerweile in der Hauptstadt Kiew gegen die russische Invasion. Wie der 36-Jährige auf Instagram postete, bekam er zuletzt Whatsapp-Nachrichten vom serbischen Tennis-Star Novak Djokovic, der ihm Unterstützung anbot. 

"Ich denke an dich ... und hoffe, es beruhigt sich alles. Bitte lass mich wissen, wie ich am besten helfen kann... in finanzieller Art oder in anderer Weise", schrieb der Serbe an den Stachowski, der diese Nachricht auf seinem Instagram-Account veröffentlichte. 

Auch Roger Federer und Rafael Nadal soll Stachowski laut eigener Aussage kontaktiert haben, mit der Bitte um eine öffentliche Stellungnahme zum Krieg in der Ukraine, doch von den beiden Tennis-Stars gab es bislang keine Reaktion.

6. März, 18:30 Uhr: DFL prüft mögliche Zensur der Bundesliga-Übertragung in Russland

Bei der DFL steht eine zeitnahe Beratung über den Vertrag mit dem russischen Medien-Unternehmen Match TV an. In den kommenden Tagen sollen die Übertragungen der Bundesliga-Partien vom Wochenende bei Match TV ausgewertet werden.

Hintergrund: Einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge war das Basissignal zensiert worden. So sei das in den ukrainischen Farben Blau und Gelb gehaltene Bundesliga-Logo mit der üblichen Variante in Rot überdeckt worden.

Die DFL hatte angesichts des Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine betont, die Zusammenarbeit mit Match TV fortsetzen zu wollen, damit die "Antikriegs-Aufrufe und Friedensappelle aus den deutschen Stadien auch weiter die russische Bevölkerung erreichen".

Allerdings wurde als Voraussetzung genannt, dass das zur Verfügung gestellte Basissignal unverändert gesendet werden solle - also auch inklusive Ukraine-bezogener Botschaften von Liga, Spielern, Klubs und Fans.

6. März, 11:32 Uhr: Tuchel kritisiert Chelsea-Fans 

Thomas Tuchel wurde ganz ernst. "Es ist nicht der Moment für andere Botschaften", sinnierte der Teammanager von Klub-Weltmeister FC Chelsea, nachdem die Fans der Blues beim 4:0 beim FC Burnley vor dem Abpfiff die Applaus-Aktion für die Ukraine im Stadion mit "Roman-Abramowitsch"-Sprechchören gestört hatten.

Für den deutschen Fußballlehrer ein Unding. "Es ist nicht der Moment, um so etwas zu tun", wetterte Tuchel, "wenn wir Solidarität zeigen wollen, dann zeigen wir Solidarität, und das sollten wir gemeinsam tun."

Der Abschied von Abramowitsch ist für Tuchel längst kein Grund, die Pro-Ukraine-Aktion mit einminütigem Applaudieren zu stören. "Unser Klub möchte, dass sich unsere Fans zu diesem Applaus bekennen", betonte der ehemalige Dortmund- und Mainz-Coach.

Man tue dies für die Ukraine, "und es gibt keine zwei Meinungen darüber. Wir sind mit in unseren Gedanken bei den Menschen in der Ukraine, sie haben unsere Unterstützung. Wir sollten zusammenstehen".

 

6. März, 10:35 Uhr: Lesser überlässt Instagram-Account einer Ukrainerin

Ex-Weltmeister Erik Lesser hat seiner ukrainischen Biathlon-Kollegin Anastassija Merkuschina für 24 Stunden seinen Instagram-Kanal überlassen, um für mehr Aufklärung im Ukraine-Krieg zu sorgen.

"Ich habe 30.000 Follower aus Russland auf Instagram, und ich glaube, der russischen Bevölkerung ist nicht ganz klar, was in der Ukraine wirklich abgeht", sagte Lesser im "ZDF" angesichts von viel Desinformation. "Und ich habe gedacht, wenn ich jetzt irgendwas poste, das glaubt mir doch kein Mensch. Wenn ich aber einen Ukrainer dazu bewege, dann ist das doch was ganz Ordentliches."

Und so postete Merkuschina nach der Invasion Russlands in ihr Heimatland am Samstag Fotos aus dem Kriegsgebiet. Zu sehen waren die Zerstörung und das Leid der Menschen. "Ich möchte ihnen den Krieg mit meinen eigenen Augen zeigen. In Zeiten von Informationskriegen ist es schwer, die Wahrheit zu finden, also habe ich meine Freunde gebeten, mir Bilder zu schicken, die sie gemacht haben", schrieb Merkuschina.

Sie appellierte auch an die russischen Sportler, die sich nicht zu den Ausschlüssen von Wettkämpfen oder über den Krieg geäußert haben. "Ihr seid empört über das Startverbot, aber wie könnt ihr an Wettkämpfen teilnehmen, wenn euer Land unseren Verwandten und Freunden Maschinengewehre an den Kopf hält?", schrieb Merkuschina. "Ihr wisst genau, was passiert, und euer Schweigen kostet Dutzende von Menschenleben. Ukrainische Athleten greifen zu den Waffen, um ihr Land zu verteidigen - und ihr habt Angst vor der Wahrheit."

Lesser hatte am Samstag rund 118.000 Follower in dem sozialen Netzwerk. Wegen einer Hilfsaktion für einen russischen Biathleten sind es aber besonders viele aus dem größten Land der Erde. Von einigen bekam Lesser für seine Solidaritätsaktionen umgehend negative Kommentare. So solle er keine Fake News verbreiten, hieß es unter anderem. Der 33-Jährige habe seine Reichweite nutzen wollen, "damit in Russland mehr Leute wirkliche Nachrichten bekommen", sagte Lesser beim Weltcup im finnischen Kontiolahti.

5. März, 19:10 Uhr: Chelsea-Fans feiern während Ukraine-Tributs Abramowitsch

In der Premier League kommen an diesem Wochenende vor jeder Partie die Spieler beider Teams sowie die Schiedsrichter-Teams am Mittelkreis zusammen, um der Ukraine und den dortigen Kriegsopfern ihren Tribut zu zollen. Auch die Fans im Stadion werden dann um Solidaritätsbekundungen gebeten.

Supporter des FC Chelsea nutzten diesen Anlass vor dem 4:0 beim FC Burnley allerdings dafür, den langjährigen Klubbesitzer Roman Abramowitsch lautstark zu feiern. Dem Russen drohen wie anderen Geschäftsleuten mit Kreml-Nähe weltweit Sanktionen, weshalb er die "Blues" verkaufen muss.

Auch während des Spiels wiederholten sich die Abramowitsch-Sprechchöre immer wieder und wurden von den übrigens Zuschauern mit Buhrufen beantwortet.

Ganz anders reagierten Fans des FC Liverpool in der Gedenkminute vor dem Heimspiel gegen West Ham United. Sie stimmten die inoffizielle Vereinshymne "You'll never walk alone" an - als Zeichen, dass die Ukrainer in diesen schweren Zeiten nicht allein sind.

5. März, 15:30 Uhr: Olympia-Star verschanzte sich in Garage

Bei Olympia in Peking ging ein Foto um die Welt: die Umarmung zwischen dem Russen Ilja Burow und dem Ukrainer Oleksandr Abramenko. Im Aerials, dem Freestyle-Springen, hatte Abramenko für sein Heimatland eine Silbermedaille geholt.

Nun, knapp drei Wochen später musste sich der 33-Jährige mit seiner Familie in der Tiefgarage seines Wohnhauses in Kiew verschanzen. Via Whatsapp teilte er der "New York Times" mit: "Wir verbringen die Nacht in der Tiefgarage im Auto, weil die Luftangriffssirene ständig an ist. Es ist beängstigend, in der Wohnung zu schlafen, ich selbst habe vom Fenster aus gesehen, wie die Luftverteidigungssysteme an feindlichen Raketen arbeiteten, und es waren starke Explosionen zu hören."

Ein Fotograf der Zeitung twitterte dazu ein Foto des Sportlers mit seiner Ehefrau Alexandra und dem zweijährigen Sohn Dmitry.

Inzwischen hat sich der Ski-Profi mit seiner Familie Richtung Westen aufgemacht. Das Land verlassen kann er nicht, zumindest aber will er seine Familie in Sicherheit bringen. "Ich weiß nicht, ob ich in den Krieg ziehen werde oder nicht, ich weiß nicht, welchen Prozess die Einberufenen durchlaufen. Im Moment bewältigt unsere Armee die Offensiven der russischen Soldaten."

Update, 5. März, 14:40 Uhr: City-Star kämpft wegen Familie nicht im Krieg

Seiner Frau Wlada und seiner sieben Monate alten Tochter zuliebe wird Oleksandr Sintschenko, Profi des englischen Fußballmeisters Manchester City, nicht in die Ukraine zurückkehren, um seine Heimat gegen die russischen Kriegstreiber zu verteidigen. "Wenn es meine Familie nicht gäbe, wäre ich dort", sagte der 25-Jährige der "BBC". Seit Beginn des Krieges habe er viel geweint: "Ich bin so stolz, ein Ukrainer zu sein."

Wie sein Landsmann Andrej Yarmolenko ("Jungs, warum sitzt ihr wie die Blöden da und sagt nichts?") forderte auch Sintschenko die russischen Nationalspieler zu einer Reaktion auf.

"Ich bin sehr überrascht, dass keiner von ihnen bisher reagiert hat", sagte der Verteidiger: "Die meisten von ihnen haben viele Follower in den sozialen Medien, zumindest können sie dort ihre Meinung sagen. Aber sie ignorieren die Situation, ich weiß nicht, warum."

5. März, 12:05 Uhr: Sorge um ukrainische Nationalspielerinnen

Die Sorge um die Spielerinnen der ukrainischen Fußball-Nationalmannschaft wächst von Stunde zu Stunde. "Sie erzählen uns nicht genau, wo sie sind, weil sie große Angst davor haben, von den Russen abgehört und ausspioniert zu werden", sagte Nationaltrainer Lluis Cortes der "Süddeutschen Zeitung": "Sie sagen, es geht ihnen gut, das beruhigt uns. Aber die Situation ist schwer zu verstehen."

Wenige Tage vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine hatte Cortes mit seiner Mannschaft das Turnier um den Turkish Women's Cup in Alanya gewonnen. "Eine unserer Spielerinnen hat noch vor ein paar Tagen eine Trophäe hochgehalten - nun wäscht sie Camouflage-Kleidung für das ukrainische Militär", sagte der Spanier.

Ein paar Spielerinnen seien nach dem Turniersieg in der Türkei geblieben, "weil sie mit ihren Vereinen dort Trainingslager hatten", erklärte Cortes: "Aber etwa die Hälfte des Teams ist zurück nach Kiew und am Mittwoch zu ihren Familien. Diese Spielerinnen haben das Land noch nicht verlassen, soweit ich weiß." Es sei gerade sehr gefährlich, sich in der Ukraine zu bewegen: "Sie verstecken sich in Bunkern und ländlichen Zonen, dort ist es am sichersten."

Ob sich seine Spielerinnen aktiv an der Verteidigung ihrer Heimat beteiligen, weiß Cortes nicht: "Vielleicht tun sie das - und sagen es uns nicht. Es ist eine sehr heikle Situation." Die Spielerinnen könnten das Land verlassen, "aber viele von ihnen möchten das nicht. Sie denken: Wenn alle gehen, wer verteidigt dann ihre Heimat gegen die russische Invasion? Sie wollen bleiben, sie wollen helfen, wo sie können."

5. März, 09:50 Uhr: Donezk-Coach von Granate getötet

Der Krieg in der Ukraine macht auch vor dem Sport nicht halt. So wurde ein namentlich nicht genannter Trainer von Schachtar Donezk bei den Kämpfen getötet, das bestätigte Klub-Boss Sergei Palkin in einem Statement. 

Via Facebook richtete er einen eindringlichen Appell an die Fans - vor allem aber an den russischen Fußball. "Unser Mitarbeiter ist gestern gestorben. Jugendtrainer. Er wurde von einem Splitter einer russischen Granate getötet. Russland tötet Ukrainer. Stoppt diesen Wahnsinn. Schweigen Sie nicht, sprechen Sie!", schrieb der 47-Jährige.

"Ich möchte mich an die Eigentümer, das Management und die Spieler der russischen Fußballklubs wenden. Russland hat einen schrecklichen und verräterischen Militärangriff auf die Ukraine durchgeführt. Ein Land, in dem jeder von Ihnen schon einmal war und in dem Sie immer herzlich willkommen geheißen wurden."

Und weiter: "Die Welt wartet darauf, dass Sie handeln, um den Wahnsinn zu stoppen. Aber Sie haben Angst, Sie haben Angst. Angst ist im Sport das Gefühl, das die Wahrscheinlichkeit eines Sieges auf null reduziert. Ihre Angst, sich dem Krieg in der Ukraine zu widersetzen, sind die zerstörten Städte, Ihre Angst sind Tausende und Abertausende von Toten unter der Zivilbevölkerung, Ihre Angst sind die toten Kinder und das verkrüppelte Schicksal von Millionen Menschen. Ihre Angst, gegen das blutige Regime vorzugehen, ist Ihre größte Niederlage."

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